Handball

Handball-Verband Westfalen sagt die Saison noch nicht ab

Die heimischen Handballer bleiben vorerst in der Warteschleife.
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Die heimischen Handballer bleiben vorerst in der Warteschleife.

Die Sporthallen geschlossen, kein Ende der Corona-Pandemie in Sicht. Doch der Handball-Verband Westfalen (HBV) will die Saison derzeit noch nicht offiziell absagen. Das war das Ergebnis einer erweiterten Präsidiumssitzung, die am Mittwochabend per Videokonferenz abgehalten wurde.

Hamm „Wir haben uns gemeinsam dazu entschieden, erst einmal noch die weitere Entwicklung abzuwarten“, bestätigte der HBV-Vorsitzende Wilhelm Barnhusen aus Unna. Die für den Mai und Juni geplanten Aufstiegsrunden oder freiwilligen Pokalrunden, für die sich die Vereine bereits vor Wochen anmelden konnten, haben zumindest auf dem Papier weiter Bestand.

Inzwischen haben in jüngster Vergangenheit aber bereits einige Vereine auf Verbandsebene die Meinung geäußert, angesichts der ungewissen Situation lieber ganz auf diese Spiele verzichten zu wollen. „Seit dem ersten Beschluss sind ja bereits einige Wochen vergangen“, betonte der WHV-Vorsitzende. Deswegen will der Verband, so Barnhusen, in den nächsten Tagen noch einmal bei den Klubs anfragen, wie die allgemeine Tendenz aussieht, danach eventuell neu beraten.

„Terminlichen Druck haben wir aktuell nicht“, beteuerte Barnhusen. „Lediglich was den Aufstieg von der Oberliga in die 3. Liga angeht, müssen gewisse Meldefristen eingehalten werden“, so der Vorsitzende. Aber auch die könnten weiter nach hinten verschoben werden.

Kein terminlicher Druck

Bereits vor Wochen wurde entschieden, dass es in allen Klassen keine Absteiger geben wird. Dennoch wird das auf freiwilliger Basis möglich sein. „Wer für die kommende Saison keine entsprechend starke Mannschaft stellen kann, der kann sich auch eine Klasse tiefer einordnen lassen“, bestätigte Barnhusen den Beschluss, den das erweiterte Präsidium am Mittwochabend gefasst hat.

Wie Barnhusen weiter versicherte, sollen nach den Osterferien auch die Spieler der Nachwuchs-Leistungsklassen beschäftigt und gefördert werden. Für diese Talente will der Verband in allen Altersklassen entsprechende Kaderlehrgänge anbieten. „Diese werden alle unter größten Sicherheitsvorkehrungen nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung stattfinden, sofern das möglich ist“, beteuerte Barnhusen.

Kreisvorstand tagt am Ostermontag

Auch der Bergkamener Carsten Umbescheidt war bei der Videokonferenz des Verbandes als Vorsitzender des Kreises Hellweg vertreten. Im Gegensatz zu den Vereinen auf Verbandsebene hat es in seinem Kreis bisher noch keine Hinweise darauf gegeben, dass Klubs, die bereits für die Pokal- oder Aufstiegsrunden gemeldet haben, nun doch nicht mehr antreten wollen. „Davon habe ich jedenfalls nichts gehört“, erklärte Umbescheidt. Am Ostermontag will der Kreisvorstand allerdings per Videokonferenz noch einmal über das Thema sprechen. Alleine absagen kann der Kreis aber nicht. „Wir werden uns natürlich an die Entscheidungen des Verbandes halten“, bestätigte Umbescheidt.

Bei den Vereinen ist das Interesse durchaus noch vorhanden. Allerdings erwarten diese auch eine ansprechende Vorbereitungszeit. „Wir würden auf jeden Fall antreten“, meinte Ferry Weijmans, Vorsitzender des Bezirksligisten SC Eintracht Heessen, der für die Pokalrunde gemeldet hat. „Aber auch nur dann, wenn wir zumindest vorher vier Wochen trainieren könnten. Alles andere macht doch keinen Sinn“, betonte Weijmans. Da die Saison laut Verbandsbeschluss allerdings am 30. Juni beendet sein soll, bleibt damit nicht mehr allzu viel Spielraum. Deshalb geht nicht nur Weijmans inzwischen davon aus, dass eine offizielle Absage durch den Verband und Kreis nicht mehr lange auf sich warten lassen wird.

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