Handball

Neuer Torhüter für den ASV Hamm-Westfalen

Neuverpflichtung Mathis Stecken soll den Konkurrenzkampf bei den Torhütern des Drittligisten ASV Hamm-Westfalen II beleben.
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Neuverpflichtung Mathis Stecken soll den Konkurrenzkampf bei den Torhütern des Drittligisten ASV Hamm-Westfalen II beleben.

Mitten in der coronabedingten Handball-Zwangspause hat der ASV Hamm-Westfalen einen weiteren Torhüter verpflichtet. Mathis Stecken spielte zuletzt beim Zweitliga-Absteiger HSG Krefeld. Jetzt soll er die zweite ASV-Mannschaft in der 3. Liga verstärken.

Hamm – An das neue Gesicht während der Trainingseinheiten haben sich seine Mitspieler schon gewöhnt. Seit einigen Wochen trainiert Mathis Stecken bereits bei den Drittliga-Handballern des ASV Hamm-Westfalen mit – und ist mittlerweile fester Bestandteil des Kaders. Auf seinen ersten Einsatz mit dem Team muss er coronabedingt allerdings noch warten. „Wir haben lange diskutiert, ob wir noch einen weiteren Torhüter holen sollen“, weiß ASV-Sportwart Christof Reichenberger, dass eine Neuverpflichtung in der coronabedingten Saisonunterbrechung merkwürdig anmutet, zumal diese „nicht aus der Not heraus geboren wurde. Aber es ist schon seit Sommer so, dass wir mit vier Torhütern für die erste und zweite Mannschaft recht mau aufgestellt waren. Daher haben wir uns auf dem Markt weiter umgeguckt.“

In den kam Bewegung, als Stecken überraschend bei seinem bisherigen Verein, HSG Krefeld, um Vertragsauflösung bat. Erst im März hatte der 28-Jährige beim Zweitliga-Absteiger einen Kontrakt unterzeichnet. Ende Oktober war er wieder auf dem Markt, „weil mir der Aufwand mit fünf Mal Training in der Woche und der ganzen Fahrerei nach Krefeld zu viel wurde“, erklärt der Torhüter, der erst kürzlich von seiner Heimatstadt Essen nach Bochum umgezogen ist und nur kurz darauf eine Anfrage von ASV-Manager Frank Scharschmidt erhielt, ob er sich einen Wechsel nach Hamm vorstellen könne.

Konnte er, „weil der Aufwand in Hamm ein bisschen weniger ist. Mich hat es gereizt, dass ich mehr Zeit habe, um alles andere voranzutreiben.“ Ein paar Trainingseinheiten später stand der Vertrag mit dem Neu-Bochumer, der vor seiner Zeit in Krefeld unter anderem beim Leichlinger TV und Tusem Essen viel Erfahrung in der dritten und auch in der zweiten Liga gesammelt hat.

Der Neuzugang soll den Konkurrenzkampf fördern

Von der Verpflichtung Steckens erhoffen sich Reichenberger und Trainer Dirk Schmidtmeier, dass der Konkurrenzkampf bei den Torhütern angefacht wird. „Außerdem war Patrick Krömer schon während der Vorbereitung verletzt, so dass wir teilweise Leute aus der dritten Mannschaft oder der A-Jugend dazu nehmen mussten“, sagt Reichenberger. der sich, was die Torhüterfrage angeht, nun auf der sicheren Seite sieht.

Ursprünglich war geplant, dass Stecken auch einmal in der Woche im Kader des Zweitligateams mittrainieren soll. „Aber das können wir im Moment nicht leisten“, sagt der Sportwart. „Weil im Hygienekonzept darauf hingewiesen wird, dass die Kader strikt voneinander getrennt werden müssen. Wenn bei den Torhütern oben was passieren sollte, müsste er dann erst zweimal getestet werden, bevor er zum Kader stoßen kann.“

Für den Lehramtsstudenten (Fächer: Sport und Wirtschaft), der gerade an seiner Masterarbeit sitzt, kein Problem. „Natürlich ist es schade, dass das im Moment nicht möglich ist. Aber ich glaube, dass das noch eintreten wird, wenn sich die Saison wieder normalisiert“, sagt Stecken, der den Fokus auf das eigentliche Ziel legt: „Der Verein wollte ja gerne einen Torhüter, der dazu beitragen soll, dass die zweite Mannschaft den Klassenerhalt schafft.“

Das will Stecken versuchen, der seine Qualitäten auf der Platte vor allem in der Kooperation mit der Deckung sieht. „Ich glaube, dass ich das Zusammenspiel mit dem Block ganz gut beherrsche“, sagt der 1,93-Meter-Mann. „Deshalb freue ich mich, dass da ein paar lange Kerls in der Mannschaft sind.“

In Krefeld mit zwei Ex-ASVern zusammen gespielt

In Krefeld hatte der Torhüter mit Oliver Milde und Oliver Krechel gleich zwei Teamkollegen, die noch in der vergangenen Saison bei seinem neuen Klub unter Vertrag gestanden hatten. „Ich habe mich mit beiden Ollis sehr gut verstanden“, sagt Stecken und betont, dass der Konkurrenzkampf mit der Krefelder Nummer eins keinen Einfluss auf seinen Wechselwunsch gehabt habe. „Ich denke, dass wir uns gegenseitig sehr geschätzt und ein gutes Duo gebildet haben. Ich habe vier Spiele für Krefeld gemacht in dieser Saison, und da meine Einsatzzeiten bekommen.“

Letztlich haben die Gespräche mit Milde und Krechel dazu beigetragen, dass sich der 28-Jährige für den ASV entschieden hat. „Natürlich habe ich mit beiden mal gesprochen, aber auch mit vielen Freunden – und ich habe da nur Gutes gehört.“

Der Vertrag ist erst einmal bis zum Ende der Saison gültig, „aber ich würde mich freuen, wenn es länger wird“, sagt Stecken, der in Hattingen geboren und im Handballverband Westfalen aufgewachsen ist. „Bis jetzt bin ich jedenfalls super zufrieden.“

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