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ASV Hamm-Westfalen gelingt der Auswärtssieg in Ferndorf

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Von: Günter Thomas

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Zum zweiten Mal um Punkte an der alten Wirkungsstätte.
Zum zweiten Mal wieder um Punkte an der alten Wirkungsstätte. © Mathias M. Lehmann

Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen hat in einem umkämpften Spiel beim Ligaschlusslicht TuS Ferndorf kühlen Kopf bewahrt und vor 870 Zuschauern in der Sporthalle Stählerwiese einen am Ende sicheren 28:24 (14:13)-Sieg eingefahren.

Die Gäste traten in der selben Besetzung an, die am Mittwoch in eigener Halle 28:28 gegen den HC Elbflorenz Dresden gespielt hatte. Mateij Mikita hatte zwar in der Nacht zu Donnerstag mit Tochter Aria sein neues Familienmitglied begrüßen dürfen, der Rückraumakteur fiel allerdings mit Knöchelproblemen aus und saß nur auf der Tribüne.

Die Gastgeber hatten mit Torhüter Lucas Puhl einen Ausfall zu beklagen. Für ihn kam Torwart-Routinier Kai Rottschäfer zum Einsatz, der schon beim Unentschieden gegen Großwallstadt sein erfolgreiches Comeback gefeiert hatte. Außerdem müssen die Ferndorfer bereits seit dem zweiten Spieltag auf Rückraumakteur Jonas Faulenbach verzichten.

Für ASV-Trainer Michael Lerscht war es das zweite Mal, dass er nach 16 Jahren Ferndorf als Spieler und Trainer zu einem Punktspiel an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte. Vor einem knappen Jahr war das mit einer 21:27-Niederlage nicht von Erfolg gekrönt - das Rückspiel gewann der ASV dann mit 32:30.

Es herrschte von Beginn an eine prächtige Stimmung in der Sporthalle Stählerwiese - und das, obwohl der bessere Start an die Gäste ging. Die legten durch den gut aufgelegten Gerrit Genz den ersten Treffer vor und nutzten nach einem Foul von Mathis Michel an Jan Brosch die folgenden zwei Minuten in Überzahl perfekt: Huesmann mit dem fälligen Siebenmeter und per Tempogegenstoß, sowie noch einmal Genz trafen - es hieß nach sechs Minuten 4:1 für die Gäste.

Ein Vorsprung, der den Hammern gegen die mit viel Tempo und Druck angetretenen Hausherren durch die erste Halbzeit half. Zwar glich der Tabellenletzte schon nach elf Minuten wieder aus, Dani Baijens nach Schneller Mitte und Genz legten aber postwendend wieder zwei Tore vor (6:4/12.).

Als dann Jan von Boenigk sogar auf 11:8 erhöhte und der ASV danach den Ball erneut eroberte, hätte das Team von Michael Lerscht sogar auf vier Treffer wegziehen können. Es blieb aber beim Drei-Tore-Vorsprung, der anschließend nach einem Team-Timeout durch TuS-Trainer Robert Andersson in der 23. Minute nach und nach verloren ging. Weil Ferndorf sehr aufmerksam und offensiv deckte und den Gästen damit wenig Möglichkeiten aus dem gebundenen Spiel ließ. Und weil Fabian Huesmann anschließend per Siebenmeter und Jan Broch am Pfosten scheiterten. So glich Lukas Siegler kurz vor der Pause erstmals wieder aus (28.) - doch Jan Pretzewofsky gelang zumindest noch das 14:13.

Nach der Pause erwischten erneut die Gäste den besseren Start. Der TuS glich zwar zunächst durch Lukas Siegler aus, doch Hamm spielte nun abgeklärter. Als dann noch Julian Schneider eine Zeitstrafe zog, weil er den Ball nicht freigab, nutzte der Gast die Chance, um wieder auf 17:14 wegzuziehen. Als dann auch noch Vladimir Bozic, der in der zweiten Hälfte zwischen den Pfosten stand, zwei wichtige Bälle hielt, war nach neun Minuten des zweiten Durchgangs ein 5:2-Lauf des ASV verbucht (15:19).

Doch Ferndorf blieb ein hartnäckiger Gegner, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und kam noch einmal zurück. Weil Keeper Tim-Dominik Hottgenroth einen guten Tag erwischt hatte und unter anderem in dieser Phase zum zweiten Mal im Siebenmeterduell gegen Fabian Huesmann Sieger blieb. So waren die Hausherren nach 45 Minuten wieder auf Tuchfühlung (20:18).

Doch immer, wenn der TuS die Chance bekam, näher als auf zwei Treffer heranzukommen, zielte er in dieser Phase am Tor vorbei oder scheiterte an Bozic. So lag der ASV auch nach 51 Minuten noch mit drei Toren vorn (24:21). Ein Vorsprung, der in den Schlussminuten nicht mehr in Gefahr geriet.

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