Handball

ASV bangt vor der Partie in Eisenach um Merten Krings

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Einsatz fraglich: Merten Krings.

Druck? Ja. Aber positiv! Die Erfolgsserie zum Saisonstart in der 2. Handball-Bundesliga beginnt den Spielern und Verantwortlichen des ASV Hamm-Westfalen Spaß zu machen – gegen eine Verlängerung in der Partie beim Aufsteiger ThSV Eisenach am Samstag (19.30 Uhr) hätte im Hammer Lager jedenfalls niemand etwas.

Hamm – Schon nach dem ersten Click auf die Homepage des ThSV Eisenach ist dem User klar, was den ASV Hamm-Westfalen am Samstag in der Partie beim ThSV Eisenach (19.30 Uhr) erwartet: „Vielleicht gelingt es uns, dem Tabellenführer die erste Niederlage beizubringen“, wird da Eisenach-Trainer Sead Hasanefendic zitiert. Das Vorgeplänkel für die Partie des sechsten Spieltags in der 2. Handball-Bundesliga ist eröffnet.

Der Trainerfuchs des ThSV weiß genau, wo die Linie zwischen Ansporn und Übermotivation, zwischen Understatement und Selbstüberschätzung zu ziehen ist. Unter dem Strich bleibt aber immer noch die Aussage: Wir haben keine Angst und sind heiß darauf, für eine Überraschung zu sorgen.

Dass sich sein Team, solange es an der Spitze steht, in allen Hallen der 2. Bundesliga darauf einstellen muss, der Gejagte zu sein, gegen den jede Mannschaft bis in die Haarspitzen motiviert sein wird, kommt für Kay Rothenpieler nicht überraschend. „Das haben wir uns ja erarbeitet“, sagt der ASV-Coach, der die Zahl der Spiele, in denen seine Mannschaft ungeschlagen ist, gerne möglichst weit ausbauen würde. „Uns ist natürlich bewusst, dass wir aktuell als Spitzenreiter vorgestellt und dementsprechend auch auf dem Spielfeld so behandelt werden. Doch mit dieser Situation können wir umgehen.“

Gelungener Saisonstart für den ThSV

Der Zweitliga-Rückkehrer aus Eisenach ist eine dieser Mannschaften, die zum breiten Mittelfeld der Liga gehören, die vielleicht über die gesamte Saison hinweg gesehen nicht ganz oben in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen können, die aber an einem Spieltag punktuell immer für eine Überraschung gut sind. 5:5 Zähler hat das Team von Hasanefendic in den ersten fünf Begegnungen seit dem Wiederaufstieg erarbeitet – und vor allem das 25:25 zuletzt bei Erstliga-Absteiger SG BBM Bietigheim brachte den Wartburg-ern Respekt im Hammer Lager ein – zumal das Team fünf Minuten vor dem Ende noch mit zwei Treffern führte und der Trainer daher nicht ganz zufrieden mit der Ausbeute war. „Eisenach macht das richtig gut“, lobt Rothenpieler den Aufsteiger. „Es ist zu sehen, dass die Mannschaft von Mal zu Mal eingespielter wirkt und in der 2. Liga angekommen ist.“ 

Die weiteren Ergebnisse – ein hauchdünner 27:26-Erfolg gegen Mitaufsteiger Konstanz, ein deutliches 30:25 gegen Hüttenberg, eine klare Niederlage in Dormagen (24:34) und eine knappe in Dresden (26:28) – zeigen, dass die Stärken der Mannschaft in eigener Halle liegen. Die 4:0-Bilanz ist makellos und entsprechend genau die richtige Herausforderung für einen Tabellenführer.

Hasanefendic ist dafür bekannt, dass er oft ins Spielgeschehen eingreift. „Der wird uns immer wieder vor andere Aufgaben stellen, da müssen wir vorbereitet sein“, weiß Rothenpieler. „Und es wird emotional werden – wie immer dort.“

Bangen um Krings

Einige Varianten, die während der 60 Minuten auf sie zukommen können, haben die Hammer im Training durchgespielt. „Aber alles geht in der kurzen Zeit der Vorbereitung ja nicht“, mahnt der ASV-Coach daher zu höchster Konzentration. Zu den Varianten, die die Hammer geprobt haben, gehört auch das Spiel ohne Merten Krings. Der Mittelmann ist im Heimspiel gegen seinen Ex-Klub TV Emsdetten in den ersten Minuten umgeknickt und klagt seitdem über Probleme mit dem Knöchel. „Er ist noch ein wenig angeschlagen, hat während der Woche immer wieder Probleme gehabt und nicht 100 Prozent mittrainiert“, so sein Trainer. „Da müssen wir kurzfristig gucken, ob es Sinn macht, ihn einzusetzen.“

Für Vyron Papadopoulos ist die Leidenszeit dagegen vorbei. Der schnelle Linksaußen hat die gesamte Trainingswoche problemlos absolviert und wird wieder voll zum Kader gehören. Aber auch so steht für Rothenpieler fest: „Um in Eisenach etwas mitzunehmen, müssen wir eine hohe Emotionalität an den Tag legen.“

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