SG II kassiert die dritte Niederlage in Serie

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Zum dritten Mal in Folge verlor die SG Handball Hamm II, hier David Wiencek.

Hamm - Am Ende überwog die Enttäuschung. Ja, es war beinahe schon Resignation bei Christof Reichenberger. „Das war nicht gut“, sagte der Trainer der SG Handball Hamm II. Der Oberligist kassierte mit dem 23:26 (12:14) gegen den HTV Sundwig/Westig die dritte Niederlage in der dritten Begegnung der Rückrunde.

„Mir fehlt aktuell der Biss bei der Mannschaft. Darüber müssen wir reden, damit wir schnell die Kurve bekommen“, fügte der Trainer enttäuscht hinzu.

Dabei hatte es gar nicht so schlecht angefangen für die Hausherren. Trotz eines früh verworfenen Siebenmeters von David Wiencek legte die SG auf 4:2 vor (9.). Zwar kam Sundwig wieder heran und glich sogar aus (5:5), machte aber bis dahin noch nicht den Eindruck, das Spiel an sich reißen zu können. „Sie haben sich nicht so gut bewegt“, meinte Reichenberger, dessen Team erneut in Führung ging (8:6/15.).

Doch dann war es vor allem Lukas Rosenbaum, der die Gäste auf Kurs brachte und vier seiner fünf Treffer im ersten Abschnitt erzielte. Nach dem Dreierpack von Lars Henkels (9:10/21.) sah sich Hamms Coach zu einer Auszeit gezwungen. „Bis dahin waren wir eigentlich im Soll“, meinte Reichenberger später. „Aber statt weiter unseren Streifen zu spielen und den Vorsprung vielleicht sogar auszubauen, haben wir dann urplötzlich abgeschaltet und reihenweise Chancen vergeben.“ Als Hamm wieder dran war (11:12/25.), kassierte Tobias Weßeling eine Zwei-Minute-Strafe – und die Aufholjagd war schon wieder dahin.

Das setzte sich trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs nach 41 Minuten (18:18) auch im zweiten Durchgang fort. Denn daraufhin verpassten es die Hammer, eine doppelte Überzahl auszunutzen. „Wir waren zu blöd, vier Leute auszuspielen“, monierte der Trainer. „Jeder hatte eine Idee, aber es war meistens die falsche. Sundwig hat dagegen Blut geleckt und hatte Bock, dieses Spiel zu gewinnen“, sagte Reichenberger. „Wir hatten eher weniger Bock.“

Stattdessen baute die SG immer mehr ab „statt auf 100 Prozent hochzufahren“, spielte im Aufbau stets Bälle ins Aus. „Wenn du so viele technische Fehler machst, braucht du dich am Ende auch nicht zu wundern“, meinte der Coach. Auch die Maßnahme, in der Defensive auf die 5:1-Variante umzustellen, brachte nicht mehr den erhofften Effekt. Somit war die Begegnung spätestens mit dem 20:24 (55.) entschieden. Und der Frust bei Reichenberger und Co. groß. „Wir müssen schleunigst die Punkte holen“, richtet der Coach den Blick eher wieder nach unten, nachdem die Hammer vor zwei Wochen noch die Chance gehabt hatten, auf Platz zwei vorzurücken.

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