2. Handball-Bundesliga

Wie der ASV Raguses Ausfall gegen Ferndorf auffangen will

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Künftig mehr im ASV-Angriff gefordert: Oliver Milde.

Niederlage beim Spitzenreiter in Balingen, vorläufige Suspendierung von Rückraumspieler Mex Raguse – die Vorzeichen vor dem Heimspiel gegen den Liga-Fünften TuS Ferndorf könnten bei Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen besser sein.

Hamm - Der Weg zurück zum Handball-Alltag war nicht ganz einfach. So viel lässt sich Kay Rothenpieler, Trainer des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen, noch entlocken. Ansonsten möchte er die Causa Mex Raguse so wie der Spieler selbst am liebsten gar nicht mehr thematisieren. Nicht mit der Mannschaft. Und noch weniger öffentlich. 

Fakt bleibt, dass der Rückraumlinke aufgrund der Streitigkeiten um seinen Vertragspoker (WA berichtete) vorerst auch sportlich keine Rolle mehr beim Tabellensiebten spielen wird und Rothenpieler entsprechend versuchen muss, die dadurch entstandene Lücke möglichst schon am Samstag im Spiel gegen den Tabellenfünften TuS Ferndorf (19.15 Uhr/Westpress Arena) zu schließen.

„Wir haben ganz gut trainiert“, sagt Rothenpieler, der das Thema zu Beginn der Woche noch mit der Mannschaft besprochen hat. „Danach hat die Mannschaft aber selbst gesagt, dass wir uns auf das Spiel fokussieren und diese Dinge ausblenden müssen.“ Der Trainer hat einige Möglichkeiten mit dem Team erarbeitet, um nach der Balingen-Niederlage sportlich wieder in die Spur zu kommen. 

Trainer Rothenpieler sieht Oliver Milde mehr gefordert

In erster Linie sieht Rothenpieler natürlich Oliver Milde mehr gefordert. Der Rückraumlinke „hat sehr gut trainiert“, versichert der Coach. „Oli hat ja punktuell immer wieder gute Spiele gezeigt, ihm hat nur ein bisschen die Konstanz gefehlt. Wir haben das eine oder andere gute Gespräch geführt. Und ich bin guter Dinge, dass er jetzt ohne den Druck befreiter aufspielen kann.“

Um dem Rückraum-Shooter die nötige Entlastung geben zu können, wird Abwehrspezialist Markus Fuchs ab sofort wieder mehr in die Offensive eingebunden. „Er hat ja immer schon gute Phasen im Angriff gehabt, braucht vorne nur mehr Spielpraxis“, vertraut sein Trainer dem abwehrstarken Akteur. „Man sieht, dass Markus sehr wurfgewaltig ist. Er muss einfach nur mutig sein, Vertrauen in sich haben – dann ist er ein guter Rückraumspieler.“

Zudem gebe es weitere Möglichkeiten, um dem Spiel die richtige Wendung zu geben, falls es im Rückraum nicht so laufen sollte: „Wir haben ja auch die Möglichkeit, mit zwei Mittelleuten oder einem zweiten Kreisläufer zu spielen“, sieht der Coach den kommenden Partien zuversichtlich entgegen. „Aber erst einmal hoffe ich, dass es so funktioniert.“

Coach versichert: Defizite aus Balingen-Spiel sind aufgearbeitet

Fast ebenso wichtig war es während der Woche, an den Defiziten aus dem Balingen-Spiel zu arbeiten. Denn da wurde das Team in der Startphase förmlich überrollt, hatte kaum einmal die Möglichkeit, seine Abwehr perfekt zu stellen. „An den Dingen, die in Balingen nicht so gut gelaufen sind, haben wir gearbeitet“, versichert Rothenpieler. „Auch vorne im Aufbau müssen wir mehr Bewegung in die Partie kriegen.“ Dort gilt es, durch Tempospiel die Abwehr möglichst weit auseinander zu bekommen, um dem Rückraum auch die nötigen Räume zum aussichtsreichen Abschluss zu verschaffen.

Das Hinspiel haben die Hammer noch in schlechter Erinnerung. Denn bis 15 Minuten vor dem Ende lag die Mannschaft noch mit drei Toren in Führung, um am Ende mit einer 26:31-Niederlage aus der Halle zu gehen. „Das zeigt, dass Ferndorf immer dran bleibt, nicht aufgibt“, warnt Rothenpieler. „Deswegen müssen wir fokussiert bleiben, dürfen uns keine Durchhänger leisten und wollen Leidenschaft und Emotionalität auf die Platte bringen.“

Mit Ausnahme von Vyron Papadopoulos hat die Mannschaft in der Woche durchtrainiert. Der Linksaußen klagte über Leistenprobleme und musste vorsichtshalber drei Tage aussetzen. „Aber wir gehen davon aus, dass er am Samstag wieder spielen kann“, sagt Rothenpieler über den Griechen.

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