Handball

ASV Hamm-Westfalen: Offene Fragen vor dem Spiel in Eisenach

Marian Orlowski ASV Hamm-Westfalen
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Marian Orlowski

Hamm – Ostereier hat Michael Lerscht beim Abschlusstraining des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen vor der Partie beim ThSV Eisenach am Samstag (19.30 Uhr/Werner-Assmann-Halle) zwar nicht für seine Spieler versteckt. Einen etwas größeren Ball als das normale Spielgerät bekamen sie aber doch zu sehen.

Hamm - Ein bisschen Fußball spielen zum Aufwärmen hatte sich das Team nach der starken Leistung gegen Spitzenreiter HSV Hamburg verdient – auch wenn am Ende bei der 29:32-Niederlage keine Punkte für die couragierte Vorstellung des den Liga-Elften heraussprangen.

Alles abverlangt hatten die Gastgeber dem Tabellenführer, hatten sogar lange Zeit im ersten Durchgang geführt, ehe die Achse der Gäste mit Leif Tissier und Niklas Weller, die schon alleine für 20 Treffer des HSV verantwortlich zeichneten, dafür sorgte, dass der Sieger am Ende doch aus Hamburg kam.

„An diesem Tag hätten wir wahrscheinlich gegen 15 von 18 Mannschaften in der Liga gewonnen“, war ASV-Geschäftsführer Thomas Lammers angetan von der Art und Weise, wie sich sein Team am Mittwoch präsentiert hat. Aus der Leistung heraus nun zwingend einen Sieg in Eisenach zu erwarten, ist für Lerscht aber zu einfach. „In Eisenach herrschen ganz andere Grundvoraussetzungen“, ist er sich sicher. „Die Mannschaft hat eine andere Idee, Handball zu spielen. „Wir müssen entsprechend versuchen, andere Lösungen zu finden.“

Denn im Gegensatz zu den flinken und beweglichen Akteuren des HSV Hamburg stellt der ThSV eine Mannschaft, die auf große und kräftige Akteure setzt, die es zu bekämpfen gilt. „Wir brauchen eine große Ballgeschwindigkeit.“

Wichtig ist dem Coach vor allem, mehr Konstanz in die Leistung seiner Mannschaft zu bekommen. „Wir haben schon sehr gute, aber auch schlechte Spiele gemacht“, sagt er. „Jetzt müssen wir unsere Leistung kompensieren, das Hamburg-Level deutlich öfter performen – das ist die Aufgabe für Eisenach.“

Angespannte personelle Lage

Ob sich an der angespannten personellen Lage grundsätzlich etwas ändern wird, ist noch nicht ganz sicher. Fest steht, dass Spielmacher Sören Südmeier auch weiter nicht dabei ist. Zudem ist es noch offen, ob Jan Brosch eingesetzt werden kann. Der Kreisläufer pausierte gegen Hamburg aufgrund einer Reizung in der Achillessehne. „Sein Einsatz wackelt, aber eine Resthoffnung habe ich noch“, bestätigt Lerscht. „Wenn er nicht spielt, tut uns das immer weh. Aber wir müssen die Situation annehmen, wie sie ist und mit dem Kader, der spielt, versuchen, das Maximum rauszupressen.“ Auf den Einsatz von Merten Krings kann der Trainer hoffen. Der Mittelmann wurde am Mittwoch Vater.

Gegen Hamburg hat ihn vor allem Marian Orlowski auf Rückraum Mitte gut vertreten. „Marian hat das früher in Stuttgart ja auch schon eine Zeitlang gemacht, daher war es für ihn nicht neu“, war Lerscht nicht überrascht, dass der etatmäßige Rückraumlinke die Rolle stark ausgefüllt hat. „Und David Spiekermann hat ein gutes Spiel gemacht.“

Was vor allem auch für Jakob Schwabe gilt, der mit zehn Toren für den ASV äußerst effektiv war, und „unglaublich viel arbeiten musste – im Angriff, wie in der Deckung“, sagt Lerscht.

Vertrag mit Mikkel Beck aufgelöst

Die Zusammenarbeit mit seinem Winterneuzugang Mikkel Junggaard Beck Jorgensen hat der ASV nach nur wenigen Wochen wieder beendet. Das Engagement des Dänen, der wegen des längeren Ausfalls von Spielmacher Sören Südmeier vom Drittligisten TV Cloppenburg nachverpflichtet worden war, ist im beiderseitigen Einvernehmen nicht über den März hinaus verlängert worden. „Wir haben Mikkel dies zu Wochenbeginn mitgeteilt, so dass er jetzt zu Ostern zu seiner Familie reisen kann“, sagte der Sportliche Leiter des ASV, Thomas Lammers. „Leider haben sich die sportlichen Erwartungen auf beiden Seiten nicht erfüllt. Wir danken Mikkel für sein Engagement und wünschen ihn für seinen weiteren Weg noch viel Erfolg.“

Samstag-Gastgeber Eisenach kehrte am Mittwoch mit einer 24:29-Niederlage beim TV Hüttenberg nach Hause zurück, hofft dennoch auf eine gelungene Revanche für die 23:33-Niederlage im Hinspiel vom 14. November. Coach Markus Murfuni bangt noch um den Einsatz der beiden angeschlagenen Rückraumakteure Alexander Saul und Daniel Hideg.

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