Handball

ASV Hamm-Westfalen zum Saisonstart wieder mit mehr Fans

Vorfreude auf die Saison bei den ASV-Verantwortlichen: (von links) Michael Lerscht,Thomas Lammers und Simon Kottmann.
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Gespannt auf die Saison sind die ASV-Verantwortlichen (von links) Michael Lerscht,Thomas Lammers und Simon Kottmann.

Hamm – Pressekonferenz zum Saisonstart in der Erlebnis- therme Maximare: Assoziationen liegen nah. Aufbruchstimmung, Vorfreude und Spaß auf der einen Seite – aber auch die Möglichkeit, gleich zum Auftakt im ersten Heimspiel baden gehen zu können. Letzteres ist für die Verantwortlichen des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen vor der ersten Begegnung der Spielzeit 2021/2022 keine echte Option. Am Samstag zur gewohnten Zeit (19.15 Uhr/Westpress Arena) soll das Team gegen den TSV Bayer Dormagen mit einem Sieg starten.

Und zwar vor möglichst vielen Zuschauern. Denn: „Wir dürfen die Halle weitestgehend voll machen“, sagt ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers. „Wir können alle Sitzplätze belegen, Stehplätze eingeschränkt. Das war für uns wichtig, um Planungssicherheit zu haben, was das Thema Dauerkarten, was Sponsoren angeht. Das ist die positive Nachricht, dass jeder, der eine Karte kaufen will, diese auch bekommt.“

Was auf der einen Seite für die Finanzen des Vereins überlebensnotwendig ist, ist auf der anderen genauso wichtig für die Spieler. Denn auch die brauchen die nötige Atmosphäre, die Stimmung, von der sie sich tragen lassen können, um ihre bestmögliche Leistung abzurufen. „Es ist immer etwas Besonderes, in eine Saison zu starten – jetzt ist es das aber noch ein Stück mehr“, sagt daher auch ASV-Coach Michael Lerscht. „Weil wir nach eineinhalb Jahren wieder mit Zuschauern starten – im März 2020 war das zum letzten Mal uneingeschränkt möglich.“ Da saß Lerscht allerdings noch verantwortlich auf der Bank des TuS Ferndorf.

Ein Anfang waren die letzten beiden Heimpartien der Vorsaison gegen Bietigheim und Lübeck-Schwartau, in denen aufgrund der Vorgaben zusammen insgesamt nur knapp 1000 Fans in der Arena vor Ort waren. „Das ist ja nicht der Flair, den wir uns erhoffen“, stellt Lerscht klar. „Ich hoffe, dass wir gegen Dormagen zumindest vierstellig werden. 1200 Fans wären schon cool. Das wäre ein ganz anderes Bild als zuletzt.“

Denn dass Corona noch immer in den Köpfen der Menschen steckt, dass sich diese nur zögerlich wieder zurück in die Hallen wagen, ist keine Frage. Bestes Beispiel ist der Supercup zwischen Meister THW Kiel und Pokalsieger TBV Lemgo vor Wochenfrist, zu dem 8000 Fans zugelassen waren, aber nur 3000 die Möglichkeit auch wahrgenommen haben.

Wie also sollen sich die Vereine das Vertrauen der Fans zurückerobern? „Das geht nur über Mundpropaganda von denen, die zu den Spielen kommen“, ist sich Lammers sicher. „Und dafür ist die Visitenkarte, die wir abgeben, extrem wichtig. Ich bin froh, dass wir einfach mal wieder die Chance bekommen, die Emotion bei den Zuschauern zu wecken. Und den Leuten das Gefühl vermitteln können, nach Hause zu gehen und zu sagen, ich kann mich wieder frei bewegen.“

Das Prozedere, mit dem die Fans wieder in die Halle gelassen werden, ist bewährt. Die ASV-Verantwortlichen haben sich der Corona-Verordnung entsprechend dazu entschieden, die 3G-Regel anzuwenden – alle Zuschauer müssen also entweder getestet, geimpft oder genesen sein und dafür beim Einlass einen Nachweis erbringen – bei Kindern reicht die Vorlage des Schülerausweises. „Das wird am Eingang überprüft“, sagt Lammers. „Darüber hinaus herrscht in der ganzen Arena Maskenpflicht. Außer am Platz selbst.“

Rund 800 Dauerkarten hat der ASV bislang für die Saison abgesetzt. Über 900 Tickets sind für die Partie gegen Dormagen bislang über den Tisch gegangen. „Man merkt schon, dass wir die Leute erst wieder dahin führen müssen, sie für solche Ereignisse zu begeistern“, sagt Lammers. Was auch über ein Team gelingen soll, das „Tugenden wie Kampfgeist an den Tag legt, gepaart mit Spielwitz. Dann bin ich sicher, dass wir wieder die Leute in die Halle locken, Corona hin oder her – das Leben geht weiter, und wir müssen jetzt nutzen, was aktuell machbar ist.“

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