Lizenz ohne Auflagen für den ASV Hamm-Westfalen

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Franz Dressel

HAMM - Den Telefonanruf von Holger Kaiser hatte Franz Dressel, Geschäftsführer des Handball-Zweitigisten ASV Hamm-Westfalen, bereits erwartet. Und die Nachricht, die der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL) ihm übermittelte, irgendwie auch: „Wir bekommen die Lizenz für die neue Saison“, sagte Dressel und fügte einen entscheidenden Nachsatz an. „Und das ohne Auflagen.“

Drei Jahre lang hatte der ASV nach dem Fast-Kollaps mit der HSG Ahlen-Hamm an den Nachwehen der Sportgemeinschaft zu leiden gehabt, hatte von der HBL eine regelmäßige Meldepflicht zur Auflage bekommen. Die Verbindlichkeiten sind zwar immer noch vorhanden, „aber wir haben dargelegt, wie wir diese tilgen und ablösen werden. Das hat der Lizensierungskommission ausgereicht, um uns die Lizenz ohne Bedingungen zu erteilen“, freut sich Dressel, der in diesem Vertrauensbeweis auch eine „Bestätigung dafür sieht, dass unser eingeschlagener Weg der Konsolidierung genau der richtige ist. “

Durch die erteilte Lizenz spürt der ASV-Geschäftsführer auch „einen Auftrieb, um in den kommenden Jahren den Hammer Handball im Profiberich anzusiedeln, der auch ein positives Zeichen für die Sponsoren sei, „dass es Sinn macht, uns weiter zu unterstützen“.

Zwar habe der Verein nach dem HSG-Aus kontinuierlich abspecken müssen, doch auch der im sportlichen Bereich eingeschlagene Weg – weg von der Verpflichtung etablierter Ex-Bundesligaspieler hin zu jungen, hungrigen Talenten – sei genau der richtige gewesen. „Wir hatten in den vergangenen Jahren finanziell sicherlich einen harten, steinigen Weg zu gehen, aber sportlich hat uns das nicht zurückgeworfen, wie auch diese Saison zeigt.“

Erfreulich, dass auch alle anderen Zweitligisten – mit Ausnahme der bereits während der Saison ausgeschiedenen HSG Tarp-Wanderup und des TSV Altenholz, der sich bekanntlich freiwillig aus der 2. Liga zurückzieht – die Lizenz, wenn auch teilweise unter Auflagen, erhalten haben, ebenso wie die Mannschaften aus den dritten Ligen, die anders als noch im Vorjahr den Aufstieg anstreben. „Das ist sicher auch ein Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen der HBL und den Vereinen“, glaubt Dressel. „Durch die enge Kommunikation ist es möglich, Fehlentwicklungen frühzeitig auffangen zu können.“

Die Planung für die neue Saison haben die Hammer bereits so gut wie beendet. Fest steht mittlerweile auch, dass der Verein zusätzlich zu den Verpflichtungen der momentan noch mit einem Zweitspielrecht ausgestatteten Markus Fuchs, Julian Possehl und David Wiencek sowie Torhüter Dennis Doden noch einen weiteren Neuzugang unter Vertrag nehmen wird. „Genaueres dazu kann ich noch nicht sagen“, hält sich ASV-Coach Kay Rothenpieler zurück. Erst in der kommenden Woche könne der Neue präsentiert werden. - güna

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