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ASV: Weitere Entwicklungsschritte

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savvas savvas beim torwurf in hannover-burgdorf
Savvas Savvas erzielte fünf Tore für den ASV bei der Testspielniederlage in Hannover. © Simon Kottmann

Bis zehn Minuten vor dem Ende hielt Handball-Bundesliga-Neuling ASV Hamm-Westfalen das Testspiel beim Klassenkonkurrenten TSV Hannover-Burgdorf ausgeglichen (27:27). Doch dann schwanden die Kräfte und es gab eine 28:32-Niederlage.

Hannover – Ein Testspiel „fast auf Wettkampfniveau“ hat Handball-Bundesliga-Aufsteiger ASV Hamm-Westfalen am Mittwochabend in Burgdorf gegen den Ligakonkurrenten TSV Hannover-Burgdorf absolviert. Dabei spielten beide Mannschaften, sehr zur Freude der rund 300 Zuschauer, von Anfang an mit hohem Tempo und schenkten sich in einer Partie mit wechselnden Führungen keinen Ball. In den Schlussminuten ließen bei den Westfalen am Ende des dritten Trainingslagertages ein wenig mehr als bei den Gastgebern die Kräfte nach, trotz etlicher guter Möglichkeiten gelang nach dem 27:27 in den verbleibenden zehn Minuten nur noch ein Tor. Der TSV sicherte sich so am Ende einen 32:28-Sieg (18:15).

Vorgaben gut umgesetzt

Das Resultat nahm ASV-Coach Michael Lerscht ohnehin mehr als Randnotiz wahr. „Wir haben heute weitere Entwicklungsschritte gemacht und Dinge aus dem Training gut umgesetzt. Das war ein wirklich guter Test auf einem guten Niveau“, zeigte sich Lerscht zufrieden, der wie am Samstag gegen den Bergischen HC wieder die Spielzeit an alle Akteure verteilte. Für einen davon war es ein Wiedersehen mit einigen Bekannten: Mait Patrail bekam beim Mannschaftseinlauf vom sowieso äußerst fairen Publikum sogar von der Tribüne einen besonderen Willkommensapplaus, acht Jahre lang hatte er für den TSV gespielt. Sportliche Willkommensgeschenke gab es vom Erstligakonkurrenten in der Folge aber natürlich nicht.

Ein offener Schlagabtausch

Wie der ASV drückten auch die Gastgeber von Beginn an aufs Tempo. So entwickelte sich ein Schlagabtausch, nach sechs Minuten stand es bereits 5:5. Im nächsten Angriff bescherte Jan von Boenigk den Gästen dann die erste Führung, die allerdings nach einer Zeitstrafe gegen Markus Fuchs vom TSV in ein 7:6 umgewandelt wurde. Nach dem 7:7 durch die Westfalen dann eine Schlüsselszene in einem intensiven, aber nie unfairen Spiel: Für seinen Einsatz in der Deckung sah Benny Meschke die Rote Karte. Aber Hannover schlug kein Kapital daraus, auch nach einer Viertelstunde war die Partie mit 10:10 völlig ausgeglichen. Erneut brachte von Boenigk den ASV nun wieder in Führung. Das 11:10 für den ASV nahm TSV-Trainer Christian Prokop zum Anlass für eine Auszeit, die Wirkung zeigte. Durch drei Treffer in Folge gingen die Gastgeber wieder mit 11:13 in Führung, die bis zur Pause Bestand hatte (15:18).

Zehn Minuten ohne Tor

Aber die Westfalen ließen sich davon nicht beirren, durch einen 4:1-Lauf direkt zu Beginn des zweiten Abschnitts glich der ASV auf 19:19 aus. Bis zum 23:23 blieb es ausgeglichen. Dann legten wiederum die Gäste zum 25:23 in der 44. Minute vor. Längst hatte Lerscht sein Personal rotiert, das Tempo bleib weiterhin hoch. Vor allem der Wechsel im Tor zeigte Wirkung, Vladimir Bozic entschärfte in der zweiten Halbzeit viele freie Würfe, unter anderem sogar zwei Siebenmeter. Doch das 27:27 in der 50. Minute sollte für längere Zeit der letzte ASV-Treffer sein.

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