Die Lage beim ASV Hamm-Westfalen bleibt angespannt

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Fällt auch gegen den TV Neuhausen aus: Jan Brosch.

Hamm - Es war eine derbe Packung, die die Spieler des ASV Hamm-Westfalen am vergangenen Samstag in der Partie der 2. Handball-Bundesliga beim Tabellenführer HC Erlangen einstecken mussten. Doch lange beschäftigen wollten sich im Nachhinein weder die Spieler noch die Offiziellen mit der Partie.

Schließlich wussten alle Beteiligten, unter welchen Voraussetzungen das Ergebnis zustande gekommen ist. Und schließlich steht am Samstag (19.15 Uhr/Westpress-Arena) bereits die nächste Aufgabe gegen den TV Neuhausen an.

„Das Spiel in Erlangen haben wir ganz schnell abgehakt, das war kein Thema mehr“, sagt Niels Pfannenschmidt. „Wir haben das sicher nicht optimal gemacht. Aber aufgrund der personellen Bedingungen spielt eine Mannschaft wie Erlangen seine Vorteile dann irgendwann aus.“ Viel wird sich an den Voraussetzungen allerdings auch für Neuhausen nicht ändern. Denn keiner der verletzten oder erkrankten Spieler wird in den Kader zurückkehren. Spielmacher Ondrej Zdrahala braucht aufgrund seiner erneuten Sehnenverletzung am Finger noch „zwei bis drei Wochen“, schätzt der ASV-Coach.

An die Rückkehr von Savvas Savvas ist nach seinem Kreuzbandanriss ebenfalls noch nicht zu denken, auch wenn er sehr gut mit Fitnesstrainer Thomas Isdepski zusammenarbeitet und schon einige Fortschritte, gerade im muskulären Bereich, gemacht hat. Und auch die beiden so schmerzlich vermissten zentralen Abwehrspezialisten Jakob Macke und Markus Fuchs werden noch nicht wieder dabei sein. Macke kuriert nach wie vor seine Nackenwirbelverletzung aus, und Fuchs hat in der kommenden Woche einen MRT-Termin, der zeigen soll, ob seine entzündete Patellasehne einen Heilungsfortschritt erkennen lässt. Auch Jan Brosch, der gegen Erlangen obendrein kurzfristig passen musste, steht noch nicht zur Verfügung. „Er hat sich keine simple Erkältung zugezogen, eine deutlich heftigere Influenza. Jan kann gerade einmal ein paar Meter spazieren gehen, ohne zu schwitzen, Das macht noch keinen Sinn.“

Daher ist Pfannenschmidt doppelt froh, dass ihm mit Mario Bergen gegen den TVN zumindest wieder einer der beiden Zweitspielrecht-Akteure aus Lemgo wieder zur Verfügung stehen wird. „Damit haben wir zumindest einen etatmäßigen Kreisläufer zur Verfügung“, atmet der Coach auf. „Und einen Mann für den Innenblock in unserer 6:0-Deckung.“ Der zweite Lemgoer, Valentin Schmidt, steht mittlerweile allerdings aufgrund eines Muskelfaserrisses ebenfalls auf der Verletztenliste. „Vielleicht werden wir aber mit Toni Mrcela noch einen Spieler aus unserer Oberliga-Mannschaft mit in den Kader nehmen“, überlegt der Coach. „Das muss ich aber noch mit deren Trainer Christof Reichenberger absprechen.“

Ungeachtet der eigenen Sorgen dürften auch die Gäste darauf aus sein, dem ASV Probleme zu bereiten. Vor allem das variable System, das Trainer Aleksandar Stevic seinen Spielern – ganz in der Tradition seines langjährigen Balinger Lehrmeisters Rolf Brack – in der Deckung auferlegt hat, erfordert höchste Konzentration. „Da müssen wir eine Topleistung abrufen“, ist Pfannenschmidt sicher, dass sich der Tabellen-16. nicht freiwillig geschlagen geben wird, „und vor allem systemtreuer spielen – uns so, wie in der ersten 25 Minuten in Erlangen, an die Absprachen halten.“

Neuhausen ist dafür bekannt, dass es in der Deckung oft zwischen einer 3:2:1- und einer 5:1-Formation variiert. „Das wird eine tolle Herausforderung für meine Mannschaft, sich immer wieder darauf einzustellen“, sagt Pfannenschmidt, dessen Team ungeachtet aller personellen Rückschläge versuchen wird, seine Serie von zuletzt sechs Heimsiegen in Folge weiter auszubauen. Schließlich behielten die Hammer ja auch im Hinspiel schon mit 23:19 die Nase vorn.

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