2. Handball-Bundesliga

Warum der ASV dem Nationalteam nacheifert

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Spielmacher Sören Südmeier (links) kehrt in Großwallstadt zurück in den ASV-Kader.

In Sachen Einsatz und Kampfgeist will Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen in der am Samstag mit der Partie beim TV Großwallstadt (19.30 Uhr) wieder beginnenden Meisterschaft dem WM-Vierten Deutschland nacheifern. 

Hamm - Vorfreude? „Die ist nach der Vorbereitung definitiv wieder da“, sagt Hamms Kapitän Jakob Schwabe. Knapp vier Wochen haben der Kapitän des ASV Hamm-Westfalen und seine Mannschaft auf den Start in die Rest-Saison hingearbeitet – jetzt sollen möglichst zwei Punkte aus der Partie beim Aufsteiger herausspringen. „Vorbereitung macht ja nicht so viel Spaß, auch wenn sie im Winter nicht ganz so schlimm ist wie im Sommer. Aber ich glaube, dass unsere positiv zu bewerten ist“, sagt Schwabe. „Wir wissen aber, dass wir, um erfolgreich zu spielen, Bereitschaft, Leidenschaft, Härte und Kampfgeist abrufen müssen, sonst wird es gegen jeden Gegner schwer für uns.“

Die Hinserie, die das neu formierte Team abgeliefert hat, bewertet der Abwehrspezialist als „nicht so schlecht. Wir sind auf Platz fünf von 20, da kannst du nicht meckern“, sagt er. „Wir wissen aber auch, dass wir durch Eigenverschulden Punkte liegen gelassen haben.“

Aufschlussreiches ASV-Testspiel gegen Erstligist GWD Minden

Seiner Mannschaft bestätigt der Kapitän zwar eine gute Vorbereitung, in der intensiv und konzentriert gearbeitet worden sei. „Allerdings hat uns das Testspiel gegen Erstligist Minden auch vor Augen geführt, woran es bei uns noch hapert und wo wir uns verbessern müssen.“

Schwerpunkt der Vorbereitung war die Abwehrarbeit. Offensiver wolle man die bevorzugte 6:0-Deckung interpretieren. „Man schraubt ja immer noch irgendwo ein bisschen“, sagt Schwabe. „Wir haben eine gute Deckung in der Hinrunde plus Hamburg gespielt, aber gemerkt, dass wir aktiver decken können, um aus der guten Defensive mehr Kapital schlagen zu können. Dafür müssen wir die Gegner mehr unter Druck setzen, möglichst Stresssituationen kreieren.“ 

2.Handball Bundesliga: ASV Hamm Westfalen - HSC 2000 Coburg 23:28

Dass es offiziell nur die Testbegegnungen gegen Erstligist GWD Minden und eine Unnaer Auswahl gab, um das neu Erlernte auszuprobieren, stellt für den Kreisläufer kein Problem dar. „Unter der Hand haben wir ja zusätzlich mit Hagen ein gemeinsames Training gemacht, und auch mit unserer zweiten Mannschaft“, sagt er. „Das war eine gute Sache, denn solche Dinge nur innerhalb der Mannschaft einzustudieren, wäre sicher schwierig.“

Sören Südmeier und Stefan Lex haben ihre Blessuren auskuriert

Dass es bei der 28:38-Niederlage gegen Minden nicht so gut lief, hatte mehrere Gründe. Zum einen fielen mit Spielmacher Sören Südmeier und dem Halbrechten Stefan Lex zwei wichtige Akteure verletzungsbedingt aus. Und zum anderen „hat uns in dem Spiel die nötige Wettkampfhärte gefehlt“, kritisiert Schwabe. „Wir sind da nicht ans Maximum gekommen. Und wir bekommen gegen jeden Probleme, wenn wir ein, zwei Schritte zu wenig machen.“

Zumindest personell wird die Mannschaft in Großwallstadt wieder ein anderes Gesicht zeigen. Denn Südmeier und Lex haben ihre Blessuren auskuriert und werden wieder im Kader stehen. „Ich hoffe, dass wir dann die nötige Ruhe haben und Kontrolle über das Spiel bekommen“, sagt ASV-Coach Kay Rothenpieler, der vor den Gastgebern warnt. „Das Hinspiel dürfte kein Maßstab mehr sein. Großwallstadt ist mittlerweile in der Liga angekommen, hat zuhause sehr gute Ergebnisse erzielt. Und zuletzt vor Weihnachten mit einem starken Auftritt in Ferndorf auf sich aufmerksam gemacht – ich denke, die Karten sind neu gemischt.“

Das sieht sein Kapitän ähnlich, der den 30:26-Erfolg aus dem ersten Aufeinandertreffen beider Teams in dieser Saison in der heimischen Arena aus der Erinnerung streicht. „Wenn wir uns im Januar mit Spielen aus dem August beschäftigen würden, hätten wir etwas falsch gemacht“, sagt er. „Zumal der TVG mit Tomas Urban in der Zwischenzeit einen erfahrenen Rückraumakteur dazu bekommen hat, einer der Spiess-Brüder im Hinspiel gefehlt hat und Florian Eisenträger, der sich bei uns verletzt hat, wieder dabei ist. Deshalb müssen wir erst recht auf die deutschen Tugenden setzen.“

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