2. Handball-Bundesliga

Warum beim ASV-Spiel in Nordhorn keine Langeweile droht

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Einsatz in Gefahr: ASV-Kreisläufer Jan Brosch klagte zuletzt über Rückenprobleme.

Wenn der ASV Hamm-Westfalen und die HSG Nordhorn-Lingen in der 2. Handball-Bundesliga aufeinandertreffen, herrscht selten Langeweile. Schon gar nicht, wenn es sich wie am Samstag im Nordhorner Euregium (19.30 Uhr) um ein Verfolgerduell handelt, in dem der ASV mit einem Sieg zum Tabellendritten aufschließen kann.

Hamm – Anspannung? Ja, aber positiv, versichert Kay Rothenpieler. Schließlich hat sich seine Mannschaft diese Ausgangssituation mit einer bisher starken Leistung in der Rückserie ermöglicht. 17:3 Punkte in Folge sprechen für sich. „Die Vorfreude auf ein sehr schönes Spiel ist riesengroß“, sagt der ASV-Trainer. „Darauf, dass diese Partie so brisant ist, können wir stolz sein. Denn die Spannung haben wir uns durch unsere gute Serie erarbeitet.“

Die Brust, mit der die Nordhorner den ASV erwarten werden, ist allerdings ebenso breit wie die der Gäste. Denn auch die Serie des Tabellendritten kann sich mehr als sehen lassen. 16:4 Zähler seit dem ersten Rückrundenspieltag, nur zwei Niederlagen – beim Spitzenreiter HBW Balingen und beim heimstarken VfL Lübeck-Schwartau – stehen für das Team von Trainer Heiner Bültmann zu Buche, der wie Rothenpieler die EM-Quali-Pause dazu genutzt hat, um der Mannschaft „ein paar freie Tage zu geben, um Kraft zu tanken“. 

Einziger Unterschied: Für die drei niederländischen Nationalspieler der HSG, Bart Ravensbergen, Toon Leenders und Alec Smit, fiel die Pause wesentlich kürzer aus. Sie traten in der EM-Qualifikation zweimal gegen Slowenien an und verloren beide Spiele (26:27/ 23:30).

HSG Nordhorn-Lingen kommt mit zwei Ex-Hammern

Dass die HSG als Tabellendritter in dieser Saison so konstant spielt und bei 42:16 Zählern nur drei Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsrang hat, kommt für Rothenpieler nicht überraschend. „Die Mannschaft hat sich stabilisiert, spielt eine gute Runde und ist zurecht ein Anwärter auf den Aufstieg“, lobt der ASV-Coach. „In diesem Jahr ist die HSG in der Breite stärker.“

Das ist vor allem so, weil Nordhorn Verletzungen sehr gut kompensiert hat und seit Jahresbeginn wieder auf Alex Terwolbeck und Jens Wiese zurückgreifen kann. „Diese Alternativen tun uns gut“, sagt der Ex-Hammer Julian Possehl, der seit Sommer das HSG-Trikot trägt. „Terwolbeck als Kapitän und Spielmacher und Wiese als Bomber.“ Verzichten muss Trainer Bültmann allerdings auf die langzeitverletzten Linkshänder Nicky Verjans und Philipp Vorlicek.

Dass es für die Hammer wichtig sein wird, die beiden Ex-ASVer Possehl (99 Tore) und Georg Pöhle (195) auszuschalten, um eine erneute Niederlage wie im Hinspiel (22:25) gegen personell gebeutelte Nordhorner zu verhindern und nach Punkten zur HSG aufzuschließen, weiß Rothenpieler. „Wir dürfen sie nicht so spielen lassen, Julian die Räume nicht geben“, sagt er. 

ASV-Trainer Rothenpieler fordert aggressivere Deckung

„Darum müssen wir im Vergleich zum Hinspiel aggressiver decken. Wir werden nicht alles verhindern können, sollten aber kompakter stehen, damit sie nicht so nah ans Tor kommen. Es wäre aber ein Fehler, uns nur auf die beiden zu konzentrieren. Nordhorn hat noch andere gute Spieler – und immer wieder Alternativen.“

Die Vorbereitung auf die Partie im eigenen Lager hätte etwas besser verlaufen können. Denn mit Jan Brosch (Rückenprobleme) und Vyron Papadopoulos (Bauchmuskelzerrung) haben gleich zwei Hammer Spieler in den vergangenen Tagen nur eingeschränkt trainiert. „Bei beiden werden wir erst beim Warmmachen schauen, ob es geht“, sagt Rothenpieler. „Wir werden jeden Spieler brauchen, aber sie müssen auch zu 100 Prozent fit sein.“ Schließlich ist die Partie für den ASV „vielleicht noch keine Vorentscheidung“, so der Coach. „Dafür aber ein richtiges Brett.“

2. Handball Bundesliga: ASV Hamm  Westfalen - EHV Aue 25:25

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