West-Derby und letztes Heimspiel

Rothenpieler will gegen Tusem "Chance auf Rang drei wahren"

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Angeschlagen, aber einsatzbereit: Sören Südmeier wird gegen Essen für den ASV auflaufen.

Sportlich sind die Entscheidungen in der 2. Handball-Bundesliga – zumindest, was das Aufstiegsrennen angeht – gefallen. Für die Spieler des ASV Hamm-Westfalen dürfte das West-Derby am Samstag (18 Uhr/Westpress-Arena) gegen Tusem Essen trotzdem noch einmal sehr emotional werden.

Hamm – Die Wahrscheinlichkeit, dass auf dem Spielfeld der Hammer Arena nach Spielschluss die eine oder andere Träne verdrückt wird, ist relativ groß. „Ich habe extra noch ein neues Lied ausgesucht“, sagt ASV-Geschäftsführer Franz Dressel, der die Aufgabe haben wird, die scheidenden Spieler zu verabschieden. 

„Eins, bei dem es noch einmal emotional werden wird.“ Bevor die ASV-Spieler mit den Fans in den Feiermodus übergehen werden, stehen allerdings noch einmal 60 Kraft raubende Minuten im West-Derby an. „Das letzte Heimspiel ist immer etwas Besonderes“, ist für ASV-Trainer Kay Rothenpieler ohnehin noch kein Urlaub angesagt. 

ASV im Fernduell mit Coburg um Platz drei

„Wir wollen uns mit einem richtig guten Spiel von unseren Fans verabschieden. Und danach haben wir ja noch die letzte Begegnung in Lübeck.“ Im Fernduell mit dem punktgleichen HSC Coburg 2000 um Platz drei streben die Hammer daher aus diesen beiden Partien noch einmal vier Punkte an, ehe auch sie endgültig in die verdiente Pause gehen. 

Ein ambitioniertes Ziel, denn die Gegner gehören beide zu den stärkeren in der Liga. „Wir wollen gegen Tusem unbedingt unsere Chance auf Rang drei wahren“, sagt Rothenpieler, dem das Videostudium nicht unbedingt neue Erkenntnisse, dafür aber die Bestätigung gebracht hat, dass Essen über „einen ausgeglichenen Kader verfügt. Das ist eine gute Mannschaft, gegen die es immer enge Spiele gibt. Die dürfen wir nicht ins Spiel kommen lassen, müssen kontrolliert decken und brauchen gute Torhüter.“

"Unsere Spielweise hat sich im Vergleich zum Hinspiel geändert"

Zum Albtraum der Hammer wurde im Hinspiel Essens Tom Skroblien, der mit zwölf Treffern den knappen 33:31-Erfolg des ASV in Gefahr gebracht hat. Dass er dieses mal zu einer ähnlichen Gefahr werden könnte, glaubt Rothenpieler nicht. „Er hat damals viele Tore von Außen gemacht“, erinnert sich der Coach. „Aber generell hat sich unsere Spielweise im Vergleich zum Hinspiel geändert. Wir decken in der Rückserie viel offensiver. Es wird nicht so viel Raum auf dieser Position geben. Und wenn doch, ist es mir egal, solange wir am Ende gewinnen.“ 

Im eigenen Lager hat sich seit dem überragenden Erfolg in Coburg am vergangenen Spieltag nicht viel geändert. Oliver Milde (Bänderriss im Knöchel) wird weiterhin kein Thema sein. „Daran ist auf gar keinen Fall zu denken“, sagt Rothenpieler. „Wir werden im linken Rückraum mit Markus Fuchs und David Spiekermann spielen. Vielleicht klappt es für Oli in Lübeck.“ Auch Sören Südmeier ist weiterhin nicht zu 100 Prozent fit, laboriert an einer Adduktorenverletzung. Sein Einsatz wird sich ähnlich gestalten wie zuletzt in Coburg. 

Sören Südmeier beißt sich durch

„Er trainiert mal, dann braucht er wieder eine Pause. Er schleppt sich jetzt durch die letzten Spiele und stellt sich in den Dienst der Mannschaft“, sagt Rothenpieler, der weiß, dass sein Spielmacher eigentlich eine Pause über mehrere Wochen bräuchte. „Das will er aber nicht, und für die Mannschaft ist es wichtig, dass er noch dabei ist.“ 

Gegen die robuste und eher defensive Essener Abwehr „müssen wir im Rückraum eine gute Wurfquoten haben“, ist sich der Coach sicher. „Im Hinspiel waren Mex Raguse und Stefan Lex überragend. Wenn wir diese Durchschlagskraft nicht auf die Platte bringen, dann wird es schwer.“ 

Raguse ist zwar nicht mehr dabei, aber die anderen haben zuletzt bewiesen, dass sie auch gegen starke Abwehrreihen gute Lösungen finden. Mit der richtigen Einstellung und Mentalität – damit die Emotionen nach dem Spiel in vollen Zügen ausgelebt werden können.

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