1. wa.de
  2. Sport
  3. Hamm

ASV verabschiedet sich in Hüttenberg aus der 2. Liga

Erstellt:

Von: Günter Thomas

Kommentare

Noch 60 Minuten durchtanken: Danach ist Urlaub für Jan von Boenigk und den ASV.
Noch 60 Minuten durchtanken: Danach ist Urlaub für Jan von Boenigk und den ASV. © Reiner Mroß

Eine Fahrt, die Spaß bereitet, soll es werden. Eine Spaßfahrt zumindest während der Anreise eher nicht. Auch wenn es am Samstag im letzten Punktspiel der Saison in der 2. Handball-Bundesliga beim TV Hüttenberg (18 Uhr/Sportzentrum Hüttenberg) für das Team des ASV Hamm-Westfalen um nichts mehr geht, will der seit dem vergangenen Freitag als Aufsteiger in die 1. Liga feststehende Tabellenzweite den Spagat zwischen seriösem Auftritt und freudigem Saisonabschluss schaffen.

Hamm – „Das ist mit Sicherheit schwer, wieder auf absolutes Normalniveau hochzufahren“, weiß ASV-Coach Michael Lerscht. „Wir haben am Donnerstag das erste Mal seit dem Großwallstadt-Spiel wieder trainiert, wollen das aber seriös angehen. Schließlich wird auch ein Bus mit 50 Fans aus Hamm nach Hüttenberg aufbrechen. Daher wollen wir das Bestmögliche für unsere Zuschauer und uns selbst erreichen. Aber klar: Zum Glück hat die Anzeigentafel nicht mehr die maximale Bedeutung.“

Doch der Coach versichert auch: „Es wird schon lockerer im Bus zugehen. Es ist ja klar, dass die Stimmung gelöst ist und der Druck abgefallen. Daher ist es gut, dass wir nicht mehr direkt in den Abstiegskampf eingreifen müssen, weil es für Hüttenberg auch um nichts mehr geht.“

Eine Entscheidung im Abstiegskampf steht noch aus

Die meisten Entscheidungen sind gefallen. Meister VfL Gummersbach und der ASV steigen auf. Der TV Emsdetten und EHV Aue ab – nur der TV Großwallstadt (gegen Bietigheim) und TuS Ferndorf (in Dormagen) tragen im Fernduell den Kampf um den Klassenerhalt aus. Für den Rest der Liga geht es an diesem letzten Spieltag nur noch um Obst – im Fall des TV Hüttenberg um die „Goldene Ananas“, wie es der Verein selbst auf seiner Homepage beschreibt. Die Mannschaft von Coach Johannes Wohlrab hat als Tabellenfünfter noch die Chance, mit einem Sieg über den ASV auf Platz drei vorzurücken. Größere Motivation dürfte das Team daraus ziehen, dass es zum Saisonabschluss noch einmal in eigener Halle antreten wird und unter anderem Urgestein Dominik Mappes zum vorerst letzten Mal im Trikot seines Heimatvereins auflaufen wird. Er wechselt zum Meister und Aufsteiger VfL Gummersbach.

Auf Hammer Seite sind die Verabschiedungen der Spieler, die den Verein verlassen werden, bereits nach dem letzten Heimspiel am vergangenen Freitag gegen den TV Großwallstadt vorgenommen worden. Die sechs scheidenden Akteure stehen aber in Hüttenberg ein letztes Mal im Kader – auch Spielmacher Dani Baijens, der sich bei seinem Trainer bereits vor dem Großwallstadt-Spiel scherzhaft für die letzte Partie in den Urlaub verabschiedet hat. „Wir werden noch einmal in die Mannschaft reinhören und dann gucken, wer auflaufen wird“, sagt Lerscht. „Aber erst einmal plane ich ganz normal mit dem kompletten Kader – und auch die Spieltags-Vorbereitung wird wie immer sein.“

Auch interessant

Kommentare