Handball

ASV Hamm-Westfalen feiert nach dem letzten Heimspiel mit den Fans

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Jan Brosch

Emotionale Verabschiedung der scheidenden Spieler, ein Heiratsantrag am Anwurfkreis und ein gerechtes 32:32 (15:14)-Unentschieden gegen Tusem Essen - die 2150 Zuschauer beim letzten Saison-Heimspiel des ASV Hamm-Westfalen bekamen einiges geboten.  

Hamm - Eine besondere Choreographie hatten sich die ASV-Fans ausgedacht, um den langjährigen Hammer Rechtsaußen Lars Gudat zu verabschieden: Hinter einer überdimensional großen ASV-Fahne, die die komplette Gegentribüne ausfüllte, wurde eine zweite angestrahlt, auf der das Konterfei des 29-Jährigen in seinem Trikot mit der Nummer 20 und die Worte "Danke Lars" zu sehen waren. Beginnen durfte der nach zwölf Jahren in die zweite Mannschaft wechselnde Gudat allerdings nicht. 

Auf der Platte standen dagegen zu Beginn die anderen beiden Hammer, die den Verein verlassen werden: Lukas Blohme und Vincent Sohmann. Und die hatten es gemeinsam mit ihren Teamkollegen wie erwartet schwer, sich im Angriff gegen die gut gestaffelte und robuste Essener Defensive durchzusetzen. Dazu kamen ein konsequenter Tusem-Angriff und etwas Pech im Abschluss, als der ASV zweimal das Gebälk traf - und der Fehlstart in die Partie war perfekt. 1:4 stand es nach acht Minuten. Der richtige Moment für die erste Auszeit, die ASV-Coach Kay Rothenpieler prompt nahm. 

Mit Jan Brosch am Kreis und Stefan Lex auf der Spielmacherposition ging es weiter. Und langsam gewannen die Hausherren die Kontrolle über die Partie. Markus Fuchs leitete die Aufholjagd mit dem Treffer zum 2:4 ein (9.), und schon fünf Minuten später war die Start-Scharte mit dem erneuten Fuchs-Treffer zum 5:5 ausgemerzt. 

Zwei-Tore-Führung schnell wieder verspielt

In der Folge blieb es allerdings eng. Zwar lag der Gastgeber zwischenzeitlich mit zwei Treffern vorn (11:9/21.). Doch Essen blieb hartnäckig, rückte in der Abwehr ein wenig weiter vor, um den ASV im Aufbau zu stören und glich beim 12:12 wieder aus (25.). 

Einer Energieleistung von Fuchs war es zu verdanken, dass die Hammer dennoch mit einer knappen 15:14-Führung in die Kabine gingen. Nachdem ein Treffer von Tim Zechel nicht anerkannt wurde, spurtete der nach vorn und schloss Sekunden vor der Sirene erfolgreich ab.

Zwei schnelle Tusem-Treffer nach der Pause drehten das Ergebnis - und so lief der ASV, bei dem nun auch Spielmacher Sören Südmeier eingriff, in den folgenden Minuten stets dem knappen Rückstand hinterher. 

Erst in der 39. Minute gelang Stefan Lex bei Essener Unterzahl mit einem Treffer ins leere Tor wieder eine Hammer Führung (22:21) - und Fabian Huesmann machte es seinem Teamkollegen wenige Sekunden später zum 23:21 nach. 

Doch auch jetzt gelang es den Gastgebern nicht, sich abzusetzen. Essen blieb hartnäckig, fand immer wieder Lücken in der ASV-Abwehr. Und im Angriff hatte die Rothenpieler-Mannschaft weiter Mühe, gegen das Abwehr-Bollwerk den letzten Pass an den Mann zu bringen. So fasste sich immer wieder der stark auftrumpfende Markus Fuchs ein Herz, der aufgrund des Ausfalls von Oliver Milde vorne und hinten zum Einsatz kam. 

Vier Minuten vor dem Ende lag Essen wieder vorn - zudem erhielt Fuchs eine Zeitstrafe. Alles sprach nun für die Gäste. Zwei starke Paraden von Oliver Krechel hielten Hamm danach im Spiel. Lex glich eine Minute vor dem Ende aus. Tim Zechel sorgte für das 31:32. Doch Hamm hatte noch einen Angriff. In der letzten sekunde parierte Keeper Bliss zwar gegen Jan Brosch, doch die Schiedsrichter entschieden auf Siebenmeter. Fabian Huesmann behielt die Nerven - und traf zum 32:32-Unentschieden.    

Und auch der Heiratsantrag in der Halbzeitpause ging nicht daneben: Sie hat ja gesagt.  

    

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