Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen in Saarlouis

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Jakob Macke

HAMM - Es gab schon angenehmere Trainingswochen beim ASV Hamm-Westfalen. Der Schreck über die extrem schwache Vorstellung im Heimspiel gegen Aufsteiger GSV Eintracht Baunatal saß Spielern und Trainergespann auch Tage nach der 24:29-Niederlage noch in den Gliedern. Doch unabhängig von allen äußeren Einflüssen steht für Kay Rothenpieler fest: Sein Team ist im Auswärtssspiel bei der HG Saarlouis (Sonntag/17 Uhr) in der Bringschuld.

„Ich denke, dass die Mannschaft jetzt in der Pflicht ist, eine Reaktion zu zeigen“, sagt der ASV-Coach. „Wir wissen, dass das gegen Baunatal ein schlechtes Spiel war und die Leistung nicht zu entschuldigen. Jetzt erwarte ich, dass wir mit sehr viel Emotionen und der nötigen Portion Aggressivität ein gutes Spiel machen.“ Ob dabei auch ein Sieg herausspringen wird, wollte Rothenpieler nicht versprechen, doch zumindest der Wille müsse deutlich zu sehen sein: „In Saarlouis zu gewinnen, ist schwer genug. Aber es muss einfach eine andere Körpersprache da sein“, fordert er. „Und dann bin ich sicher, dass wir auch die nötige Qualität haben, um dort zu bestehen.“

Erste Anzeichen dafür, dass die Aussprache, zu der sich die Mannschaft ohne Trainerteam getroffen hat, fruchtbar war, glaubt Rothenpieler erkannt zu haben. Beim gemeinsamen Training mit Erstligist TBV Lemgo am Dienstag etwa. Ansonsten gab es allerdings zu viele Ausfälle, um überhaupt einen geregelten Trainingsbetrieb durchzuführen. Denn Julian Possehl hat aufgrund eines grippalen Infekts bislang noch gar nicht trainiert, Lars Gudat und Marian Orlowski waren ebenfalls stark angeschlagen. „Ich hoffe, dass sie das nicht zu viel Kraft gekostet hat“, sagt der Trainer, der zumindest seit gestern wieder alle Akteure – mit Ausnahme von Jakob Macke – an Bord hatte. Der Abwehrchef hat sich in der Schlussphase der Partie gegen Baunatal eine Knöchelverletzung zugezogen und musste humpelnd das Feld verlassen. Eine MRT-Untersuchung ergab, dass sich der ASV-Kapitän eine leichte Bänderverletzung und eine Prellung zugezogen hat. Schmerzhaft, aber „nicht ganz so schlimm“, wie Rothenpieler glaubt. „Wir hoffen, dass wir es bis Sonntag hinkriegen, dass er wieder spielen kann.“

Was für das Team sehr wichtig wäre, auch wenn der Coach zu bedenken gibt, dass er noch genügend Alternativen sowohl für den Innenblock in der 6:0-Deckung als auch vorne am Kreis zur Verfügung habe. „Sollte Jakob ausfallen, werden die anderen eben ein bisschen mehr spielen“, sagt Rothenpieler. „Dafür haben wir ja einen breiten Kader, dass wir solche Ausfälle ersetzen und andere Akteure in die Bresche springen, wenn es nötig wird.“

So hofft der ASV-Trainer, dass spätestens am Sonntag „das Thema Baunatal aus den Köpfen raus ist“ und eine deutliche Steigerung auf der Platte sichtbar wird. „Dass ein Ruck durch die Mannschaft gegangen ist, war im Training schon zu sehen“, gibt sich der Coach zuversichtlich. Jetzt muss sie es nur noch auf der Platte beweisen. - güna

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