Handball

ASV ist heiß auf den Ligastart

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Michael Lerscht freut ich auf sein Meisterschaftsdebüt als Trainer des ASV Hamm-Westfalen.

Trainer Michael Lerscht gibt  sein Debüt auf der ASV-Bank beim Heimspiel  gegen Emsdetten. Der Coach erklärt, was ihn vor der Premiere beschäftigt.

Hamm - Mehr als 16 Jahre war Michael Lerscht beim TuS Ferndorf – erst als Spieler, später als Trainer. Vor gut drei Monaten begann für ihn eine neue Herausforderung als Trainer des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen. Am Freitagabend  gibt der 36-Jährige sein Ligadebüt beim neuen Klub mit dem Heimderby vor leeren Rängen gegen den TV Emsdetten (19.15 Uhr/Westpress Arena). Diese Themen haben ihn bisher besonders bewegt:

Die Eingewöhnung

 „Wir haben uns als Mannschaft und Trainerteam schon sehr gut angenähert und einen guten Weg gefunden, miteinander zu arbeiten. Man muss einerseits die Charaktere kennen lernen, andererseits gucken, wie die Spieler in den einzelnen Situationen reagieren, dass man so das bestmögliche handballerische Konstrukt für die Jungs bastelt, die sich letztendlich auf dem Feld wohlfühlen müssen. In den letzten Wochen haben wir Automatismen aufgebaut und zugesehen, dass wir die Basis für die Saison legen – unterbrochen durch die eine oder andere Verletzung.“ 

Das Auftaktspiel 

„Das Spiel ist ja besonders für Hamm, da es hier als Derby gilt. Wir sind jetzt zehn Wochen zusammen, ohne dass wir einmal die Arena füllen dürfen oder können. Jetzt gilt es für uns, dieses Spiel mit allem, was wir in uns haben, anzunehmen und mit voller Bereitschaft da zu sein. Die Jungs wurden Anfang März das letzte Mal wirklich auf die Platte gelassen. Jetzt brennt jeder drauf, und jetzt ist auch langsam gut mit Vorbereitung. Jetzt geht es zur Sache.

Die Motivation

 Es ist doch unser Ding. Wir wollen wieder zurück, Handball spielen, um Punkte spielen, um Punkte kämpfen. Es ist viel zu lange her, dass wir das gemacht haben. Und das ist das, worauf wir alle Bock haben. Wir haben uns für diesen Sport entschieden, weil wir ihn alle geil finden und wollen ihn wieder ausüben. Für mich ist der Weg hin zum Pflichtspiel immer gleich. Man fängt an, die Jungs nach und nach zu kitzeln und beginnt einen Spannungsbogen in die Woche hinein zu bekommen. Ich glaube, dass die Jungs selbst am meisten bereit sind und so viele Worte meinerseits sind dann nicht von Nöten.“ 

Die Verletztenliste 

„Merten Krings fällt aus. Der Daumen ist gebrochen, er ist operiert, ihm geht’s gut. Bei allen anderen werden wir es vielleicht erst am Freitag nach dem Aufwärmen wissen. Bei Marian Orlowski mit der Rückenthematik. Unser Ärzte-, Physio- und Ahtletikteam ist dabei, ihn hinzukriegen. Marian gibt Gas, aber wir wissen es aktuell leider nicht. Genauso wie bei Jan von Boenigk (Knöchelverletzung gegen Lemgo, d. Red.). Auch da warten wir ab. Er geht Schritte in der Halle und wir versuchen, ihn ins Training zu integrieren, Aber ob das für ein Punktspiel reicht, das weiß ich einfach nicht.“ Zudem hat sich Rechtsaußen Marten Franke im Training einen Muskelfaserriss zugezogen. Der Linkshänder wird definitiv gegen Emsdetten nicht dabei sein. 

Die Belastung

 „Ich glaube, dass die reine Belastung (36 Saisonspiele, d. Red.) machbar ist für die Jungs, weil es immer mal wieder ein Break gibt. Die erste Periode umfasst sechs Spiele, dann ist Länderspielpause. Dann haben wir ein Wochenende Zeit, um durchzuschnaufen. Rein mental muss man sich schon auf die verschiedenen Rhythmen im Spielplan einstellen. Wir sind im Trainerteam gut aufgestellt, um das mit den Jungs zusammen meistern zu können. Das ist die Aufgabe.“

Die Ziele 

„Für uns zählt erst einmal nur Emsdetten. Für mich persönlich ist das in einem neuen Klub – auch mit den ganzen Rahmenbedingungen – erst einmal schwierig, und ich werde da jetzt auch nicht vorne wegpreschen. Natürlich haben wir uns intern mit der Mannschaft Ziele auferlegt, an denen wir uns intern messen lassen wollen. Sport ohne Ziele, das ist schwierig. Grundsätzlich ist es erst einmal so, dass wir ankommen müssen. Wir müssen Rhythmus aufnehmen, Automatismen in unser Spiel aufnehmen, und die Jungs müssen sich an die Situation gewöhnen. Es geht für sie wieder um Punkte, Woche für Woche. Und die Saison wird noch einige Überraschungen bereit halten.“

Die Fans

 „Wir wissen, dass sich unsere Fans Gedanken machen, sich auf den Start freuen und traurig sind, nicht dabei zu sein. Dass die Leute draußen mitfiebern, muss uns Kraft und Power geben. Schade, dass wir diesen Auftakt ohne unsere Fans im Rücken machen werden. Die Jungs hätten sich das nach dieser Vorbereitung auf jeden Fall verdient.“ Die leeren Ränge „Dass wir ohne Zuschauer spielen, wird tatsächlich erst am Spieltag als Thema präsent sein. Der Cut beim Abbruch der letzten Saison war härter: Erst volle Hütte, dann null. Jetzt konnte man in der Vorbereitung für sich begreiflich machen, dass es auf ein Spiel ohne Zuschauer hinauslaufen kann. Alle haben sich klargemacht, dass das die besondere Situation ist.“ 

Der Gegner

„Emsdetten ist eine körperlich sehr robuste Mannschaft – sowohl vorne als auch hinten. Da rollt viel Physis auf uns zu. Wir müssen bereit sein, gegenzuhalten und das gleichermaßen für uns nutzen – über die Geschwindigkeit und andere Dinge die uns stark machen, zum Beispiel die Deckung im Verbund mit dem Torhüter.“ Die nahe Zukunft „Wir sind doch alle Optimisten. Ein Spiel vor leeren Rängen, dann hat sich das. Im nächsten Heimspiel gegen Gummersbach spielen wir wieder vor Fans.“

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