ASV ohne Stephan Just beim TuS Ferndorf

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Fällt aus: Stephan Just.

Hamm - Natürlich lässt sich solch eine Niederlage wie die beim Tabellennachbarn TSG Ludwigshafen-Friesenheim nicht so einfach aus den Kleidern schütteln – schon gar nicht, wenn die Dramatik die gleiche war wie im Hinspiel. Wieder gab es Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter für den Tabellenvierten – und wieder verwandelte Philipp Grimm diesen zum Friesenheimer Sieg. Ein Spielverlauf, den die die Akteure des ASV Hamm-Westfalen dennoch am Samstag nicht wieder erleben wollen, wenn sie zur Partie der 2. Handball-Bundesliga beim TuS Ferndorf antreten müssen (19.30 Uhr/Sporthalle Kreuztal).

„Ferndorf ist für mich so etwas die Mannschaft der Stunde in der Liga“, zollt ASV-Coach Niels Pfannenschmidt dem kommenden Gegner großen Respekt. „Das ist eine sehr heimstarke Truppe. Und es ist beeindruckend, wie sie sich im Laufe der Saison als Aufsteiger entwickelt hat.“ 

Daher steht es für Pfannenschmidt außer Frage, dass seine Spieler im Siegerland mit äußerster Konzentration zu Werke gehen müssen. Zu deutlich sind die Warnsignale, die die Ferndorfer von Trainer Michael Lerscht zuletzt aussandten. Drei Siege in Folge gelangen dem Team (27:26 in Bad Schwartau, 28:27 in Essen und 27:26 gegen Friesenheim), ehe beim 24:28 in Aue erstmals wieder eine Niederlage auf dem Spielbericht stand. 

Bemerkenswert dabei vor allem, dass sowohl in Bad Schwartau als auch in Essen hohe Rückstände in der Schlussphase noch zum Sieg gedreht wurden. „Aber wir waren in den vergangenen Spielen auch echt gut“, sieht Pfannenschmidt sein Team gerüstet und hofft, dass es ihm nachträglich zu seinem 42. Geburtstag, den er am Montag feierte, ein Geschenk in Form von zwei Punkten machen wird. „Das wird eine spannende Partie, und wir wollen natürlich versuchen, da zu gewinnen.“

Die personelle Situation beim ASV, der nach wie vor auf Markus Fuchs, Savvas Savvas und Jakob Macke verzichten muss, ist weiter angespannt. „Stefan Just wird wahrscheinlich aufgrund eines Beckenschiefstandes ausfallen“, sagt der Trainer. „Dafür werden Marian Orlowski und Mario Bergen wieder dabei sein.“

Doch auch die Gastgeber, die sich in der Winterpause mit dem früheren deutschen Nationalspieler Dragos Oprea (zuletzt THW Kiel) verstärkt haben, hatten im Saisonverlauf einige Verletze zu beklagen. „Sie haben aber sehr gut auf ihre neue personelle Situation reagiert und ihr Spielsystem umgestellt“, weß Pfannenschmidt. Noch im Hinspiel beim Hammer 27:23-Erfolg traf der ASV auf eine 3:2:1-Deckung, jetzt dürften die Gastgeber eher mit einer 6:0-Variante aufwarten.

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