Handball

ASV vor einer hohen Hürde in Hüttenberg

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Mit kühlem Kopf nach Hüttenberg: Sören Süddmeier.

Drei Spiele stehen für den ASV Hamm-Westfalen in diesem Jahr in der 2. Handball-Bundesliga noch auf dem Plan – drei, die entscheidenden Einfluss auf die Stimmung der Mannschaft in der darauf folgenden EM-Pause nehmen dürften.

Hamm – Denn die Chance, auf einem Aufstiegsplatz zu überwintern, ist immens. Die Hürden, die bis dahin mit den Partien am Samstag beim TV Hüttenberg (19.30 Uhr/Sportzentrum Hüttenberg) und zuhause gegen die SG BBM Bietigheim (2. Weihnachtstag/Westpress Arena) sowie den VfL Gummersbach (30. Dezember/Westfalenhalle) zu überwinden sind, allerdings auch. 

Und so wird die größte Aufgabe, die auf Trainer Kay Rothenpieler zukommt, darin liegen, in der Vorbereitung auf die Begegnungen den richtigen Ton zu finden, um die Gefühle, die irgendwo zwischen Anspannung und Euphorie liegen, zu einer optimalen Leistung zu kanalisieren.

Dass das letzte Auswärtsspiel des Jahres beim TV Hüttenberg noch einmal besondere Anforderungen für die Mannschaft bereit hält, steht für den Coach fest. „Das wird eine ganz schwere Aufgabe, bei der wir alles geben müssen“, ist er sich sicher. „Von der Begeisterung und Leidenschaft her wird uns da alles abverlangt.“

Die größte Aufgabe, die sich den Hammern bei den Mittelhessen stellen dürfte, ist die ungewohnte 3:2:1-Abwehr, die der TVH fast schon traditionell stellt. Daran hat sich auch unter dem neuen Trainer Frederick Griesbach, der im Sommer das Kommando übernommen hat, nichts geändert. „Diese Deckungsvariante gehört ja seit Jahren zur Hüttenberger DNA“, weiß Rothenpieler, was auf seine Spieler zukommt. „Daher haben wir relativ früh damit begonnen, uns im Training darauf vorzubereiten.“ 

Dass ein paar Tage nicht ausreichend sind, um solch einer komplexe Abwehr optimal begegnen zu können, ist dem Coach aber klar. „Wenn man das nur ein-, zweimal im Jahr hat, ist es natürlich schwierig. Aber wir haben uns einige Dinge erarbeitet, von denen ich hoffe, dass wir sie einigermaßen umsetzen können. Wichtig ist vor allem, dass wir mit Kopf spielen, Geduld haben, um die richtigen Räume zu treffen.“

Nicht viel Raum für Sklenak und Zintel

Gerade den Spielmachern Tomas Sklenak und Björn Zintel dürfen die Hammer nicht viel Raum geben, wenn sie nicht ohne Punkte die Heimreise antreten wollen. Besonders der frühere ASVer Zintel hat sich zuletzt mit zahlreichen Toren in den Fokus gespielt. „Aber das resultiert immer aus dem guten Zusammenspiel“, sagt Rothenpieler. „Er kriegt viel vorbereitet von Sklenak. Wir müssen zusehen, dass wir das verhindern, dass wir sie zermürben, indem wir 60 Minuten lang Vollgas geben.“ Denn während der TVH eine starke erste Sieben auf die Platte stellt, ist der Kader in der Breite – auch bedingt durch einige Verletzungen – nicht so ausgeglichen aufgestellt.

Probleme, mit denen sich der Tabellendritte aus Hamm aktuell nicht beschäftigen muss. Verletzt ist derzeit niemand, und vor allem Merten Krings war zuletzt anzusehen, dass er nach seiner Verletzung immer besser in Form kommt. Als es in der zweiten Halbzeit gegen Dormagen eng wurde, war er es, der die Verantwortung übernahm – im Zusammenspiel mit Sören Südmeier ist der wuselige Rechtshänder daher wieder zu einem Faktor im Hammer Spiel geworden.

„Dass Merten keine Schmerzen mehr hat und seine Durchschlagskraft zurück ist, kann für die letzten drei Spiele sehr wichtig werden“, weiß Rothenpieler, zumal er bei Südmeier zuletzt leichte Verschleißerscheinungen erkannt hat. „Südi hat in den ersten zwei Dritteln der Saison überragend gespielt. Aber in den vergangenen Partien war zu merken, dass ihm die Kraft gefehlt hat. Zudem stellen sich die Gegner besser auf ihn ein. Aber er ist trotzdem für die Mannschaft sehr wichtig.“

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