Handball

Re-Start für den TuS Ferndorf beim ASV Hamm-Westfalen mit einem Rumpfteam

Michael Lerscht ASV Hamm-Westfalen und Mirza Sijaric, TuS Ferndorf.
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Treffen am Freitag als Gegner aufeinander: ASV-Trainer Michael Lerscht (links) und der Sportliche Leiter des TuS Ferndorf, Mirza Sijaric.

Seit dem 26:26 am 28. Februar beim EHV Aue geht beim Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf coronabedingt nichts mehr. Am Freitag beim ASV Hamm-Westfalen (19.15/Westpress Arena) wird das Team erstmals nach fast sechswöchiger Quarantänepause wieder antreten. Mit einer halben Oberligamannschaft, sagt Geschäftsführer Mirza Sijaric.

Hamm – Zwei Platzpatronen hat der TuS Ferndorf in dieser Saison bereits abgeschossen: So zumindest bezeichnet Mirza Sijaric, Geschäftsführer des TuS Ferndorf die ersten beiden coronabedingten Pausen, die seine Mannschaft in dieser Saison in der 2. Handball-Bundesliga einlegen musste. Die dritte Patrone war dann allerdings scharf. Zwei positive Fälle im Team hatten die routinemäßigen Testungen Anfang März ergeben, die Zahl der Infizierten im Kader wuchs in den folgenden Tagen auf neun an. Die Folge: Acht angesetzte Begegnungen des TuS mussten in März und April bisher ausfallen. Am Freitag wird die Mannschaft von Trainer Robert Andersson zum ersten Mal wieder um Punkte kämpfen: in der Partie beim ASV Hamm-Westfalen.

„Vier bis fünf Wochen in Quarantäne“

„Die ersten beiden Male war es so, dass wir jeweils einen falsch positiven Test hatten, wobei derjenige Akteur danach zweimal negativ war, die Mannschaft aber trotzdem komplett weggesperrt wurde“, sagt Sijaric. „Dieses Mal waren manche Spieler vier bis fünf Wochen in Quarantäne.“ Eine Zeit, die sich durch das Corona-Konzept des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) noch verlängert. Denn erst nach einem Gesundheitscheck zwei Wochen, nachdem ein Spieler negativ ist, darf er wieder ins Training einsteigen. „Und unser letztes Spiel haben wir im Februar gegen Aue gemacht“, betont Sijaric. „Im Grunde braucht die Mannschaft eine komplette Vorbereitung, ehe sie wieder in die Meisterschaft einsteigt. Die haben sechs Wochen lang keinen Ball in der Hand gehabt.“

Da aber die Zeit davon läuft und der Kalender für die nachzuholenden Begegnungen sehr eng getaktet ist, hat sich die sportliche Leitung des TuS dazu entscheiden, in Hamm zwar anzutreten, das aber nicht mit dem kompletten Zweitligakader. „Es ist so, dass wir auf jeden Fall spielen werden“, sagt Sijaric. „Diejenigen, die infiziert waren, werden aber nicht dabei sein. Sie auflaufen zu lassen, wäre grob fahrlässig – bei dem Programm, das noch ansteht. Deswegen werden wir mit Teilen des Kaders unserer Oberligamannschaft antreten, die zuletzt gemeinsam mit den gesunden Akteuren trainiert hat.“

Sieben Akteure aus dem Zweitligakader des Ex-Klubs von ASV-Coach Michael Lerscht werden voraussichtlich am Freitag dabei sein – gerade genug, um eine Mannschaft auf die Platte zu stellen.

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