Handball

ASV bereitet sich auf einen heißen Tanz vor

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Jan Brosch ist beim ASV am Kreis gefordert, soll aber durch André Kropp entlastet werden.

Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen steht am Sonntag um 17 Uhr  gleich im ersten Spiel nach der Winterpause beim HC Elbflorenz in Dresden vor einer hohen Hürde.

Hamm – Dem gebrauchten Tag zur Generalprobe soll ein glanzvoller zum Start nach der Winterpause in die Meisterschaft folgen. Die Aufgabe, die für Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen beim HC Elbflorenz 2006 in der Dresdener BallSport Arena wartet (Sonntag/17 Uhr), birgt allerdings ihre Tücken. 

„Dresden ist gerade zu Hause sehr emotional, spielt eine aggressive Deckung und wird von seinem Publikum frenetisch nach vorne getrieben“, weiß ASV-Coach Kay Rothenpieler um die Gefahren, die die Partie beim Liga-15. bietet. „Das ist keine schlechte Mannschaft.“

Bei seinem eigenen Team galt es am Donnerstag erst einmal, die schwache Vorstellung aus der Partie gegen Erstligist GWD Minden vom Mittwoch (27:38) aufzuarbeiten. Dafür hatte der Coach eigens den ursprünglich freien Tag gestrichen.

 „Dieser Test hat uns nicht viel gebracht, daraus können wir für die Zukunft nicht viel mitnehmen“, sagte Rothenpieler, nachdem der erste Ärger des Vortags verflogen war. „Außer, dass wir es in Dresden um einiges besser machen müssen. Aber es war auch jeder im Team selbstkritisch genug, um zu wissen, dass wir am Sonntag anders auftreten müssen. Ich kann mal einen schlechten Tag haben, aber die Basics wie Leidenschaft und Körpersprache müssen auch in einem solchen Test einfach vorhanden sein.“ 

Ein persönliches Erfolgserlebnis

Genau zehn Minuten lang ging es gegen Minden halbwegs gut, dann zeigte der Erstligist den Hammern in Sachen Einsatz, Konzentration und Professionalität, mit welcher Seriosität solch ein Test angegangen werden kann, „und wir sind völlig auseinander gebrochen“, beanstandete Rothenpieler. „Was sehr schade ist, denn wir wollten dieses Spiel auch dazu nutzen, um André Kropp ein wenig ins Mannschaftsgefüge einzubinden.“ 

Der Start für den Kreisläufer, der kurzfristig für den an der Schulter verletzten Hammer Kapitän Jakob Schwabe verpflichtet worden war, verlief entsprechend unglücklich. Nach gut 20 Minuten kam er erstmals in die Partie, als Jan Brosch eine Zeitstrafe verbüßte. Dann war er im zweiten Durchgang noch einmal auf dem Feld – und durfte zumindest ein persönliches Erfolgserlebnis feiern, als er seine ersten Treffer für sein neues Team erzielte.

Trainer fordert volle Konzentration

Neben dem verletzten Kapitän werden auch Ivar Stavast (siehe Kasten) und Vyron Papadopoulos in Dresden nicht dabei sein. Der wiseselflinke Linksaußen kuriert noch die Folgen eines hartnäckigen Grippe-Virus aus, der ihn vier Wochen lang flach gelegt hat. „Ich muss erst wieder langsam Kondition aufbauen“, sagte der Grieche, der hofft, am Montag wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen. „Ob es dann für das erste Heimspiel gegen die HSG Konstanz reichen wird, kann ich noch nicht sagen.“ 

Unabhängig von den Ausfällen fordert Rothenpieler vom Team, „die volle Konzentration auf das Dresden-Spiel zu legen“. Zumal die Gastgeber aufgrund der Vorkommnisse des letzten Hammer Gastspiels zusätzlich motiviert sein dürften, als die Partie nach 16 Minuten beim Spielstand von 6:6 abgebrochen werden musste, weil der Hallenboden zu glatt war. Die Punkte wurden später dem ASV zugesprochen. „Ich glaube nicht, dass man die Schuld dafür bei uns suchen darf – es gibt Regeln, und wir haben es nicht abgebrochen“, sagt Rothenpieler, der aber trotzdem damit rechnet, dass das „eine Rolle spielen kann.

Als Tabellenzweiter der Gejagte

Aber generell weist Dresden zuhause eine andere Körpersprache auf als auswärts – das wird ein heißer Tanz, darauf müssen wir vorbereitet sein.“ Mit Torhüter Mario Huhnstock sowie Linkshänder Mindaugas Dumcius, Marc Pechstein oder Gabor Pulay verfügt der HC Elbflorenz zudem über sehr gute Spieler, die zum einen wurfgewaltig und zum anderen sehr beweglich auf der Platte sind. Und: „Wir sind als Tabellenzweiter die Gejagten“, weiß Rothenpieler. „Jeder will uns ein Bein stellen. Daher müssen wir immer ein bisschen mehr machen als der Gegner.“ 

Um ausgeruht in die Partie gehen zu können, macht sich der ASV-Tross schon am Samstagmorgen nach einer letzten Trainingseinheit in eigener Halle auf den Weg. „Wir werden in Leipzig übernachten, um am Sonntag nicht mehr so eine lange Anfahrt zu haben“, so der Coach, „Nach dem Mittagessen geht es dann weiter nach Dresden.“ Dort gibt es den üblichen Spaziergang – vor dem Spiel, wohl gemerkt.

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