Handball

ASV Hamm-Westfalen: Mit Fehlstart aus der Winterpause

Nächste Niederlage: Der ASV Hamm-Westfalen verliert beim VfL Lübeck-Schwartau.
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Nächste Niederlage: Der ASV - hier Markus Fuchs - unterlag in Lübeck mit 19:23.

Die 250 Pappkameraden in den ersten drei Reihen der Lübecker Hanse-Halle sorgten in den aktuellen tristen coronabedingt leeren Sporthallen für ein wenig visuelle Abwechslung. Die Vorstellung des ASV Hamm-Westfalen bei seinem ersten Auftritt nach der Winterpause in der 2. Handball-Bundesliga blieb dagegen unverändert. Mit 23:19 (12:8) setzte sich der VfL Lübeck-Schwartau am Ende deutlich gegen die Gäste durch. Eine weitere lange Auswärtsfahrt des ASV war ohne Erfolgserlebnis geblieben.

Lübeck – Viel vorgenommen, wenig umgesetzt. Im Vorfeld der Partie hatten die Hammer Selbstbewusstsein getankt, hatten sich im Training deutlich verbessert gesehen und im Testspiel sogar Erstligist HSG Nordhorn-Lingen klar bezwungen. Auf der Platte der Lübecker „Hanse-Hölle“ blieb davon allerdings nicht viel übrig. Genau zwei Minuten lang waren die Gäste gut im Spiel, konterten das 1:0 des VfL schnell mit dem Ausgleich und fingen auch den anschließenden Angriff des Tabellenvierten ab. Doch statt des Selbstvertrauen stärkenden Führungstreffers unterlief Spielmacher Merten Krings, für den überraschend in der Deckung Rechtsaußen Marten Franke auf die Bank musste, im nächsten Angriff ein technischer Fehler. Der Anfang einer Phase, die den Gästen als Déjà vu zum Spiel beim EHV Aue vorgekommen sein mag.

Denn was folgte, war eine unfassbare Kette von Patzern und falschen Entscheidungen im Angriff, die es den Hausherren ermöglichten, mühelos einen beruhigenden Vorsprung zu erspielen. 5:1 stand es so nach fünf Minuten – drei der Treffer bis zu diesem Zeitpunkt resultierten aus Tempogegenstößen nach haarsträubenden Hammer Fehlpässen in der Vorwärtsbewegung. Immerhin: Der Wille, durch forciertes Tempospiel zu schnellen Treffern zu kommen, war zu erkennen. Die Umsetzung war dagegen noch zu fehlerhaft.

Klockmann als entscheidender Faktor

Dazu wurde Lübecks Torhüter Dennis Klockmann zu einem wichtigen Faktor dieser Begegnung. Denn selbst, wenn sich der ASV einmal in sehr gute Abschlusspositionen gespielt hatte, war der VfL-Keeper anschließend oft zur Stelle. Bis zur Pause hatte er bereits zehn Paraden auf seinem Konto, am Ende waren es derer 20 – dabei allerdings auch einige, die ihm von den Gästen freundlicherweise durch ihre über weite Strecken zu überhastet wirkende Spielweise geschenkt wurden.

Schon nach zwölf Minuten und dem Treffer der Hausherren zum 8:3 ging ASV-Keeper Felix Storbeck mit nach vorn an den Mittelkreis, klatschte jeden einzelnen seiner Mitspieler ab und sprach ihm Mut zu. Lerscht nahm zudem kurz darauf die Auszeit. Und es wurde tatsächlich besser. Mit rundum veränderter Besetzung fing sich der ASV, wurde zumindest defensiv durch die Umstellung in der Abwehr auf eine offensivere 5:1-Variante und die Hereinnahme von David Spiekermann deutlich effektiver. Was zur Folge hatte, dass dem VfL zwischen der 20. und 29. Minute kein Treffer mehr gelang. Vorne blieb es allerdings schwierig, was dazu führte, dass der ASV bis zur Pause nicht näher als bis auf 12:8 verkürzen konnte.

Mit neuem Elan aus der Pause

Mit neuem Elan nach der guten Schlussphase des ersten Durchgangs kamen die Hammer aus der Kabine, setzten Lübeck-Schwartau unter Druck und kamen nun deutlich besser ins Spiel. Nach drei Treffern in Folge durch Alex Rubino Fernandez, Krings und Gerrit Genz hieß es 14:12 (39.). Die Stimmung in der Halle begann zu kippen. Unzufriedenheit beim VfL – geballte Faust bei den ASV-Spielern.

Doch statt nachzulegen, ließ das Lerscht-Team den Tabellenvierten wieder aus seiner Umklammerung frei. Vier VfL-Treffer in Folge für die in blau spielenden Gastgeber zum 20:14 (52.) – und eine weitere Partie war für die Gäste verloren.

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