ASV Hamm-Westfalen empfängt Nordhorn

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Julian Possehl

Hamm - Den ersten Akt der englischen Woche beendeten die Zweitliga-Handballer des ASV Hamm-Westfalen mit einem knappen, aber verdienten 25:23-Erfolg in Saarlouis. Nun wollen sie im zweiten auch in eigener Halle punkten. Gegen die HSG Nordhorn-Lingen will das Team am Mittwoch (19.15 Uhr/Westpress-Arena) den dritten Heimsieg feiern, seine magere 5:9-Heimbilanz damit aufpolieren und sich so in der oberen Tabellenhälfte festsetzen.

Dass der Rückstand auf den dritten Rang, den derzeit der HSC 2000 Coburg innehat, für die Hammer trotz der bislang durchwachenen Saison bei nur vier Zählern liegt, blendet der ASV-Trainer derzeit aus. „Da habe ich mittlerweile aufgehört, zu rechnen“, sagt Niels Pfannenschmidt. „Wir gucken nur noch von Spiel zu Spiel, müssen einfach unsere Hausaufgaben erledigen – sprich einen Heimsieg einfahren.“

Denn große Lust darauf, den weiteren Verlauf der Saison im Niemandsland zu verbringen, verspürt bei den Hammern niemand. „Die Mannschaft hat sich intern Ziele erarbeitet, gesagt, wo sie bis zur Winterpause stehen will“, sagt Pfannenschmidt, ohne ins Detail gehen zu wollen. „Und vor sich hin dümpeln will keiner bei uns – der Blick geht nach oben.“

Dass es – wie in fast jeder Begegnung der 2. Liga – auch gegen die HSG Nordhorn-Lingen wieder eine ganz enge Partie werden dürfte, steht für den Hammer Trainer fest. Schließlich verfügen die Emsländer über eine Mannschaft, die seit Jahren konstant in der Spitzengruppe der Liga mitspielt, auch wenn es aktuell nicht ganz so gut läuft für das Team von Trainer Heiner Bültmann. Mit 13:13 Zählern ist die HSG – nach zuletzt nur einem Sieg aus vier Spielen – aktuell Zwölfter der Tabelle, einen Punkt hinter den Hammern. Allerdings hatten es die Nordlichter dabei auch mit hochkarätigen Gegnern wie Minden (23:23), Aue (21:25), und zuletzt Friesenheim (23:26) zu tun. Kein Grund daher für den ASV-Trainer, seine Mannschaft im Vorteil zu sehen. „Es ist eigentlich bei fast jedem Spiel das Gleiche“, sagt Pfannenschmidt. „Es geht wieder gegen einen direkten Konkurrenten. schwächeln wir ein bisschen, werden wir verlieren. Kriegen wir es gut hin, gewinnen wir.“

Aus dem eigenen Erfolg in Saarlouis hat die Mannschaft zumindest – mit Ausnahme der Schwächeperiode im zweiten Durchgang – viele positive Aspekte mitgenommen. So etwa die starke Leistung von Marian Orlowski, der erstmals nach seiner langen, durch seinen zweiten Kreuzbandriss bedingten, Leidenszeit erstmals wieder an seine besten Zeiten erinnerte und mit sieben Treffern den zuletzt krankenden Hammer Rückraum reanimierte. Dass sein Coach ihn dennoch einige Verschnaufpausen gönnte, ist der Vorsicht geschuldet, ihn nicht überbelasten zu wollen. „Die Belastung werden wir so peu à peu bei Marian steigern“, will der Coach seinen Rückraum-Shooter weiter vorsichtig aufbauen. „Außerdem muss ich zwischendurch auch Savvas Savvas bringen – das habe ich in der ersten Halbzeit in Saarlouis verpasst. Und in der Schlussphase wollte ich ihn dann auch nicht mehr einsetzen. Da muss ich die Spielzeiten besser verteilen.“

Dennoch: Auch gegen Nordhorn ist der ASV-Rückraum in der Pflicht, wenn es am Ende zu einem Sieg reichen soll, auch „wenn das ein ganz anderes Spiel wird“; wie Pfannenschmidt ankündigt. „Nordhorn verfügt über eine sehr starke Deckung mit einem kompakten Innenblock. Knackpunkt wird daher sein, wer besser in die Partie hereinfindet. Und dafür brauchen wir auch wieder selbst eine gute Deckung – und unbedingt unsere wichtigen Gegenstoßtore.“

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