SG will über Jöllenbeck zum Klassenerhalt

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Tobias Weßeling (rechts) will mit den SG-Oberliga-Handballern in Jöllenbeck punkten.

HAMM - Ein kurzer Blick auf die Tabelle genügt, um die Bedeutung der nächsten Aufgabe der SG Handball Hamm zu erkennen. Der Oberliga-Elfte mit 16:22 Zählern ist am Samstag (17.45 Uhr/Realschule) beim zwei Ränge besser platzierten TuS Bielefeld/Jöllenbeck (18:20) gefordert. „Das ist ein Gegner“, sagt Trainer Christof Reichenberger, „gegen den wir Punkte holen müssen.“

Anders als gegen die jüngsten beiden Kontrahenten. Die Niederlagen gegen Volmetal und Altenhagen-Heepen sind zwar abgehakt, aber mit der Einstellung seiner Mannen gegen Volmetal ist der Coach nach wie vor nicht einverstanden. „Wir haben das Ganze zu früh hergeschenkt, das darf uns jetzt nicht mehr passieren“, sagt er. Die ganze Konzentration gilt nun allerdings Bielefeld. Und dem eigenen Auftritt. Die Tatsache, dass Marius Schrage (nach Verletzung) und Eike Jungemann (Verletzung und Einsätze im Landesliga-Team) lange nicht mit der Mannschaft trainiert hatten, war zuletzt sichtbar. „Daher haben wir uns in dieser Woche darauf konzentriert, die Mechanismen wieder zu festigen, damit die Truppe eingespielter ist“, so Reichenberger.

Zumal die Offensive am Samstag wieder einmal gefordert sein wird. Der TuS ist dafür bekannt, mit einer „jugoslawischen Variante der 3-2-1-Deckung“ zu agieren. „Wenn wir die knacken, dürften unsere Chancen auf einen Punktgewinn nicht allzu schlecht stehen“, sagt der Coach. „Das ist das A und O.“ Dazu bedarf es auch einer gewissen Portion Geduld. „Wichtig ist, dass wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und nicht hektisch werden“, so der 43-Jährige.

Beim 25:25-Unentschieden im Hinspiel hat das einigermaßen funktioniert, „auch wenn es damals von beiden Teams ein relativ schlechtes Spiel war“, sagt Reichenberger. Größere Probleme hatte die SG aber in der Abwehr, vor allem mit Bielefelds Rückraum-Shooter Nils-Martin Grothaus. „Er hat uns einige eingeschenkt“, sagt der Trainer. „Ihn müssen wir in den Griff bekommen.“ Aber natürlich auch seine Nebenmänner. „Die Abwehr muss funktionieren. Dann ist es leichter, zu den einfachen Toren zu kommen. Damit würden wir das eine oder andere Mal vielleicht der unangenehmen Deckung des Gegners aus dem Weg gehen.“

Reichenberger erwartet ein packendes Match. Allein aufgrund der Tabellen-Konstellation. „Beide brauchen noch die Punkte, um nicht doch noch unten reinzurutschen“, sagt er. „Daher wird keiner auf die Idee kommen, dem anderen etwas zu schenken.“ Der Trainer geht sogar so weit, dass die möglichen zwei Zähler vielleicht sogar reichen, um die Klasse zu sichern. „Eine Garantie gibt es natürlich nicht, theoretisch ist auch bei einem eventuellen Sieg noch vieles möglich“, meint er. „Aber bei dann 18 Pluspunkten ist das Schiff schon fast sicher im Hafen angekommen. Und die Jungs wissen auch, worauf es jetzt ankommt.“

Personell ist die Lage wieder etwas entspannter, auch wenn Jannik Presch, Sören Feldmann und Nils Korte in der „Dritten“ auflaufen werden. Tobias Weßeling war grippegeschwächt, dürfte aber einsatzbereit sein. Aus der A-Jugend werden wieder Lucas Schittek und Sebastian Göller mitreisen wie auch ihr Coach Reinhard Zimmer, der gemeinsam mit Manager Frank Scharschmidt den beruflich verhinderten Reichenberger vertritt. - mg

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