Erst Gummersbach, jetzt Minden

ASV Hamm-Westfalen erneut gegen Erstligist

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Markus Fuchs

HAMM - Gerade einmal zwei Tage hatten die Akteure des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen, um die Anstrengungen der Begegnung gegen den Erstligisten VfL Gummersbach zu verdauen, da kommt bereits das nächste Team aus dem deutschen Oberhaus in die Westpress-Arena. Am Dienstagabend ab 19 Uhr heißt der Gegner GWD Minden.

ASV-Coach Kay Rothenpieler hat vor allem ein Ziel: „Ich hoffe, dass wir uns besser präsentieren werden als gegen den VfL – über 60 Minuten.“ ass die Vergleiche mit den Bundesligisten zu diesem frühen Zeitpunkt der Saisonvorbereitung für seine Mannschaft eigentlich noch ein wenig ungelegen kommen, weiß der Hammer Trainer nur zu genau. Dennoch hat ihm an der Vorstellung beim 26:36 gegen Gummersbach vor allem eines nicht gefallen: „Dass wir den Gegner so nah an unser Tor herankommen lassen haben, hat mir nicht gepasst“, sagt er.

„Generell müssen wir über die Deckung früher Bindung zum Spiel bekommen. Und dafür müssen wir kompakter stehen, brauchen mehr Mut und eine andere Körpersprache. Gummersbach war ja keine Spitzenmannschaft aus der ersten Liga. Die spielen im unteren Drittel – und irgendwann wollen wir ja vielleicht auch dahin.“

Zwar habe seine Mannschaft gut begonnen und bis zur Pause eine ordentliche Vorstellung geboten. Nach dem Wechsel sei sie dann aber nach ein paar leichten Fehlern zu schnell aus der Bahn geraten, habe die Linie verloren und sei entsprechend deutlich in Rückstand geraten. Doch Rothenpieler weiß auch, dass sein neu formiertes Team noch nicht die Sicherheit der Vorsaison aufweisen kann. „Natürlich müssen wir uns erst einmal einspielen“, sagt er. „Die Abwehr muss sich neu stellen, das braucht Zeit, da müssen wir geduldig sein.“

Zumal auch nicht alle Akteure im Vollbesitz ihrer Kräfte sind. So wie Marian Orlowski, der gegen Gummersbach erstmals seit seiner im März erlittenen Daumenverletzung wieder aufgelaufen war. „Marian kann noch nicht wieder richtigen Druck auf den Ball ausüben“, sagt Rothenpieler. „Das braucht einfach Zeit, um so wichtiger, dass er jetzt viel spielt.“ Bei David Wiencek, dessen Einsatz vor der Gummersbach-Partie ebenfalls noch fraglich war, sieht es schon besser aus. Seine Zerrung beeinträchtige den Nachwuchsmann nicht mehr. „Er hat das Spiel gut verkraftet“, atmet der Hammer Trainer auf. „Und auch alle anderen Akteure haben die Partie ohne größere Blessuren überstanden.“

Stimmung und Konzentration seien im Training nach wie vor sehr gut, versichert der Coach weiter. „Aber wir arbeiten jetzt noch relativ viel an der Physis, da sind die Leute noch nicht spritzig.“ Was vor allem Neuzugang Martin Doldan anzumerken ist. „Aber das ist normal, wenn du Leute aus dem Ausland holst“, ist Rothenpieler nicht beunruhigt. „Da prasseln erst einmal sehr viele Eindrücke auf ihn ein. Er spricht die Sprache noch nicht 100-prozentig, ist das harte Training so nicht gewohnt. Da sieht man, dass die Bindung noch nicht da ist, aber er ist ein guter Kreisläufer und wird das hinbekommen.“ Vielleicht wird er schon gegen Minden mehr Einsatzzeit erhalten, denn neben dem verletzten Linksaußen Joscha Ritterbach ist auch der Einsatz von Rechtsaußen Lars Gudat fraglich, der in diesen Tagen Vater wird. „Dann könnte es sein, dass wir vorne viel mit zwei Kreisläufern agieren werden“, so Rothenpieler. Fabian Huesmann und Jan Brosch werden ebenfalls wieder zum Kader gehören. - güna

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