Handball

ASV Hamm-Westfalen: Mit Respekt nach Rimpar

Marten Franke vom ASV Hamm-Westfalen.
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In Rimpar dabei: Marten Franke.

Der Sieg gegen den VfL Gummersbach ist gerade erst eingefahren, doch die 2. Handball-Bundesliga gestattet in diesen Tagen keine Verschnaufpause: Schon am Mittwoch (20 Uhr/S Oliver Arena) tritt der neue Tabellenführer ASV Hamm-Westfalen beim Ligavierten DJK Rimpar an.

Hamm – Englische Wochen fordern besondere Maßnahmen. Während sich die Spieler des ASV Hamm-Westfalen am vergangenen Freitag noch zu 100 Prozent auf das Topduell der 2. Handball-Bundesliga gegen den VfL Gummersbach konzentriert hatten, war ihr Trainer schon längst einen Schritt weiter. Michael Lerscht saß zuhause an seinem Schreibtisch und beschäftigte sich mit dem nächsten Gegner. Videostudium, Analyse der Stärken und Schwächen der DJK Rimpar, die am Mittwoch in Würzburg (20 Uhr/S. Oliver Arena) Gastgeber seines Teams sein wird, standen auf dem Tagesplan. Schließlich hatte Lerscht gemeinsam mit seiner Mannschaft nach dem umjubelten 27:25-Erfolg über die Gummersbacher nur zwei Trainingstage Zeit, um seine Akteure auf die Spielweise des Tabellenvierten einzustellen. Eines stand allerdings bereits vor der Analyse fest: Rimpar wird ein Gegner, der den Hammern erneut alles abverlangen wird. „In der Vorbereitung suchst du ja immer Schnittmengen“, erklärt Lerscht seine Vorgehensweise. „In welchen Bereichen kann der Plan der gleiche sein, damit man in Rimpar gar nicht viel umbauen muss.“ Dass er Gemeinsamkeiten zwischen Gummersbach und Rimpar gefunden hat, dürfte feststehen. Näher darauf eingehen wollte der Coach nicht: „Dann würde ich ja zu viel von unserem Matchplan verraten“, sagt er. „Plakativ gesagt, ist es so, dass ich, seit ich in der Liga trainieren darf, immer großen Respekt vor Rimpar gehabt habe. Gerade zuhause sind die sehr gut.“

Das weiß auch ASV-Keeper Felix Storbeck, der es daher direkt nach dem Gummersbach-Spiel wichtig fand, „jetzt die Batterie aufzuladen, weil in der Woche noch zwei wichtige Spiele auf uns warten“.

Es trifft sich also gut, dass die Hammer Baustellen langsam abgearbeitet sind. Marian Orlowski und Marten Franke haben bereits am Samstag wieder auf der Platte gestanden. Während sich der Auftritt für Orlowski im linken Rückraum noch auf gut zehn Minuten vor der Pause beschränkte, durfte Franke fast 50 Minuten auf dem Feld verbringen. „Marian war erst am Donnerstag vor dem Spiel gegen Gummersbach im Training im Vollkontakt“, sagt Lerscht. „Wir müssen da dosieren. Grundsätzlich freut es mich, dass er wieder auf der Platte stehen kann – darauf hat er selbst lange hingefiebert. Er war heiß, mit den Jungs zu kämpfen, hat seine zehn Minuten gegen Gummersbach gehabt, das war gut – David Spiekermann hat sehr gut gespielt. Wir werden bei Marian weiter behutsam sein, ihn aber schnellstmöglich ans Level heranführen.“

Lerscht plant fest mit Marten Franke

Auch Franke hat den ersten Einsatz nach auskurierten Adduktorenproblemen gut verdaut, hat ganz normal mit der Mannschaft trainiert. „Seine Auswechslung in der Schlussphase beruhte darauf, dass er einfach kaputt war“, so sein Trainer. „Er wird aber spielen können.“ Was für Merten Krings weiterhin noch nicht gilt. Der Mittelmann muss sich aufgrund seines Daumenbruchs an der Wurfhand noch gedulden.

Alle anderen werden zur Verfügung stehen, sind seit Montag im Fokus auf das Rimpar-Spiel. „Es ist immer etwas Besonderes, dass man schon am Montag mental wieder voll da sein muss“, weiß Lerscht. „Aber wir freuen uns ja darüber, wieder Wettkämpfe zu haben.“

Insgesamt gilt es für den Trainer gerade in den anstrengenden englischen Wochen, Körner zu sparen. „Wir müssen Last verteilen“, sagt Lerscht. „Daher ist es gut, dass wir mit Jakob Schwabe einen Spieler haben, der in der Deckung seine Sache sowohl im Innenblock als auch auf der Halbposition sehr gut macht. Denn so können wir Spielmacher Sören Südmeier in der Abwehr Pausen geben oder Kreisläufer Jan Brosch auch einmal herunter nehmen.“

Dass in der Würzburger Halle wie zuletzt in Wilhelmshaven Zuschauer zugelassen sind, empfinden Lerscht als „sehr schön“ und Storbeck nicht als Nachteil. „Wir hatten ja schon Publikum in Wilhelmshaven, sind da gut klar gekommen. Und es bedeutet ja ein bisschen Normalität, auf die wir uns freuen – auch wenn es ein Auswärtsspiel ist.“

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