ASV Hamm-Westfalen fährt optimistisch nach Rostock

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Voll belastbar: Jakob Macke (links) und Markus Fuchs (rechts) haben ihre Magen-Darm-Probleme auskuriert.

Hamm - Die Situation könnte entspannter sein beim ASV Hamm-Westfalen. 3:5 Punkte aus den ersten vier Begegnungen und vor allem die deutliche Niederlage zuletzt gegen den VfL Bad Schwartau in eigener Halle (23:30) liegen den Spielern schwer im Magen. Und die kommende Aufgabe am Sonntag beim HC Empor Rostock (16.30 Uhr/Stadthalle) dürfte keine leichte werden.

„Aber das wäre in unserer Situation bei jedem anderen Gegner genauso“, sagt ASV-Coach Niels Pfannenschmidt und bemüht sich daher, die positiven Dinge herauszustellen. „Das Gute im Sport ist, dass man alles korrigieren kann. Und wir hatten eine ordentliche Trainingswoche.“

Die begann allerdings mit der Aufarbeitung der Begegnung gegen Bad Schwartau – und da vor allem der Phase nach der eigenen 14:13-Führung Anfang der zweiten Hälfte, als das Team zwischenzeitlich völlig den Faden und entscheidend an Boden verlor. Mit einem Laptop und Schreibutensilien ließ Pfannenschmidt die Spieler zur Aufarbeitung der Partie antreten. „Das war fast wie in der Schule“, sagt er. „Und die Jungs haben ja auch gesehen, was sie falsch gemacht haben. Sie haben einfach mit Herz, aber ohne Kopf gespielt und in dieser Phase unglaublich viele Fehler gemacht So kannst du nicht gewinnen.“

In Rostock muss der Kopf kühl bleiben und der Einsatz dennoch stimmen, wenn die Mannschaft mit einem Erfolgserlebnis die weite Heimreise antreten will. „Rostock hat jetzt seit acht Spielen zuhause nicht verloren“, weiß Pfannenschmidt. „Und die Stimmung in der Halle wird schon sehr emotionsgeladen sein. Aber wir sind ein gutes Stück weiter als zuletzt. Daher bin ich optimistisch, dass wir dort etwas holen können.“

Denn Jakob Macke und Markus Fuchs haben nach ihren überstandenen Magen-Darm-Infekten die gesamte Woche voll trainiert und Kräfte gesammelt. „Markus können wir, anders als beim Schwartau-Spiel, auch vorne einsetzen“, freut sich der Coach über eine weitere Alternative für den Angriff, zumal Ondrej Zdrahala einen Schritt weiter ist. So machen neben den Langzeitverletzten Fabian Huesmann und Marian Orlowski derzeit nur noch Stephan Just und Jan-Lars Gaubatz Sorgen. Mittelmann Just unternahm gestern im Training nach seiner Rückenblockade die ersten Gehversuche, gilt aber für Sonntag weiter als Wackelkandidat. Und Gaubatz (Rückraum rechts), der bereits gegen Bad Schwartau mit einer Zahnentzündung gespielt hat, musste Antibiotika nehmen und stieg erst gestern wieder ins Mannschaftstraining ein. Dort ist Orlowski seit dieser Woche ebenfalls wieder komplett – mit Ball und Körperkontakt – was Pfannenschmidt zusätzlich freut, auch wenn der Rückraumlinke nach seiner Einschätzung „noch vier Wochen brauchen wird“.

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