Eine Westfalen-Auswahl der etwas anderen Art

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Er trainiert die Westfalen-Auswahl: Florian Kehrmann.

HAMM - Es ist ein „Saisonspiel“ der etwas anderen Art. Wenn der ASV Hamm-Westfalen seine beiden nächsten Partien in der 2. Handball-Bundesliga beim HC Empor Rostock am Mittwoch und daheim gegen den TV Hüttenberg am Samstag absolviert hat, wartet eine außergewöhnliche Begegnung auf die Mannschaft von Trainer Kay Rothenpieler.

Sie bekommt es am Mittwoch, 14. Mai (19.30 Uhr, Westpress-Arena), mit einer Westfalen-Auswahl zu tun – einer, die per Internet-Abstimmung gebildet worden ist. Und die Resonanz auf das „Westfalen-Voting-Game“, das Max Doller federführend betreute, überraschte selbst Kay Rothenpieler. „Wir wussten nicht genau, was auf uns zukam, weil wir das ja zum ersten Mal angeboten haben. Aber es war ein Riesen-Erfolg“, sagte der ASV-Trainer mit Blick auf die 130 000 Klicks auf der Facebook-Seite des Vereins und die mehr als 6600 Stimmen, die für die zur Wahl stehenden Akteure abgegeben wurden.

29 Spieler waren es, die per Losentscheid in die Votingphase gekommen waren, nachdem der ASV sämtliche Vereine im weiteren Umkreis schriftlich über die Aktion informiert und im Internet kräftig „getrommelt“ hatte. Und die „Auserwählten“ machten mächtig Werbung für sich, gingen eifrig auf Stimmenfang. Schließlich wartete auf sie nicht nur das Duell mit einem Handball-Zweitligisten als besonderes Erlebnis, sie werden noch dazu von einem Weltmeister trainiert. Der frühere Nationalspieler Florian Kehrmann, mittlerweile Coach des TBV Lemgo II, wird an dem Abend die Auswahl betreuen. Pro Position waren es schließlich die beiden Akteure mit den meisten Stimmen, die sich auf einen Einsatz am kommenden Mittwoch freuen dürfen.

Und nicht nur darauf. „Wir wollen dem Ganzen ein bisschen Event-Charakter geben“, sagt Rothenpieler. „Wir werden das aufziehen wie ein Bundesliga-Spiel.“ So wird beispielsweise jeder einzeln vorgestellt, erhält jeder sein persönliches Trikot, wird es im Anschluss ein gemeinsames Abendessen geben. „Und natürlich“, sagt Rothenpieler, „hoffen wir auch auf die entsprechende Kulisse.“ Überhaupt war die Idee zu dieser Begegnung nicht ganz ohne Hintergedanken geboren worden. Schließlich erhofft sich der ASV noch etwas mehr Aufmerksamkeit. „Wir wollten einmal etwas Neues ausprobieren und dabei auch auf die Halle, auf uns, auf das gesamte Umfeld aufmerksam machen“, erklärt der Coach, der für seine Spieler in der Begegnung ebenfalls eine „angenehme Abwechslung“ sieht. „Die freuen sich alle darauf.“ - fh

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