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ASV öffnet nun doch die Abendkasse für das Spiel gegen Dessau

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Von: Günter Thomas

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Rückkehr an alte Wirkungsstätte: Vincent Sohmann.
Rückkehr an alte Wirkungsstätte: Vincent Sohmann. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Den Sturm der Gastgeber in der Hansehölle beim VfL Lübeck-Schwartau hat Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen mit dem 34:29-Sieg unbeschadet überstanden – von ein paar Dellen einmal abgesehen. Entsprechend gestählt geht die Mannschaft am Samstag (19.15 Uhr/Westpress Arena) in die zweite von – die Pokalpartie gegen Magdeburg eingerechnet – sieben ungemütlichen Dezember-Aufgaben, wenn der Dessau-Roßlauer HV zu Gast ist.

Hamm – „Das war ein extrem schwieriges Auswärtsspiel in Lübeck“, sagt ASV-Trainer Michael Lerscht. „Und dem Sieg kann man schon Bedeutung zumessen, weil der ASV seit sechs Jahren nicht mehr dort gewonnen hat. Wir sind aber schlau genug, um uns nicht blenden zu lassen, und wissen, dass mit Dessau wieder eine sehr schwierige Aufgabe auf uns wartet.“

Zumal in Schwartau trotz des am Ende deutlichen Sieges zwischenzeitlich durchaus noch Luft nach oben war. Vor allem in der Phase zwischen der 45. und 55. Minute, als die Gastgeber mit einem 6:1-Lauf den Rückstand noch einmal auf drei Tore verkürzten, wackelte das ASV-Gebilde. „Da haben wir es zu schnell weggehen lassen“, sagt Spielmacher Dani Baijens, der aber betonte, dass „wir in den anderen 50 Minuten gut gespielt haben.“

Leistung am Optimum notwendig

Auch gegen Dessau braucht es eine konstant starke Leistung am Optimum, wenn am Ende beide Punkte in Hamm bleiben sollen. Die Mannschaft von Trainer Uwe Jungandreas wurde nach einer Serie von zuletzt fünf Begegnungen ohne Niederlage mit 8:2 Punkten erstmals am Mittwoch wieder ausgebremst. Die 28:36-Heimniederlage gegen Essen täuscht aber nicht über die Stärken des Teams hinweg: „Wie auch sonst niemand in der Liga, ist der DRHV auf die leichte Schulter zu nehmen“, sagt Lerscht. „Das Team hat auch nur zwei Minuspunkte mehr auf dem Konto als wir. Und es ist unbequem zu spielen, weil die Mannschaft ihre Dinge sehr gut macht, eine hohe Geschwindigkeit auf die Platte bringt und viele Spieler hat, die über hohe Qualität am Mann verfügen. Diese Geschwindigkeit gilt es für uns zu unterbinden, indem wir im Abwehrverbund fest bleiben.“ Zudem habe Jungandreas seinem Team eine „starke kämpferische Mentalität im Abwehrbereich eingepflanzt“.

Mit Vincent Sohmann hat zudem ein Ex-ASVer das Sagen in der Schaltzentrale, der gegen seinen früheren Klub sicher noch einmal einen Tack motivierter sein dürfte. „Aber Dessau hat sowieso eine sehr hohe Grundmotivation“, sagt Lerscht. „Fakt ist, dass er ein wichtiger Spieler ist, für die Kontrolle des Tempospiels zuständig. Vincent ist der Kopf dieser Mannschaft.“

Im eigenen Lager hat sich mittlerweile der Niederländer Dani Baijens zu einem solchen Kopf der Truppe entwickelt – auch, weil Sören Südmeier zuletzt mit verletzungsbedingten Rückschlägen zu kämpfen hatte. „Aber in Lübeck ist er richtig gut ins Spiel gekommen“, lobt sein Positions-Partner Baijens, „und dann macht er vier Tore, die wir auch brauchen.“ Und Lerscht ergänzt: „Südi hat von der Bank kommend Impulse gesetzt, die wir benötigten. Er bleibt weiter ein sehr wichtiger Spieler für uns.“

Erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit

Aufgrund der am Donnerstag durch die Ministerpräsidenten-Konferenz beschlossenen neuen Regelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hatte der ASV zunächst beschlossen, keine Karten mehr für das Spiel des ASV Hamm-Westfalen gegen den Dessau-Roßlauer HV im freien Verkauf anzubieten. Doch am Freitagabend revidierten die Verantwortlichen ihre Entscheidung: „Wir haben uns das Schreiben noch einmal genau durchgelesen und sind zu dem Entschluss gekommen, die Abendkasse doch zu öffnen“, meinte ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers. Er begründete dies damit, dass die zugelassenen Kapazitäten nicht überschritten werden würden. Dauerkarten und bereits für das Spiel erworbene Tickets behalten ihre Gültigkeit. Zum Betreten der Westpress Arena ist ein 2G-Nachweis mit Impfpass und Personalausweis erforderlich. In der Halle ist das Tragen eines medizinischen Mund-Nasenschutzes oder einer FFP2-Maske erforderlich. Dies gilt auch am Sitzplatz. Schwieriger wird die Frage, wie der Verein den Kartenverkauf für das Pokalspiel gegen Magdeburg regeln wird. „Da sind 1800 Karten verkauft“, so Lammers. Je nach Auslegung der Verordnung sind sind zwischen 900 und 1500 Zuschauer erlaubt.

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