ASV Hamm-Westfalen erwartet TSV Altenholz

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Lars Gudat hat seinen Vertrag beim ASV vorzeitig bis 2016 verlängert.

HAMM - 60 Minuten trennen die Handballer des ASV Hamm-Westfalen noch vom ersehnten Sommerurlaub. 60 Minuten, „in denen wir noch einmal richtig Gas geben wollen“, verspricht ASV-Coach Kay Rothenpieler. Schließlich will sich die Mannschaft mit einem positiven Eindruck von ihren Zuschauern in die Pause verabschieden. Und dafür muss ein Sieg gegen den TSV Altenholz her.

Zum ungewohnten Spieltermin – am Sonntag um 17 Uhr – empfangen die Hammer das Tabellenschlusslicht der 2. Handball-Bundesliga. Eine Partie, deren sportlicher Wert sich in Grenzen hält, haben doch die Gäste bereits im Februar verkündet, keine Lizenz mehr für die 2. Liga beantragen und in der kommenden Saison eine Klasse tiefer antreten zu wollen. Und auch die Hammer sind als Tabellenzehnter in keine wichtigen Entscheidungen des deutschen Handball-Unterhauses mehr eingebunden.

Dennoch ist sich Rothenpieler sicher, dass seine Spieler noch den sportlichen Ehrgeiz besitzen, um sich mit einer guten Leistung von ihren Fans zu verabschieden – zumal es ja für einige Akteure auch der letzte Auftritt im ASV-Trikot sein wird. Denn mit Felix Storbeck (DHfK Leipzig), Matthias Struck (Eintracht Hildesheim) und Andreas Simon (Ziel unbekannt) werden drei Spieler den Verein verlassen, die das Gesicht des Hammer Zweitligisten in den vergangenen Jahren mit geprägt haben. „Da will sich natürlich jeder noch einmal von seiner besten Seite zeigen“, sagt Rothenpieler, der versichert, dass sich die Aktiven nach der Begegnung noch zu den Fans im Forum gesellen werden, um sich bei einem Bier zu verabschieden. Die Vorbereitung auf das Match ist nicht ganz nach den Wünschen des Hammer Trainers verlaufen, gab es doch einige Widrigkeiten. So hat Sebastian Schneider Rückenprobleme. Ob er eingesetzt werden kann, „werden wir erst kurz vor dem Spiel entscheiden“, kann Rothenpieler nicht fest mit dem Rückraumakteur planen. Julian Possehl wird am Sonntag ebenfalls ausfallen, weil er mit seinem Noch-Klub TBV Lemgo zeitgleich das Abschiedsspiel für den früheren Nationalspieler Florian Kehrmann bestreiten wird. „Dafür werden Markus Fuchs und David Wiencek dabei sein“, sagt der Hammer Coach. Beide haben zuletzt allerdings nicht mit den Hammern trainiert, weil sie von ihren Heimatvereinen angefordert worden sind und am Samstag dort noch ein letztes Mal zum Einsatz kommen sollen. Eike Jungemann aus der zweiten Mannschaft, der in den vergangenen beiden Partien auf der Bank saß, aber nicht zum Einsatz kam, wird dieses Mal nicht dabei sein – weil er ohne gültigen Bundesligapass nicht öfter als zweimal auf dem Spielberichtsbogen eingetragen werden darf.

„Wir freuen uns auf dieses letzte Spiel“, versichert Rothenpieler. „Auch weil wir nach Hüttenberg noch etwas gutzumachen haben.“ Gegen den abstiegsbedrohten TVH unterlag der ASV in eigener Halle zuletzt mit 30:32. Gewarnt sind die Hammer zusätzlich durch die Tatsache, dass die Gäste nach vielen nur knapp verlorenen Begegnungen zuletzt mit dem 32:29 gegen Rostock ihren vierten Saisonsieg eingefahren haben. „Die verkaufen sich gut – da müssen wir schon alles in die Waagschale werfen“, weiß Rothenpieler. „Aber wenn wir die richtige Einstellung an den Tag legen werden, dann sind wir klarer Favorit.“ - güna

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