Handball

ASV Hamm-Westfalen gegen Dormagen zurück im Spielbetrieb

Lars Gudat vom ASV Hamm-Westfalen, Handball.
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Nach zwei Jahren wieder für die erste Mannschaft im Einsatz: Lars Gudat.

Dreieinhalb Wochen lang befanden sich die Spieler des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen in Corona-Quarantäne. Drei Meisterschaftsspiele mussten in dieser Zeit abgesagt werden. Am Mittwoch steht das Team erstmals wieder auf der Platte, wenn er der TSV Bayer Dormagen zu Gast ist – einige Akteure werden allerdings noch fehlen. Einer ist erstmals wieder im Team.

Hamm – Nervös? Nö. Seiner Rückkehr in den Kader des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen sieht Lars Gudat eher mit gelassener Vorfreude entgegen. „Das ist mal eine schöne Abwechslung zum Corona-Alltag“, sagt der langjährige Rechtsaußen des Teams, der am Mittwoch wie an jedem anderen Tag bis 17 Uhr arbeiten wird, ehe er anschließend in die Westpress Arena fährt, um dort das ASV-Trikot überzuziehen und in der Partie gegen den TSV Bayer Dormagen sein Comeback zu geben (Beginn: 19.15 Uhr). „Ich gehe da ganz ohne Druck rein. Ich habe ja nichts zu verlieren. Schade ist es nur, dass keine Zuschauer dabei sei können.“

Dass der 31-Jährige, der im April zum dritten Mal Vater geworden ist, überhaupt wieder das Jersey der ersten Mannschaft überstreifen muss, ist der weniger erfreulichen Corona-Situation der Mannschaft geschuldet. Die musste nach der Partie beim HC Elbflorenz Dresden am 18. April in Quarantäne, beklagte in der Folge selbst mehrere Corona-Fälle und muss trotz dreieinhalbwöchiger Pause beim Neustart noch auf einige Akteure verzichten.

Die beantragte Verlegung der Partie ließen die Statuten der Handball Bundesliga (HBL) nicht zu – und so stießen Gudat und einige seiner Teamkollegen aus der Reserve, die in der 3. Liga spielt, zum Kader. „Ich habe am Samstag zum ersten Mal mit der Mannschaft trainiert“, sagt Gudat, der zum Ende der Saison 2018/2019 seinen Abschied aus dem Bundesligakader bekannt gegeben hatte.

„Man kriegt ja mit, was in der ersten Mannschaft passiert“

Als Lerscht sich Mitte der vergangenen Woche bei ihm meldete, war der Linkshänder allerdings nicht mehr sonderlich überrascht. „Man kriegt das ja auch mit, was in der ersten Mannschaft passiert“, sagt Gudat, der glaubt, dass das Team aufgrund der zahlreichen Ausfälle gegen den Tabellenfünften aus Dormagen. befreit aufspielen kann: „Klar ist das ein Heimspiel, aber bei uns fehlen auch fünf, sechs Leute. Daher glaube ich nicht, dass wir der Favorit sind.“

Für ihn selbst bedeutet die Rückkehr in das Bundesligateam auch eine kleine Umstellung. Denn in der zweiten Mannschaft spielt Gudat im rechten Rückraum. „Das ist natürlich schon etwas anderes, zumal ich ja seit Monaten auch gar keine Wettkampfpraxis habe “, weiß er, ist sich aber sicher, dass es dank seiner zwölf Jahre im Zweitligakader auf der Außenposition keine großen Probleme geben wird. „Das wird schon gehen, auch wenn es natürlich schon etwas anderes ist, wenn man nur zweimal die Woche trainiert.“

Wie lange Gudat im Zweitligateam aushelfen wird, ist noch nicht geklärt. „Ich gehe von den nächsten beiden Partien aus – also gegen Dormagen und am Samstag in Nettelstedt“, sagt er. Danach wird er – Stand jetzt – wieder zum Drittligateam zurückkehren, das sich derzeit trotz der abgebrochenen Saison weiter fit hält, um nicht bei Null anfangen zu müssen, wenn die Vorbereitung auf die neue Saison startet. In der wird auch Lars Gudat weiter zum Kader gehören. „Ich habe noch einmal für zwei Jahre unterschrieben“, sagt er. „Es macht mir einfach Spaß da in der Mannschaft. Daher wäre es auch schön gewesen, wenn wir die Saison hätten zu Ende spielen oder wenigstens ein paar Partien mehr machen können.“ Zumindest zwei kommen für ihn jetzt dazu – allerdings in der ersten Mannschaft.

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