Handball

ASV: Beste Aussichten auf einen "geilen Dezember"

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Markus Fuchs

Der fulminante Auswärtssieg beim TuS N-Lübbecke und die schwächelnde Konkurrenz haben es möglich gemacht, dass die Spieler des ASV Hamm-Westfalen derzeit jeden Morgen mit leuchtenden Augen auf die Tabelle der 2. Handball-Bundesliga gucken können. Nach 14 absolvierten Partien in der Liga ist das Team von Trainer Kay Rothenpieler zwar noch auf Rang drei – der Rückstand auf den zum Aufstieg in die 1. Liga berechtigenden Rang zwei hat sich aber bei Punktgleichheit mit Tusem Essen auf ein Tor verringert.

Hamm – Und für den ASV könnte es in den kommenden Wochen noch besser kommen. Drei Heimspiele und nur eines auswärts stehen für die Hammer bis zur WM-Pause Ende des Monats an, beginnend mit der Partie am Samstag gegen den TSV Bayer Dormagen (19.15 Uhr/Westpress Arena). Eine Chance, um sich in der Tabelle an der Spitze festzubeißen. „Lasst uns einen geilen Dezember spielen“, fordert Rothenpieler daher vom Team.

Der Plan dazu ist geschrieben, die Mannschaft bereit. Allerdings sind auch die Gegner keine Laufkundschaft. Nach Dormagen muss das Team noch einmal auswärts beim TV Hüttenberg bestehen, dann folgen die Heimaufgaben gegen die SG BBM Bietigheim am 2. Weihnachtstag und zum Jahresabschluss in der Dortmunder Westfalenhalle gegen den VfL Gummersbach. „Klar ist das in der Kabine ein Thema, jeder kann die Tabelle lesen“, sagt Rothenpieler. „Diese Situation, in die wir uns gespielt haben, ist schön und macht uns stolz. Das darf die Mannschaft aber trotzdem nicht zu sehr ablenken. Denn wir müssen einen Schritt nach dem anderen machen, sonst kann es auch schnell wieder vorbei sein.“

Auf ein wenig Euphorie im Umfeld hofft der Trainer aber schon. Denn bereits mit Dormagen stellt sich am Samstag ein Gegner vor, der eine ganz starke Saison spielt und daher nur schwer zu bezwingen sein wird. „Dormagen deckt sehr aggressiv, hat zwei gute osteuropäische Rückraumschützen dazu bekommen“, weiß Rothenpieler. „Das ist ein unbequemer Gegner, der einen sehr schnellen Handball spielt.“

Durch Erfolg in Lübbecke beflügelt

Beflügelt durch den Erfolg in Lübbecke blickt der ASV-Coach auf eine Trainingswoche zurück, in der die Stimmung prächtig war, die allerdings auch durch einige erkältungsbedingte Ausfälle getrübt wurde. Kapitän Jakob Schwabe und der Rückraumlinke Ivar Stavast mussten zum Wochenbeginn pausieren, sind mittlerweile aber wieder im Training. Und Markus Fuchs, der sich bei einer Abwehraktion in Lübbecke Mitte der zweiten Halbzeit einen Cut über dem Auge zugezogen hatte, fehlte ebenfalls in den ersten Einheiten. „Mittlerweile sind die Fäden aber gezogen“, gibt der Trainer Entwarnung. „Auch er hat schon wieder trainiert.“

Aufgrund des gut gefüllten Kaders überlegt Rothenpieler sogar, Rechtsaußen Jan Pretzewofsky an die zweite Mannschaft abzustellen, die zeitgleich in der Oberliga beim TuS Möllbergen antreten muss: „Aber da ist noch keine Entscheidung gefallen“, betont er.

In den Einheiten hat die Mannschaft weiter daran gefeilt, das eigene Gegenstoßspiel zu verbessern. „An der ersten und zweiten Welle haben wir bereits viel gearbeitet“, sagt der Coach. „Das wollen wir noch verfeinern.“

Weitere Komponenten, die es gegen die mit 16:12 Punkten nur vier Zähler hinter den Hammern lauernden Dormagener abzurufen gilt, sind ein konzentriertes Abwehrverhalten und eine gute Torhüterleistung. „Und natürlich brauchen wir die Unterstützung unserer Fans“, hofft Rothenpieler auf eine volle Halle gegen die Rheinländer – um den „geilen Dezember“ optimal einzuläuten.

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