ASV startet nach der EM-Pause in Aue

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Nur nicht ausrutschen: Fannar Thor Fridgeirsson tritt mit dem ASV zum ersten Zweitligaspiel nach der Winterpause in Aue an.

Hamm - Sechs Wochen ruhte der Spielbetrieb in der 2. Handball-Bundesliga. Für die Akteure des ASV Hamm-Westfalen waren die Ferien allerdings schon nach knapp zwei Wochen wieder beendet. Seit Anfang Januar quälen sich Kapitän Jakob Macke und seine Teamkollegen bereits wieder, um auf den Punkt genau fit zu sein, wenn die Saison am Samstag mit der Partie beim EHV Aue (17 Uhr/Lößnitzhalle) fortgesetzt wird.

Dass sie die Zeit sinnvoll genutzt haben, steht für ASV-Coach Kay Rothenpieler fest. „Ich bin zufrieden“, sagt er. „Die Vorbereitung ist gut gelaufen. Aber jetzt kommt Aue. Da zählt es, und was bis dahin war, ist dann sowieso egal.“

Einziges Manko der Vorbereitung war, dass Christoph Neuhold aufgrund seiner EM-Teilnahme spät wieder zur Mannschaft gestoßen ist und die Tatsache, dass Neuzugang Stanko Sabljic erst seit ein paar Tagen mit der Mannschaft trainieren kann. „Erst einmal bin ich froh, dass Stanko da ist und neue Impulse gibt“, kann Rothenpieler mit dem Zeitpunkt der Verpflichtung des Kroaten gut leben. „Und er hat die Erfahrung, um das zu kompensieren. Viele Dinge passen jetzt schon, und er übernimmt das Kommando im Training. Er ist ein positiver Typ, das hilft der Mannschaft.“

Im Training hat Rothenpieler neben der Stabilisierung der Defensive viel Wert darauf gelegt, „unser Tempo noch einmal zu forcieren“. Balleroberung und Gegenstoß mit erster und zweiter Welle, die zu den so genannten leichten Toren führen, sollen auch möglichst bei der Partie in Aue den Ausschlag zugunsten der Hammer geben. Leicht wird diese allerdings nicht, der 35:28-Erfolg aus dem Hinspiel dürfte für das Team kein Maßstab sein. Denn zum einen ist Aue in eigener Halle mit Unterstützung des heimischen Publikums wesentlich stärker, und zum anderen hat die Mannschaft des Liga-16. durch ihren 9:1-Lauf vor der Winterpause enorm Selbstbewusstsein getankt.

„Das wird eine ganz harte Nuss, zumal die Tendenz nach oben geht“, ist sich Rothenpieler sicher, der dennoch auf einen erfolgreichen Start hofft, um den Druck auf die SG BBM Bietigheim aufrecht zu halten. Vier Punkte beträgt der Rückstand der Hammer auf die SG und damit den zweiten Tabellenplatz, der am Ende der Saison den Aufstieg in die 1. Liga bedeuten würde.

Pech für Aue, dass der Rückraumrechte Gregor Remke in der Rückrunde nur noch selten zum Einsatz kommen dürfte. Der 20-jährige, der ein Doppelspielrecht hat, wird bei seinem Hauptverein, dem Erstligisten SC DHfK Leipzig, gebraucht, der auf der Position Verletzungssorgen hat. „Remke hat sicherlich im Dezember gute Spiele für die Auer gemacht“, sagt Rothenpieler. „Aber wenn er fehlt, dann werden sie das taktisch sicher anders lösen. Entweder mit Pechstein oder einem zweiten Kreisläufer. Das ist schon trotzdem eine starke Mannschaft. Zumal mit Meinhardt der Mann zurück ist, der für die Struktur sorgt.“

Rothenpieler muss dagegen voraussichtlich auf Fabian Huesmann verzichten. Der Linksaußen hatte sich beim letzten Test gegen den TuS N-Lübbecke (25:34) eine leichte Bänderverletzung zugezogen und war zuletzt im Training erneut umgeknickt. „Ich denke nicht, dass es für ihn reichen wird“, so sein Trainer, der ansonsten bis auf den langzeitverletzten Markus Fuchs seinen kompletten Kader zur Verfügung hat.

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