Abschied zum ASV-Saisonkehraus - auch für Kay Rothenpieler

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Franz Dressel (links) und Kay Rothenpieler.

HAMM - Wenn am Freitag die Akteure des ASV Hamm-Westfalen zu ihrem letzten Heimspiel der laufenden Saison in der 2. Handball-Bundesliga gegen den EHV Aue in die Westpress Arena einlaufen werden, dürfte manch einer auf Seiten der Gastgeber einen dicken Kloß im Hals haben.

Denn traditionell bedeutet der letzte Auftritt einer Saison vor eigenem Publikum auch Abschied zu nehmen. Und neben den Spielern, die den ASV verlassen werden, dürfte es in diesem Jahr ganz besonders Kay Rothenpieler ein wenig schwer ums Herz werden. 14 Jahre lang war der frühere Nationalspieler mit zwei kurzen Unterbrechungen für das sportliche Geschehen der Hammer auf der Platte verantwortlich. Am Ende der Saison – also nach der Partie in Coburg am 7. Juni – wird er diesen Platz für den neuen ASV-Coach Niels Pfannenschmidt räumen und sich künftig ganz auf seine Manager-Tätigkeit für den Verein konzentrieren.

Anlass genug für Franz Dressel, um die Verdienste seines langjährigen Weggefährten in Sachen ASV Hamm hervorzuheben. „Es gilt für uns, Kays überragende Leistung für den Verein zu würdigen“, sagt der Geschäftsführer des Zweitligisten. „In der 111-jährigen Vereinsgeschichte ist er unser erfolgreichster Trainer aller Zeiten.“ Zwar werde der Coach sicher nicht auf Schultern durch die Halle getragen werden, doch ganz ohne Emotionen wird es nicht abgehen, verspricht Dressel. „Er ist ja nicht weg“, sagt der Geschäftsführer. „Aber 14 Jahre Zusammenarbeit – das gibt es nicht so ganz häufig im Sport. Kay hat bewiesen, dass man auch über so einen langen Zeitraum immer wieder Erfolge mit der Mannschaft erreichen kann.“

Mit Rothenpieler, der es selbst als Rechtsaußen bis in die Nationalmannschaft gebracht hat und 2001 vom Oberligisten Soester TV auf die ASV-Trainerbank wechselte, gelang den Hammern zunächst 2005 der Aufstieg in die 2. Bundesliga und in der Saison 2009/2010 schließlich in das deutsche Handball-Oberhaus. Zweimal kehrte er nach Kurzauftritten von Jens Pfänder (2010) und Maik Machulla (2011) auf die ASV-Trainerbank zurück.

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