Handball

Der ASV kämpft um ein positives Punktekonto

Fabian Huesmann präsentierte sich zuletzt in bestechender Form.
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Fabian Huesmann präsentierte sich zuletzt in bestechender Form.

Erstmals seit langer Zeit kann Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen wieder ein positives Punktekonto erreichen. Voraussetzung dafür ist ein Heimsieg am Samstag über die DJK Rimpar Wölfe.

Hamm – Zwei Neue kommen, zwei Alte gehen – der ASV Hamm-Westfalen hatte in dieser Woche seine ersten beiden Personalentscheidungen für die kommende Saison bekannt gegeben (der WA berichtete). Anstelle von Merten Krings und Jakob Schwabe werden in der Zukunft Dani Baijens und Alexander Engelhardt das Trikot des Handball-Zweitligisten aus Werries tragen. ASV-Trainer Michael Lerscht will sich mit diesen Änderungen in seinem Kader aktuell aber nicht allzu sehr beschäftigen. „Natürlich sieht man das immer mit einem lachenden und weinenden Auge, wenn verdiente Akteure den Verein verlassen und neue Spieler dazu kommen“, sagt der Coach, hat aber vielmehr das Heimspiel am Samstag (19.15 Uhr) gegen DJK Rimpar Wölfe und die weiteren Partien in der kommenden Woche im Visier: „Das Hier und Jetzt ist entscheidend. Und in diesem Hier und Jetzt steht eine geballte Ladung von Aufgaben für uns bereit.“

Trotz der eindeutigen Fokussierung auf das Heimspiel gegen die Würzburger wirft der Hammer Coach aber auch noch gerne einen Blick zurück – vor allem auf die Auswärtsbegegnung aus der Vorwoche in Bietigheim, als der ASV mit dem 25:20-Erfolg zwei wichtige Zähler einfuhr und sein Punktekonto ausglich (18:18). „So einen Sieg nimmt man immer gerne mit“, sagt Lerscht. „Die Art und Weise, wie wir uns da durchgesetzt haben, war gut. Darauf können wir aufbauen und müssen an diese Leistung auch gegen Rimpar anknüpfen.“ Gefallen hatte ihm vor allem, wie stabil sich seine Mannschaft präsentiert hatte und wie sie in der ersten Halbzeit mit der Situation umgegangen war, dass das Spiel nicht in eine Richtung gelaufen war. Zweimal hatte der ASV vor der Pause mit drei Treffern in Rückstand gelegen, ging dann dennoch mit einem Tor Vorsprung in die Kabine. Und zum Ende hin hatten die Hammer den längeren Atem. Weil der Abwehrverbund funktionierte. Und weil die Gäste mit Fabian Huesmann, der 13 Treffer erzielte, den überragenden Akteur der Begegnung in ihren Reihen hatten. „Als Trainer freut man sich immer, wenn ein Spieler eine außergewöhnliche Leistung zeigt. Wenn jemand so treffsicher ist, hilft das immer dem gesamten Team“, betont Lerscht, sagt aber gleichzeitig: „Letztlich ist es unser Credo, dass das eine Teamgeschichte ist, man gewinnt zusammen, und man verliert zusammen. Aber wenn wieder einer oder von mir aus auch zwei, drei Spieler so stark auftrumpfen, bin ich da natürlich absolut offen für.“

Nicht so viel falsch gemacht

Mit einem weiteren Sieg über die Wölfe aus Rimpar haben die Hammer, die auf den gleichen Kader wie gegen Bietigheim zurückgreifen können, die Möglichkeit, ihre gute Bilanz der vergangenen fünf Partien weiter auszubauen. Der knappen Niederlagen gegen Wilhelmshaven stehen ein Remis und gleich drei Erfolge gegenüber, so dass es der ASV zuletzt geschafft hat, sich von den gefährdeten Regionen abzusetzen. „Zuletzt können wir nicht so viel falsch gemacht haben. Wir werden versuchen, die Leistung stabil zu halten sowie Spielfreude, Engagement und Leidenschaft gepaart mit handballerischer Finesse zu zeigen”, erklärt der Coach, der nur zu gut weiß, dass auch am Samstagabend wieder eine Topleistung vonnöten sein wird, um die Punkte in der Westpress-Arena zu behalten.

Denn zum einen ist die Liga sehr ausgeglichen, fast alle Partien verlaufen sehr eng. Zum anderen gastiert mit den Wölfen eine sehr abwehrstarke und laut Aussage von Lerscht „eine schlaue” Mannschaft in Hamm. Die größte Plus der Würzburger ist dabei ohne Frage ihre Abwehrreihe, die sehr flexibel ist und die in einer 6:0-Formation aktiv und aggressiv zu Werke geht. „Da bekommen wir viel Druck, müssen hart arbeiten”, weiß Lerscht, der zudem darauf hinweist, dass die Gäste im Angriff ein gutes Gespür dafür haben, wann sie das Tempo verschleppen und wann hochhalten müssen. Und sie verfügen auch über die nötige Erfahrung, um unter Zeitdruck den letzten Pass so gut zu spielen, dass sie diesen oftmals in einen Treffer ummünzen können.

Aber wenn die Hammer defensiv so stark auftreten wie in Bietigheim und wieder zumindest einen überragenden Akteur wie zuletzt Fabian Huesmann in ihren Reihen haben, haben sie die große Möglichkeit, ihr Punktekonto nach vielen Wochen mal wieder auf positiv zu stellen.

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