Handball-Knüller am Dienstag

ASV will gegen TV Großwallstadt punkten

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Der ASV will nach zwei Niederlagen in Folge gegen Großwallstadt doppelt punkten.

HAMM - Die beiden jüngsten Niederlagen waren recht schnell abgehakt. So ärgerlich sie auch waren. „Aber wir wissen, dass wir es besser können“, sagt Kay Rothenpieler, Trainer des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen. Und das will der Tabellenzehnte am Dienstag (19.45 Uhr) beweisen, wenn mit dem Traditionsklub TV Großwallstadt ein klangvoller Name in der Westpress-Arena gastiert.

Dann will der ASV nicht nur erneut – wie beim 33:31-Erfolg im Hinspiel – zwei Punkte einsammeln. Sondern auch dafür sorgen, dass sich der Trend der vergangenen Partien nicht verfestigt. „Wir müssen die Kurve kriegen und unsere Linie wiederfinden, die wir in der Hinserie hatten“, sagt Rothenpieler. Und dass damit die Mechanismen wieder zuverlässig greifen, die „wir in den letzten Wochen ein wenig vernachlässigt haben“.

Radio Lippewelle Hamm überträgt das Spiel ab 19.45 Uhr live - auch im Livestream. Reporter ist Marko Varchmin.

So fordert der Coach eine stabilere, aggressive, hochmotivierte Deckung, die „viel mehr auf Ballbesitz geht“, eine „gute Körpersprache“, mehr Tempo in den Aktionen – kurzum: „Wir wollen wieder an den attraktiven Handball anknüpfen, damit der Funke schnell auf das Publikum überspringt“, sagt Rothenpieler. „Denn das brauchen wir in unserer jetzigen Situation.“

Die ist keineswegs rosig und auch ein Grund für die beiden jüngsten Niederlagen gegen Neuhausen und Rimpar. Vor allem die durchgehend angespannte personelle Situation fordert ihren Tribut. „Bei einigen kommt die hohe Belastung durch“, erklärt Rothenpieler. „Sie gehen auf dem Zahnfleisch. Und wenn du mal eine leichte Schwächephase hast, dann kannst du in dieser Liga gegen jeden verlieren.“

Längst wirken sich die Schwierigkeiten auf den Trainingsbetrieb aus, auch die Vorbereitung auf die Großwallstadt-Partie verlief alles andere als optimal. Die angeschlagenen Björn Wiegers, Ondrej Zdrahala und Matthias Struck konnten nicht oder nur eingeschränkt trainieren, die mit einem Zweitspielrecht ausgestatteten David Wiencek und Markus Fuchs weilten vornehmlich in Lemgo beziehungsweise Minden. Der Einsatz von Jan Brosch (Ellbogenprobleme) ist zudem fraglich. „Aber es bringt nichts, jetzt zu jammern“, sagt Rothenpieler. Es gibt Dinge, die man nicht ändern kann. Was man ändern kann, ist, dass sich jeder voll reinhängt.“

Erstmals kann der Coach heute auf den ebenfalls mit einem Zweitspielrecht ausgestatten Lemgoer Julian Possehl zurückgreifen. „Er hat bislang einen sehr guten Eindruck hinterlassen, ist nicht so wurfgewaltig, aber individuell sehr stark“, erzählt der Coach. „Ich bin davon überzeugt, dass er uns helfen wird. Ob schon gegen Großwallstadt, muss man sehen.“

Gut möglich, dass auch Sebastian Schneider erstmals nach seiner Hodenkrebs-Operation wieder im Kader stehen und im Notfall sogar zum Einsatz kommen wird. „Er hat aber natürlich noch Trainingsrückstand“, sagt Rothenpieler, der weiß, dass auf seine Mannschaft gegen den Erstliga-Absteiger eine ganz schwere Aufgabe wartet. Auch wenn es bei Großwallstadt „nicht ganz rund“ laufe und sich der sechsmalige Hallenhandball-Meister „die Saison sicher etwas anders vorgestellt“ habe – das Team um den ehemaligen ASV-Spielmacher Chen Pomeranz verfüge über eine gute Mannschaft, betont der Trainer.

 „Die Großwallstädter sind nicht konstant, aber sehr gefährlich. Die können jeden Gegner schlagen“, meint der 43-Jährige, der nicht an speziellen Abwehrmechanismen gegen Pomeranz bastelt. „Chen wird sicher sehr motiviert sein. Dass er über eine gute individuelle Klasse verfügt, steht außer Frage. Wir müssen ihn gut verteidigen – aber alle anderen auch“, warnt Rothenpieler davor, sich auf Einzelne zu fokussieren. „Wir wollen ganz seriös unser Ding durchziehen. Und gewinnen.“ - fh

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