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Volle Wucht gegen Wetzlar

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Von: Günter Thomas

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ASV-Trainer Michael Lerscht hofft auf die ersten Bundesliga-Punkte.
ASV-Trainer Michael Lerscht hofft auf die ersten Bundesliga-Punkte. Was aber auch gegen Wetzlar nicht leicht werden dürfte. © Reiner Mroß/Digitalbild

Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen wartet immer noch auf die ersten Punkte in der Handball-Bundesliga-Saison. Auch gegen den Tabellen-15. aus Wetzlar ist der Neuling am Donnerstagabend in eigener Halle nur Außenseiter.

Hamm – Die lange Rückfahrt von Berlin nach Hamm im Bus hat Michael Lerscht bereits zur Aufarbeitung der 26:37-Niederlage bei den Füchsen genutzt – es war die bisher höchste seines Teams in der Handball-Bundesliga. Am Freitag folgte die Analyse mit der Mannschaft – dann ging der Fokus bereits wieder auf die kommende Aufgabe. „Am Sonntag war das Spiel bereits abgehakt, denn jetzt gilt es, sich mit voller Wucht auf das Heimspiel gegen die HSG Wetzlar zu konzentrieren“, sagt der ASV-Coach mit Blick auf die Partie am Donnerstag gegen den Tabellennachbarn (19.05 Uhr/Westpress Arena).

Dass die HSG zu diesem Zeitpunkt der Saison mit nur einem Punkt im Tabellenkeller stehen würde, war im Vorfeld der Spielzeit nicht unbedingt zu erwarten gewesen. „Natürlich haben wir registriert, wo sie sich tabellarisch befinden“, sagt Lerscht. „Für uns geht es aber vor allem darum, uns als Mannschaft weiterzuentwickeln. Dann werden wir im Spiel schauen, welche Optionen sich für uns ergeben.“

Dass Berlin als Gradmesser nur bedingt taugt, steht fest – nicht nur, weil beide Kontrahenten vom Donnerstag ernüchternde Niederlagen gegen den Meisterschaftsanwärter bezogen haben. „Die sind nicht unsere Kragenweite“, weiß Lerscht. „Selbst wenn wir da in der einen oder anderen Situation weniger Fehler gemacht hätten, hätte das am Ende keine Auswirkung auf die Anzeigetafel gehabt.“

Die Fehler minimieren

Fehlerminimierung ist dennoch ein wichtiges Thema für die kommenden Aufgaben, die sich mit Wetzlar, FA Göppingen und dem TVB Stuttgart zumindest tabellarisch alle auf Augenhöhe mit dem Aufsteiger aus Hamm befinden. „En Detail lassen sich da sicher keine Vergleiche ziehen“, sagt der Coach. „Das hat auch keinerlei Bedeutung für uns. Denn jeder Gegner stellt uns wieder vor neue enorm große Aufgaben in allen Bereichen. Jede Mannschaft verfügt über unterschiedliche Stärkenprofile.“

Im Fall der HSG Wetzlar sind das „eine immense Wurfgewalt aus dem Rückraum mit Lenny Rubin, Vladan Lipovina oder auch Hendrik Wagner, die aus der Ferne eine gute Quote schießen in Paarung mit guten Kreuzbewegungen für diese Halbspieler durch Magnus Fredriksen oder Jonas Schelker. Die bringen viel Tempo – ähnlich wie es Erlangens Antonio Metzner oder Christoph Steinert gemacht haben. Da gilt es für uns, in der Abwehr einen guten Support für die Torleute zu stellen.“

Der deutsche Nationalspieler Wagner fiel zuletzt beim Wetzlarer 25:25 gegen FA Göppingen zwar krank aus, Lerscht rechnet aber fest damit, dass er gegen den ASV im Gegensatz zum langzeitverletzten Rückraumrechten Stefan Cavor in Hamm wieder auflaufen wird.

Björn Zintel noch keine Option

Im Hammer Lager hat sich an der personellen Situation nichts geändert. Keine Option ist nach wie vor Langzeitausfall Björn Zintel – alle anderen Akteure des Kaders sind einsatzbereit. Und die haben sich zum Ziel gesetzt, eine bessere Partie abzuliefern als in Berlin, wo sie dieses Mal zwar den Start nicht verschlafen und eine 4:2-Führung herausgespielt hatten, dafür aber die 20 Minuten bis zur Pause danach. „Das kommt dann am Ende aufs Gleiche raus“, monierte Lerscht. „Wir lagen beim 19:12 in der Halbzeit wieder deutlich zurück.“

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