ASV Hamm-Westfalen erwartet den TV Emsdetten

[Foto: Reiner Mroß] Hamm ASV Hamm Westfalen - VFL Eintracht Hagen Matthias Aschenbroich #18 Ondrej Zdrahala

HAMM - Das Feld ist gerichtet, die Westpress-Arena wird einen neuen Zuschauer-Saisonrekord erleben, vielleicht sogar ausverkauft sein. Und entsprechend groß ist die Vorfreude beim ASV Hamm-Westfalen auf das „Derby“ in der 2. Handball-Bundesliga gegen den TV Emsdetten am Samstag (19.15 Uhr/Westpress-Arena).

„Wenn die Halle voll ist, ist das ja immer super für die Mannschaft“, sagt Niels Pfannenschmidt. „Die Stimmung wird dadurch sicherlich noch ein wenig heißer sein – und das passt zum Derby. Da freut man sich drauf.“ Noch am Mittwoch bei der 24:32-Niederlage des TVE gegen den Tabellendritten HSC Coburg 2000 hatte der Hammer Trainer die Gelegenheit genutzt, um die Münsterländer live vor Ort zu beobachten. Die Erkenntnisse, die er gewonnen hat, waren allerdings eher mager. „So viel habe ich aus diesem Spiel nicht mitgenommen“, sagt er. „Aber Emsdetten ist schon eine gute Mannschaft. Das wird ein Ding auf Augenhöhe.“

Schließlich haben die Dettener trotz ihrer finanziellen Probleme vor dem Coburg-Spiel eine ähnlich starke Serie hingelegt wie die Hammer. 9:1 Punkte in Folge fuhr die Mannschaft von Trainer Daniel Kubes ein und kletterte damit bis auf Tabellenplatz fünf. Den sie am Mittwoch allerdings an den ASV verlor.

Das Markenzeichen der Emsdettener, die in der Saison 2013/2014 einen einjährigen Gastauftritt in der ersten Liga hatten, ist unter Kubes ihr extremes Tempospiel geworden. „Das ziehen sie immer durch, egal, wie es gerade steht“, sagt Pfannenschmidt. „Sie werfen aus allen Situationen, und wenn sie dann treffen, kann es unangenehm werden. Wenn nicht, kann es aber auch so wie gegen Coburg laufen.“ Entsprechend ist einmal mehr die eigene Defensivarbeit gefragt. Vornehmlich das Rückzugsverhalten nach Angriffen müsse passen, so der Hammer Trainer. Mit dem früheren Hammer Merten Krings hat Pfannenschmidt zudem einen „Playmaker“ bei den Gästen ausgemacht, der sinnbildlich für die starke zweite Welle des TV Emsdetten steht. „Das macht er richtig gut“, lobt der Coach den Neu-Emsdettener, der zur laufenden Saison von der HG Saarlouis nach Emsdetten gewechselt war.

Während der TVE im Angriff meist sehr erfolgreich agiert, bekommt die Mannschaft auf der anderen Seite relativ viele Gegentore. „Das ist eine richtige Offensivmannschaft“, sagt Pfannenschmidt. „Die werfen viele Tore, kriegen aber auch viele rein. Wenn unsere Abwehr gut steht, dann werden wir unsere Chancen haben.“

Die Tatsache, dass der Rückraumlinke Tobias Rivesjö nicht mehr im TVE-Kader steht (siehe Text links), ist für Pfannenschmidt kein Anzeichen dafür, dass die Gäste nun schwächer geworden sind. „Natürlich ist das ein starker Spieler, aber die Mannschaft hat ja bewiesen, dass sie ohne ihn gewinnen kann.“

Im Hammer Lager gab es zuletzt zwar leichte Probleme bei Marian Orlowski, der sich in Dormagen an einem Zeh verletzt hat, und bei Ondrej Zdrahala, der am Montag nach einem Zusammenprall über Knieprobleme klagte. Beide stehen aber wieder im Training und werden am Samstag auflaufen können, so dass dem Coach der gleiche Kader zur Verfügung steht, wie zuletzt in Dormagen. Fehlen werden weiter die Langzeitverletzten Savvas Savvas und Jan-Lars Gaubatz sowie Fabian Huesmann.

Am Ziel, die eigene stolze Erfolgsserie von aktuell fünf Siegen in Serie bis zur Weihnachtspause um zwei weitere zu verlängern, ändert das aber nichts. „Natürlich besteht bei solch einem Lauf immer die Gefahr, dass eine gewisse Zufriedenheit einkehrt. Aber Emsdetten ist so stark, dass uns das am Samstag nicht passieren wird“, sagt Pfannenschmidt. Wie in den Vorjahren riefen die ASV-Verantwortlichen zur Partie gegen Emsdetten zur Aktion „Rote Wand“ auf – die Fans werden gebeten, rot gekleidet zum Spiel zu kommen.

Die Abendkasse öffnet um 17.45 Uhr, Interessenten werden gebeten, zeitig zu kommen, um einen reibungslosen Verkauf zu gewährleisten.

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