ASV empfängt Schlusslicht Tarp Wanderup

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Kann voraussichtlich am Samstag wieder spielen: ASV-Torhüter Felix Storbeck.

HAMM -  Wer kurz vor Weihnachten auf die Idee kommen sollte, sein Taschengeld mit einer Wette auf einen Sieg der HSG Tarp Wanderup beim ASV Hamm-Westfalen in der Westpress-Arena zu setzen (Samstag/19 Uhr), könnte im Falle einer Hammer Niederlage sicher viel Geld verdienen. Dass dieser Fall auch tatsächlich eintrifft, wollen die Hammer allerdings mit allen Mitteln verhindern.

Schließlich ist der jüngste Dämpfer, den die Mannschaft von ASV-Trainer Kay Rothenpieler hinnehmen musste, noch sehr frisch. Das 25:29 beim wiedererstarkten Ex-Bundesligisten TV Hüttenberg mit einer katastrophalen ersten Halbzeit hat zu deutlich aufgezeigt, dass die Hammer nur mit einer konzentrierten und engagierten Leistung über 60 Minuten in der 2. Handball-Bundesliga am Ende auch Erfolge sammeln können. „Ich war etwas enttäuscht vom Auftritt der Mannschaft in der ersten Halbzeit“, sagt Rothenpieler. „Dass man verlieren kann, ist klar. Aber so darf man sich nicht präsentieren.“

Um so wichtiger war es dem Trainer, die Mannschaft nach der enttäuschenden Vorstellung in Hüttenberg noch einmal auf das Wesentliche ihrer Aufgaben zu fokussieren, bevor er sie in die verdiente Winterpause entlassen wird. Das machte er in der Nachlese zum Hüttenberg-Auftritt klar. „Die Spieler waren sehr einsichtig“, sagt er. „Ich denke, dass wir am Samstag anders auftreten werden Wir haben ein Heimspiel, müssen uns auf unsere Stärken besinnen und diese zwei Punkte einfahren.“

Damit auch wirklich nichts schief geht und alle die Feiertage unbeschwert genießen können, setzte Rothenpieler zudem eine zusätzliche, zweite Übungseinheit für den Donnerstag an. „Das sollte aber kein Straftraining sein“, versicherte der Coach. „Wir haben nur einige taktische Dinge, die wir zuletzt nicht gut gelöst haben, noch einmal vertieft, um vorbereitet ins Spiel gegen Tarp zu gehen. Und die Jungs haben ordentlich mitgezogen – alle wissen, worum es geht.“

Einer der wenigen, die am Mittwoch in Hüttenberg einen guten Eindruck hinterlassen haben, ist Blitz-Neuzugang David Wienczek. Dem Mittelmann, der für den ASV mit einem Zweitspielrecht vom Drittligateam des Bundesligisten TBV Lemgo ausgestattet worden ist, stellte Rothenpieler ein gutes Zeugnis für seinen Kurzauftritt aus. „Er hatte gute Ansätze, hat viele Situationen gut gelöst“, lobt der Trainer den 20-jährigen Bruder von Nationalmannschafts-Kreisläufer Patrick Wienczek. „Aber natürlich ist er noch jung, muss sich an die Mannschaft gewöhnen.“ Nicht zuletzt, weil Wienczek in Hüttenberg zu überzeugen wusste, verspricht Rothenpieler seinem Neuzugang für das Tarp-Spiel noch mehr Einsatzzeit, allein schon, „um Ondrej Zdrahala zu entlasten. Ich hoffe, dass er dann auch zuhause locker ist.“

Ob Felix Storbeck heute wieder auflaufen kann, ist dagegen noch nicht ganz sicher. Der Junioren-Nationalkeeper war am Dienstag im Abschlusstraining vor dem Hüttenberg-Spiel im Training umgeknickt und war mit Verdacht auf Bänderriss in der Partie beim TVH zum Zuschauen verurteilt. Doch mittlerweile hat sich sein Zustand gravierend verbessert. So sehr, dass die Verantwortlichen davon Abstand genommen haben, eine MRT-Untersuchung vornehmen zu lassen- „Er wird im Abschlusstraining probieren, ob es geht“, sagt Rothenpieler. „Und wenn alles normal ist, wird er auch dabei sein.“

So fehlen im Hammer Kader nur die langzeitverletzten Sebastian Schneider und Marian Orlowski. Die anderen dürften genügend Motivation mitbringen, um dem Liga-Schlusslicht nicht ein ungewolltes Weihnachtsgeschenk zu machen. - güna

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