Freitag Heim-Auftakt für ASV Hamm-Westfalen

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Angeschlagen: Der Einsatz von David Wiencek gegen Bad Schwartau ist fraglich.

HAMM - Die Leistung zum Auftakt der Saison in der 2. Handball-Bundesliga beim TV Emsdetten hat Lust auf mehr gemacht. Zwar verschenkte der ASV Hamm-Westfalen im Duell beim Erstliga-Absteiger in der Schlussphase beim 33:33 noch einen Punkt, doch die Vorstellung, die das Team zuvor über weite Strecken der Partie gezeigt hat, lässt auf eine erfolgreiche Saison hoffen.

Schon am Freitag will das Team diesen guten Eindruck beim Heimauftakt gegen den VfL Bad Schwartau (19.45 Uhr/Westpress-Arena) bestätigen.

„Wir freuen uns, dass es endlich auch zuhause losgeht“, sagt Kay Rothenpieler. „Und wir wollen die Leistung, die wir in Emsdetten geboten haben, bestätigen, mit der gleichen Einstellung und Leidenschaft zu Werke gehen.“ Der ASV-Trainer weiß aber auch, dass die Aufgabe gegen das Traditionsteam aus Lübeck erneut eine schwere werden wird. „Es gibt keine leichten Gegner in der Liga“, sagt er. „Bad Schwartau hat eine sehr gut eingespielte Mannschaft und mit Toni Podpolinski und Jan Schult zwei starke Akteure im Rückraum.“ Mit Daniel Pankofer ist zudem ein erfahrener und spielstarker Mittelmann dazugekommen. Der 33-Jährige war zuletzt für den HC Erlangen aktiv und schaffte mit dem Team den Aufstieg in die erste Bundesliga.

Doch egal, wer in den Reihen der Gäste auflaufen wird – Rothenpieler hat eine simple Vorgabe an seine eigene Mannschaft. „Wir wollen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken“, sagt er. Was auch bedeutet, dass gerade der starke Rückraum der Gäste unter Kontrolle gebracht werden muss. Der schwächelte zwar zum Auftakt gegen Neuhausen, doch Rothenpieler ist sich sicher, dass dies nicht so bleiben wird. „Am Anfang ist es ja immer so, dass man drei, vier Spiele braucht, um in den Rhythmus zu kommen“, sagt er. „Aber gerade diese Spieler sorgen jedes Jahr in der Liga für Furore – da wird mit Sicherheit Schwerstarbeit auf uns zukommen.“

Entsprechend dürfte auch diese Partie wie so viele andere durch die Abwehrreihen entschieden werden. „Wir müssen hinten sehr kompakt stehen“, fordert Rothenpieler von seinen Akteuren, die genau diese Vorgabe in Emsdetten trotz der 33 Gegentore gut umgesetzt haben. Im Angriff bekommen sie es mit einem Meister seines Fachs auf der Gegenseite zu tun. Denn VfL-Torhüter Dennis Klockmann präsentiert sich derzeit in blendender Form. Schon beim Pokalsieg gegen Henstedt-Ulzburg war er eine Stütze seines Teams, gegen Neuhausen vernagelte der Neuzugang von Eintracht Hildesheim sein Tor mit 20 Paraden und war somit ein Sieggarant. „Schwartau hat sich sehr gut verstärkt“, lobt der ASV-Coach. „Aber wir gehen mit sehr viel Selbstvertrauen ins Spiel – und müssen eine fokussierte Gelassenheit haben, um im richtigen Moment voll da zu sein.“

Ob David Wiencek mitwirken kann, steht allerdings noch nicht fest. Der für Linksaußen vorgesehene Blondschopf musste zuletzt im Training wegen Knieproblemen passen. „Wir wissen nicht genau, ob es reicht“, zeigt sich sein Coach skeptisch. „Da müssen wir kurzfristig entscheiden.“ Sollte Wiencek ausfallen, sieht Rothenpieler Fabian Huesmann in der Pflicht. „Wir sind eine Mannschaft, und jeder wird gebraucht“, bleibt der Coach gelassen. „Mit Markus Fuchs, Sebastian Schneider und Fabian sind ja einige Spieler in Emsdetten nur wenig zum Einsatz gekommen. Und Martin Doldan hat noch gar nicht gespielt. Entsprechend haben wir noch genug Potenzial – aber jeder muss dann auch voll da sein, wenn er gebraucht wird.“ - güna

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