ASV: Vorfreude auf die Partie gegen Tabellenführer Leipzig

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Lars Gudat

HAMM - Der erste Saisonsieg gegen ein Spitzenteam der 2. Handball-Bundesliga ist mit dem 33:32-Erfolg beim TV Bittenfeld geschafft – jetzt würden die Akteure des ASV Hamm-Westfalen nur zu gerne noch einen weiteren Paukenschlag folgen lassen, wenn sich am Mittwoch Tabellenführer DHfK Leipzig in der Westpress-Arena (19.45 Uhr) vorstellt.

Zwar sehen sich die Hammer auch in dieser Partie als Außenseiter. Doch das nötige Selbstvertrauen dürfte das Team nach zuletzt fünf Siegen in Folge gesammelt haben. „Leipzig ist ein absoluter Topgegner, der sich den Aufstieg in Liga eins fest vorgenommen hat“, sagt ASV-Coach Kay Rothenpieler anerkennend. „Wenn wir gegen diese Mannschaft bestehen wollen, dann müssen wir noch einmal eine Schüppe drauflegen. Aber bei aller Klasse, die der DHfK sicherlich aufzubieten hat, werden wir versuchen, auch in diesem Match unser Spiel durchzudrücken.“

Dass die Stärken auf beiden Seiten durchaus ähnlich angesiedelt sind, ist Rothenpieler bewusst, sind doch sowohl DHfK-Coach Christian Prokop als auch Rothenpieler Verfechter des Tempohandballs. „Leipzig verfügt über eine sehr gute, aggressive 6:0-Deckung und ein schnelles Spiel nach vorne“, weiß der Hammer Coach. „Für uns gilt es daher, vor allem die zweiten Bälle, mit denen sie viele leichte Tore machen, zu stoppen.“

Dass die Gäste über einen auf sehr hohem Niveau ausgeglichen besetzten Kader verfügen, macht die Aufgabe für die Hammer nicht leichter. „Dass sie aufsteigen werden, zeichnet sich ja schon ab“, lobt Rothenpieler die Gäste. „Sie gewinnen ihre Spiele meist relativ hoch und stehen zurecht da oben. Aber wir wollen ein unbequemer Gegner sein und sie zumindest ordentlich ärgern.“

Um das zu schaffen, müssen die Hammer vor allem den aktuell stärksten Torschützen der Liga, Philipp Weber, möglichst aus dem Spiel nehmen. 120-mal (davon 39 Siebenmeter) traf der Rückraumakteur bislang für den DHfK und hat damit großen Anteil daran, dass die Mannschaft souverän das Feld von der Spitze her kontrolliert. „Er ist sicherlich für die zweite Liga ein überdurchschnittlicher Spieler“, zeigt Rothenpieler Respekt. „Und mit Philipp Pöter haben sie zudem einen sehr routinierten Gestalter. Wobei man aber sagen muss, dass Leipzig insgesamt einfach ein sehr homogenes Team ist.“

Als solches präsentierten sich aber auch die Hammer zuletzt zunehmend. Entsprechend denkt der ASV-Trainer erst gar nicht daran, die Vorgehensweise seiner Mannschaft nach den Gästen auszurichten. „Wir müssen zu unserem Spiel und unseren eigenen Rhythmus finden“, sagt Rothenpieler. „Es wird sicherlich Situationen geben, in denen wir einmal variieren müssen, Aber unsere Stärke ist nun einmal auch der Tempohandball.“

Aus Bittenfeld kamen die Hammer jedenfalls verletzungsfrei zurück, so dass Rothenpieler zwar einen gewissen Kräfteverschleiß moniert, dieser aber bis zum Beginn der Partie keine Rolle mehr spielen sollte. Positiv sei auch das zunehmend besser werdende Zusammenspiel von Ondrej Zdrahala und David Wiencek im Aufbau. „Ondrej ist ja nun schon seit einigen Partien in sehr guter Form“, lobt der Coach. „Und David muss jetzt weiter seine Rolle finden, muss seine Anteile nutzen, um zu zeigen, dass er eine Mannschaft auch führen kann. Dass er das Potenzial dazu hat, glauben wir jedenfalls. Und das hat er auch in Bittenfeld angedeutet, als Ondrej anfangs nicht so in die Partie gekommen ist.“ - güna

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