Handball

ASV Hamm-Westfalen gegen Gummersbach: Die Halle füllt sich

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Vorfreude auf das Jahres-Abschlussspiel: ASV-Geschäftsführer Franz Dressel (rechts) und sein Gummersbacher Kollege Christoph Schindler.

Sportlich läuft es beim Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen derzeit bestens. Mit dem Sieg beim Traditionsklub TuS-N-Lübbecke zog die Mannschaft von Trainer Kay Rothenpieler nach Punkten mit dem Liga-Zweiten Tusem Essen gleich – und auch der Vorverkauf für das Spiel des Jahres gegen den VfL Gummersbach in der Dortmunder Westfalenhalle (30. Dezember/19 Uhr) läuft.

Hamm – „Im Moment gibt es viele Nachfragen aus den Vereinen des Handballkreises Hellweg, die bei uns eingehen und sehr viele Vorbestellungen“, zeigt sich ASV-Geschäftsführer Franz Dressel zufrieden. „Aktuell liegen wir bei rund 5 000 verkauften Karten.“

Eine Zahl, mit der Dressel zum jetzigen Zeitpunkt auch gerechnet hatte, als er das ein wenig tollkühn anmutende Unternehmen „Spiel in der Westfalenhalle“ auf den Weg schickte. Aber auch eine, die noch nicht ausreicht, um das finanzielle Risiko zu deckeln. „Wenn 7 000 Leute kommen werden, dann kann ich mich an Silvester zufrieden zurücklehnen“, hatte er bereits im Rahmen einer Pressekonferenz in Dortmund Mitte Oktober gesagt, sieht aber weiterhin keinen Grund zur Beunruhigung und versichert: „5 000 ist die Zahl, die wir uns zum jetzigen Zeitpunkt erhofft haben. Wir sind derzeit voll im Soll, was den Vorverkauf angeht.“

Arbeitsintensives Projekt

Dass das Projekt ein arbeitsintensives ist, wusste der ASV-Geschäftsführer bereits, als ihm die Idee kam, gegen den zwölffachen Deutschen Meister aus Gummersbach in die große Halle nach Dortmund umzuziehen. Schließlich hatten er und das gesamte ASV-Team dieses Prozedere schon einmal im Jahr 2010 durchgemacht, als im Erstligajahr gegen den HSV Hamburg rund 11 000 Zuschauer in das Rund der Westfalenhalle pilgerten. Ein Erlebnis, das sich so stark eingeprägt hat, dass es nach Wiederholung schrie. „Dafür müssen natürlich Zeitpunkt und Gegner passen“, weiß Dressel, dass damals der große Name des späteren Deutschen Meisters aus Hamburg ein Zuschauermagnet war. Und er ist sich sicher, dass das dieses Mal der VfL Gummersbach ebenso ist.

Sportlicher Glücksgriff

Sportlich entwickelt sich der Termin für die Begegnung am Ende des Jahres immer mehr zum Glücksgriff. Denn während der ASV seine Hausaufgaben bislang trotz einiger Rückschläge sehr ordentlich gemacht hat und sich bestens positioniert im Rennen um den Aufstieg sieht, läuft es auch beim Erstliga-Absteiger aus dem Bergischen Land immer besser. Was nach dem schwachen Saisonstart des Teams von Trainer Torge Greve nicht so aussah. Mit 3:5 Punkten legte der VfL einen Fehlstart in Liga zwei hin, arbeitete sich danach aber langsam nach vorne. Nach zuletzt 8:2 Punkten in Serie steht der VfL auf Platz fünf – nur einen Zähler hinter den Hammern. Mit der Begegnung beim Liga-16. in Konstanz sowie den beiden Knallern gegen den ThSV Eisenach (4. Platz) und bei Tusem Essen (2.) hat der VfL Allerdings noch deutlich höhere Hürden bis zum Jahresfinale vor der Brust als der ASV, der vorher noch am Samstag gegen den Tabellensechsten TSV Bayer Dormagen (19.15 Uhr/Westpress Arena), beim TV Hüttenberg (14.) und am zweiten Weihnachtstag in eigener Halle gegen die SG BBM Bietigheim (10.) antreten muss.

"Denke, dass unsere Fans deutlich in der Überzahl sein werden."

Die Befürchtung, dass diese so wichtige Partie gegen Gummersbach von einem Heim- zu einem gefühlten Auswärtsspiel mutieren kann, teilt Dressel nicht. „In Gummersbach sind derzeit etwas über 1 000 Tickets verkauft“, sagt er. „Ich denke, dass unsere Fans schon deutlich in der Überzahl sein werden, dass der Anteil etwa bei 70:30 Prozent liegt. Es kommt eben darauf an, inwieweit die Zuschauer bereit sind, unsere Mannschaft zu pushen.“

Ungeachtet der ausstehenden Ergebnisse läuft in Hamm, Gummersbach und Dortmund eine Großplakataktion an. Zudem wurde ein Fanschal produziert, der auf der einen Hälfte ASV-Logo und Farben und auf der anderen die des VfL Gummersbach trägt – alles für ein gelungenes Handball-Event.

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