Handball

Begegnungen mit der "Ex": ASV testet gegen Bundesligist Minden

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Abwehrchef Markus Fuchs vom ASV Hamm-Westfalen hat genau wie Neuzugang Sören Südmeier eine Vergangenheit beim heutigen Testgegner der Hammer, Bundesligist GWD Minden.

Das Testspiel beim Bundesligisten GWD Minden (Samstag, 17 Uhr, Olafstraße) ist für Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen nicht nur die erste große Herausforderung in der Vorbereitung auf die neue Saison. Es ist für Akteure auf beiden Seiten auch eine Begegnung mit der "Ex".

Hamm - Es ist nicht so, dass Kay Rothenpieler die kleinen Geschichten am Rande nicht interessieren. Der Trainer des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen weiß vor dem Testspiel am Samstag beim Bundesligisten GWD Minden sehr wohl, dass Akteure beider Seiten eine Vergangenheit beim Gegner haben. „Natürlich ist es immer schön, ehemalige Spieler zu treffen“, sagt Rothenpieler. 

Viel wichtiger ist für ihn aber, gegen diesen hochkarätigen Gegner Aufschlüsse über den Leistungsstand seines Teams zu erhalten. Und das dürfte auswärts beim Zwölften der abgelaufenen Bundesliga-Saison erstmals in der laufenden Vorbereitung vor gravierende Herausforderungen gestellt werden. Vielleicht auch von Savvas Savvas, der von 2015 bis 2017 in Hamm unter Vertrag gestanden hatte, aber verletzungsbedingt keine große Rolle gespielt hatte. 

Wiedersehen mit Zweitliga-Torschützenkönig Savvas

Dann wechselte Savvas zum Liga-Konkurrenten Eintracht Hildesheim und avancierte in der vergangenen Spielzeit mit 289 Treffern zum Zweitliga-Torschützenkönig. Die Verantwortlichen in Minden erkannten die Gunst der Stunde – und statteten den griechischen Halblinken schon im November vergangenen Jahres mit einem Vertrag für die anstehende Saison aus. Beim ASV hingegen kennen Neuzugang Sören Südmeier und Abwehrchef Markus Fuchs die Mindener aus ihrer eigenen Zeit in Grün-Weiß.

Trainingsauftakt beim ASV Hamm Westfalen in der Steinhalle

All das schiebt Rothenpieler beiseite – genauso wie die Absage der Partie gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke in Bergkamen am Freitag vergangener Woche. „Das war nicht schön. Ich hätte gerne gespielt, um eine Standortbestimmung zu haben. Aber das war nicht möglich, die Gesundheit der Spieler geht vor“, betont der ASV-Coach angesichts von Temperaturen jenseits der 50-Grad-Marke in der Halle. „Damit beschäftige ich mich jetzt nicht mehr“, ergänzt er.

Rothenpieler fordert erneut gute Deckung und Tempospiel

Wohl aber damit, was er in Minden von seinen Schützlingen erwartet. In den Mittelpunkt stellt er – ähnlich wie beim 36:18 im bisher einzigen offiziellen Test gegen den Drittligisten DHK Flensborg – wieder die Deckungsarbeit und das Tempospiel. Trotzdem, daraus macht Rothenpieler kein Geheimnis, wird der Bundesligist andere Anforderungen an seine Sieben stellen als der unterklassige Gegner von der Ostsee. „Generell bestraft Minden jeden Fehler direkt. Hinten musst du etwas offensiver raus. Vorne müssen wir disziplinierter sein, um nicht in Gegenstöße zu laufen“, so der Trainer.

Körperliche Limits bei den Akteuren als Folge des Trainingslagers und der Vielzahl von Einheiten kalkuliert Rothenpieler mit ein – auf beiden Seiten: „Es ist immer noch eine gewisse Müdigkeit in den Beinen, die gehört auch dazu. Die letzte Spritzigkeit wird fehlen. Das wird bei Minden nicht anders sein.“

Personell kann der ASV aus dem Vollen schöpfen. Oliver Milde hat seine Probleme aus dem Duell mit Flensborg, als er einen Schlag auf die Wade abbekommen hatte, überwunden.

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