Handball

Tusem Essen gegen ASV Hamm-Westfalen - so deutlich ging es aus

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Bis hierher und nicht weiter: Stefan Lex und der ASV verloren in Essen deutlich.

Starke Gastgeber und eine schwacher zweite Halbzeit kosteten den ASV Hamm-Westfalen im Spitzenspiel der 2. Handball-Bundesliga die erhofften Punkte in der Partie beim Tabellendritten Tusem Essen – und vor 2 578 Zuschauer in der ausverkauften Sporthalle „Am Hallo“ auch die Tabellenführung. Nach 60 Minuten hatte Tusem durch einen deutlichen 28:21-Erfolg Platz eins zurück erobert.

Essen - Wie angekündigt, blieb Mittelmann Merten Krings der einzige Hammer Ausfall. Ähnlich sah es bei den Gastgebern aus: Hier fehlte Linksaußen Tom Skroblien. Er hatte aber im mit 41 Treffern bisher erfolgreichste Tusem-Torschützen der laufenden Saison – Noah Beyer – einen mehr als starken Mitspieler auf seiner Position.

Im Vorfeld der Partie forderte ASV-Coach Kay Rothenpieler die üblichen Tugenden von seinen Spielern ein, die für den positiven Ausgang eines Spitzenspiels zu 100 Prozent abzurufen sind: „Wir müssen eine aggressive und bewegliche Deckung stellen“, sagte er. „Dazu brauchen wir vorne die einfachen Tore aus dem Rückraum.“

Doch einfach war zunächst nichts auf der Platte: Es wurde die erwartet intensive geführte Partie, in die beide Mannschaften ein wenig nervös starteten – Fehlwürfe zum Auftakt waren die Folge. Danach fing ich der Gastgeber schneller, legte zwei Treffer vor – Hamm musste sich an die raue Gangart in der Essener 6:0-Deckung erst gewöhnen, die das Trikot von Jan Brosch schon nach zwei Minuten einem Reißtest unterzog, den dieses nicht bestand. Nach fünf Minuten waren dann auch de Gäste im Spiel. Zunächst Sören Südmeier mit dem ersten ASV-Treffer des Abends (3.) und dann Fabian Huesmann per Siebenmeter (5.) sorgten für den Ausgleich.

Und in der Folge sollte es eine offene Partie bleiben, in der die Hammer zwischenzeitlich zwar sogar mit zwei Treffern wegzogen, nachdem Huesmann mit zwei Toren und Südmeier binnen kurzer Zeit aus einem 5:6-Rückstand eine 8:6-Führung gemacht hatten (14.). Doch Huesmann verpasste es anschließend, als er nach einem aufmerksamen Steal allein auf das Tor von Fredrik Genz zulief, dann aber an Essens gut aufgelegtem Keeper scheiterte, den Vorsprung früh auf drei Treffer zu schrauben.

Als dann auch aus dem Hammer Rückraum keine Chancen mehr kreiert wurden, waren die Essener schnell wieder dran. Nach 23 Minuten hieß es 9:9. Milde musste weichen, und auf Halblinks versuchte sich jetzt im Angriff Markus Fuchs. Erfolgreich: Drei von vier seiner Abschlüsse landeten im Netz. Den knappen 11:12-Rückstand zur Pause verhinderten seine Treffer allerdings – ein Ergebnis, das auch dem starken Felix Storbeck im ASV-Tor zu verdanken war, der mit zahlreichen Paraden seinem Gegenüber um nichts nachstand.

Mit Sören Südmeier als vorgezogenem Deckungsspieler versuchten es die Gäste nach der Pause, fingen sich aber schnell zwei weitere Gegentore. Beim Stand von 11:14 hatte Rothenpieler bereits die Grüne Karte in der Hand. Doch als dann Storbeck einen weiteren Ball parierte und Jan von Boenigk auf der anderen Seite das 12:14 erzielte, steckte er sie zunächst wieder ein.

Nach dem 12:15 sorgten die ersten beiden erfolgreichen Anspiele auf Kreisläufer Jan Brosch dafür, dass der ASV wieder auf ein Tor verkürzte (37.). Doch die Gäste blieben im Abschluss fahrig. Ein Strahl vo Lucas Firnhaber und das erste Tor der Partie durch Jonas Ellwanger – Essen lag wieder mit drei Treffern vorn (39./14:17).

Essen legte weiter nach, und der ASV blieb von der 37. bis zur 45. Minute ohne Treffer – zu lang, um Zählbares mitzunehmen. Nach 48 Minuten stand es 15:22, nach 53 17:25 – die Partie war längst entschieden.

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