Handball

ASV Hamm-Westfalen verlängert mit Linksaußen

Bleibt zwei weitere Jahre beim ASV: Fabian Huesmann.
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Bleibt zwei weitere Jahre beim ASV: Fabian Huesmann.

Seit 2012 steht Linksaußen Fabian Huesmann beim Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen unter Vertrag. Mindestens zwei weitere Jahre werden nun hinzukommen.

Hamm – Ein wenig hat es schon gedauert, als die Vertragsverhandlungen anstanden. Erste lockere Gespräche gab es im November, im Januar ging es ins Detail. Und jetzt steht fest: Fabian Huesmann wird auch in den kommenden zwei Jahren für Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen spielen. „Es hatte absolute Priorität für uns, dass wir mit Fabi verlängern“, freut sich ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers. „Darum hatten wir uns auch gar nicht erst nach Alternativen umgeschaut. Wie wichtig er für unsere Mannschaft ist – sowohl im Angriff als auch in der Abwehr und vom Siebenmeterstrich –, haben wir gesehen, als er vor der Winterpause verletzungsbedingt ausgefallen ist.“

Für den Spieler selbst stellte sich die Frage nach einer Luftveränderung schon. Denn obwohl er sich in Hamm sehr wohl fühlt und auch privat seine Heimat im Schatten der Arena sieht, ist der sportliche Ehrgeiz nach wie vor ungebrochen groß. „Mein Blick ist schon noch auf die 1. Liga gerichtet, weil das für mich ein Traum ist, das irgendwie zu packen, da zu spielen“, sagt der Linksaußen. „Am liebsten aber mit Hamm. Sonst wäre ich ja nicht so lange geblieben.“

Traum von der 1. Liga lebt weiter

In diesem Jahr wird Huesmann sein 28. Lebensjahr vollenden. „Und ich weiß, dass man in diesem Alter lagsam an den Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit kommt“, sagt der Rechtshänder. Der Aufstieg mit dem ASV ist in dieser Saison nach der langen Durststrecke in der Liga vor der Winterpause allerdings abgehakt. Daher stehe in diesem besonderen Jahr „eher die Gesundheit Vordergrund. Und, dass wir als Mannschaft und der ganze Verein von Corona verschont bleiben – das ist bisher ganz gut gegangen.“

Kontakte zu anderen Vereinen habe es daher zwar gegeben, für Planungssicherheit kann in diesen Zeiten allerdings kein Klub sorgen. „Daher war ich auch froh, dass Thomas schon im November auf mich zugekommen ist“, sagt Huesmann, der nach seinem abgeschlossenen Bachelor im Sportmanagement in Hamm nun an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster ein zweites Studium begonnen hat und sich derzeit im fünften Semester des Grundschullehrer-Studiums befindet.

Als er im Sommer 2012 nach Hamm kam, war der gebürtige Recklinghäuser gerade einmal 19 Jahre alt und sammelte erste Zweitligaerfahrung – damals als zweiter Mann hinter Routinier Andreas Simon. Mittlerweile ist er ein gestandener Zweitligaspieler und ein absoluter Leistungsträger des ASV-Teams, dessen Wort sowohl auf der Platte als auch in der Kabine etwas zählt.

Ob Huesmann in Zukunft seinen Arbeitsplatz auf Linksaußen noch mit Alex Rubino Fernandes teilen wird, ist offen. „Wir sind gerade in Gesprächen“, versichert Lammers. „Ich bin aber optimistisch, dass es mit ihm weitergeht.“ Der 20-Jährige hätte neben Huesmann das perfekte Feld, um sich weiter zu entwickeln. „Ihm fehlt noch ein bisschen was in der Konstanz“, weiß Lammers. „Aber ich bin sicher, dass seine Leistungskurve weiter steigen wird.“

Eingespieltes Duo mit Alex Rubino Fernandes

Auch für Huesmann ist der junge Spanier ein angenehmer Kollege. Der Austausch funktioniert super“ sagt der. „Er ist sehr wissbegierig. Und ich glaube, dass ich für ihn immer eine Anlaufstelle bin. Und das habe ich damals mit Andi Simon nicht anders erfahren.“

Im Dezember, als Huesmann aufgrund von muskulären Problemen im Oberschenkel zu einer längeren Pause gezwungen war, hat Fernandes viel Praxis erhalten, die ihm in seiner Entwicklung geholfen haben.

Daran, dass der Ausfall von Huesmann und auch von Spielmacher Südmeier dem Team Qualität genommen hat, änderte das allerdings nichts. „Längst nicht jeder Außenspieler kann auch auf Position Zwei decken“, weiß ASV-Coach Michael Lerscht um die Vielseitigkeit der Mannes mit der Trikotnummer drei. „Und abseits des Feldes ist er wegen seiner Persönlichkeit und seines Standings in Mannschaft und Verein sehr wichtig für uns.“

Seit dem Nordhorn-Test ist Huesmann voll im Training „und auf einem guten Weg zurück zu den 100 Prozent“, sagt er. Was nicht ganz unwichtig wäre: Für ihn selbst. Und für die Mannschaft.

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