Handball, 2. Bundesliga

ASV bei den Rhein Vikings im Pech

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ASV-Coach Kay Rothenpieler

Düsseldorf - Da war mehr drin. Nach gutem Beginn verlor Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen sein Gastspiel bei Aufsteiger Rhein Vikings mit 23:24 (11:10) und scheiterte dabei vor allem an Vikings-Keeper Vladimir Bozic - und den eigenen Nerven.

ASV-Coach Kay Rothenpieler musste wie im Vorfeld der Partie bereits befürchtet, auf Fabian Huesmann verzichten, der sich im Training eine Knieblessur zugezogen hatte. Alle anderen meldeten sich fit, und so ließ der ASV-Coach sein Team vor 737 Zuschauern im Castello beginnen wie zuletzt beim überzeugenden 35:19-Erfolg über Bietigheim. Und auch spielerisch legten die Hammer erneut sehr gut los. Nach sechs Minuten stand es durch Treffer von zweimal Lukas Blohme und Björn Zintel bereits 0:3, und es dauerte eine weitere, ehe die Cheerleader der Vikings das erste Mal ihre Tanzpuschel rhythmisch schwingen durften. 

Die Gastgeber liefen in der Folge zunächst dennoch weiter der Musik hinterher. Der ASV dominierte die Partie dank einer sehr beweglichen Defensive und variantenreichem Tempospiel im Angriff. So stand es nach 18 Minuten bereits 4:9 – und der einzige Vorwurf, den sich die Hammer bis zu diesem Zeitpunkt gefallen lasen mussten, war die Tatsache, dass sie zusätzlich noch etliche 100-prozentige Möglichkeiten liegen gelassen hatten. Als Vikings-Trainer Ceven Klatt dann allerdings den gerade erst verpflichteten Mladen Kozlina in den Innenblock beorderte und Alexander Oelze mit drei Treffern in Folge zu großer Form auflief, waren die Gastgeber plötzlich wieder im Spiel. 

7:9 war so nach 21 Minuten auf der Anzeige zu lesen, und den Hammern fiel auch in der Folge bis zur Pause nicht mehr viel ein. Oelze hatte bis dahin acht der zehn Treffer der Hausherren auf dem Konto – und Vikings-Torhüter Vladimir Bozic bezeichnenderweise elf Paraden. Einen entsprechend angefressenen Eindruck machte Rothenpieler beim Gang in die Kabine. 

Doch auch nach dem Wechsel ging das muntere Chancen vergeben bei den Hammern weiter. Während Dennis Aust und Brian Gipperich das Ergebnis erstmals zu Gunsten der Vikings drehten (35.), scheiterten die Gäste auf der anderen Seite gleich fünfmal in Folge frei an Bozic. 

Als Rothenpieler in der 38. Minute die Grüne Karte zum Team-Timeout legte, hatten die Gäste Halbzeit übergreifend seit 14 Minuten nicht mehr getroffen. Markus Fuchs war es dann, der den Torfluch mit dem 12:14 brach (38.). Der ASV fing sich langsam, musste zwar noch das 14:17 hinnehmen, kämpfte sich danach aber langsam in die Partie zurück. Beim 18:18 gelang Vyron Papadopoulos per Tempogegenstoß der Ausgleich, nachdem Felix Storbeck zuvor den Ball zum zweiten Mal unfreiwillig mit dem Gesicht pariert hatte und mächtig sauer für Gregor Lorger Platz machte. 

Noch einmal zog die gastgebende Neuss/Düsseldorfer Kombination mit drei Toren weg (21:18/50.) – und Rothenpieler brachte Lars Gudat als vorgezogenen Spieler in der Deckung. Als Papadopoulos jedoch in der 58. Minute per Heber den Anschlusstreffer zum 22:23 verpasste, schien die Partie entschieden. Doch die Hammer schlugen noch einmal durch Jan Brosch und Papadopoulos zum 23:23 zurückzurück, ehe Oelze der Siegtreffer gelang.

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