SG Handball Hamm stellt Marius Schrage sofort frei

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Marius Schrage wird das Trikot der SG Handball Hamm nicht mehr überstreifen.

Hamm – Handball-Oberligist SG Handball Hamm und Rückraumspieler Marius Schrage gehen ab sofort getrennte Wege. Das bestätigte Manager Frank Scharschmidt auf Anfrage des „Westfälischen Anzeigers“.

Das Tischtuch zwischen dem 27-Jährigen und der SG ist zerrissen. „Es gibt Dinge im Leben, die trotz klarer Absprachen anders laufen“, erklärte Scharschmidt. „Es sind ein paar Dinge vorgefallen, die zur sofortigen Freistellung geführt haben.“

Der 1,97 Meter lange Linkshänder habe hinter dem Rücken des Managers Kontakt zum designierten Meister und Drittliga-Aufsteiger SG Menden Sauerland Wölfe aufgenommen. „Marius hatte uns vor der Saison für zwei Jahre seine Zusage gegeben“, kritisiert Scharschmidt. „Sich dann mit einem anderen Verein in Verbindung zu setzen, kann und will ich nicht akzeptieren, auch wenn wir nicht im Profibereich sind. Wenn Dinge hinter dem Rücken passieren, ist das nicht korrekt. Absprachen werden nicht nur einseitig getroffen, wer sich nicht daran hält, der muss mit Konsequenzen rechnen.“

Auch in einem klärenden Gespräch habe der Rückraum-Rechte nicht mit offenen Karten gespielt, bemängelt Scharschmidt. „Deshalb haben wir die Zusammenarbeit sofort beendet und Marius für die restlichen Spiele freigestellt“, fügt er hinzu. Im Vorfeld der Unterredung hatte sich der Manager bei Birgit Albrecht, der Sportlichen Leiterin der Wölfe, über die Kontaktaufnahme erkundigt.

„Der Spieler hat Kontakt zu unserem neuen Trainer Sascha Simec aufgenommen“, bestätigt Albrecht. „Kurz vor Ostern sind wir uns einig geworden.“ Schrage soll zusammen mit Felix Thier und Joshua Krechel für Gefahr im rechten Rückraum sorgen.

„Meine Entscheidung gegen Hamm ist unabhängig von Angeboten anderer Vereine gefallen“, sagt der 27-Jährige. „Ich bin schon länger dabei und wollte einen Schlussstrich ziehen, der mir sehr schwer gefallen ist. Dass sich das Ganze jetzt so entwickelt hat, war von meiner Seite nicht geplant. Schrage führt die Zuspitzung auf ein „großes Kommunikationsproblem“ zurück. „Mehr will ich dazu nicht sagen“, erklärt der Linkshänder.

Damit muss Trainer Tobias Mateina in den Begegnungen gegen Nordhemmern, Loxten und Gevelsberg-Silschede auf den 36-fachen Torschützen, der zu Saisonbeginn lange verletzt war, verzichten. In der nächsten Saison wird Nachwuchsmann Kim Voss-Fels die rechte Rückraumseite beackern. Der 18-Jährige, der für den Soester TV 85 Treffer erzielte und Platz 28 in der Torschützenliste belegt, soll langfristig an die 2. Liga herangeführt werden, wird aber nach Aussage von Tim Rezun, dem neuen Sportlichen Leiter der Oberliga-Mannschaft, erst einmal den Kader der Zweiten verstärken.

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