ASV bestreitet Generalprobe gegen Erstligist Tusem Essen

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Björn Wiegers

HAMM - Am Mittag gab es Entwarnung. Eine neuerliche Röntgenaufnahme brachte am Montag die Gewissheit: Björn Wiegers hatte sich beim Testspiel des ASV Hamm-Westfalen am Freitagabend in Herford gegen den TBV Lemgo (26:34) keinen Rippenbruch zugezogen, sondern „nur“ eine Prellung.

Ein längerer Ausfall droht dem Kreisläufer des Handball-Zweitligisten damit nicht. „Es gibt ja Schmerztabletten“, sagte Wiegers grinsend, über dessen Einsatz im Testspiel heute Abend (18 Uhr) in der Maxipark-Arena gegen das noch sieglose Schlusslicht des Oberhauses, Tusem Essen, allerdings erst nach einem abschließenden Härtetest entschieden wird.

„Wir werden da kein Risiko eingehen. Das Wichtigste ist, dass Björn im Trainingsrhythmus bleibt“, erklärte Trainer Kay Rothenpieler. Schließlich wird es am 8. Februar wieder ernst, wenn mit der Partie gegen die SG Leutershausen die Rückrunde beginnt. Und angesichts des Ausfalls Vaclav Vranys, der den Hammern wegen seiner Achillessehnenprobleme auf unbestimmte Zeit fehlen wird, wöge die Zwangspause für einen zweiten Kreisläufer im Aufgebot doppelt schwer.

Erst recht, da sich das Aufgabengebiet des 30-Jährigen mittlerweile erweitert hat. In der 5:1-Deckung, die sich als zweite Variante neben der 6:0-Abwehr etabliert hat, hatte Wiegers zuletzt den vorgezogenen Part übernommen und sich dort als Alternative zu Andreas Simon erwiesen. „Ganz ordentlich“ fand Rothenpieler die Darbietungen des Kreisläufers in dieser Rolle bislang. Wiegers selbst weiß, dass es „noch nicht perfekt“ läuft, dass es hier und da noch „leichte Kommunikationsprobleme“ bei dieser Abwehrvariante gibt, dass er „noch schneller und beweglicher werden“ muss, aber: „Das ist echt eine spannende Aufgabe.“ Dass er mit dieser betraut wurde, hat mehrere Gründe. Zum einen will sein Coach die Zahl der Abwehr-Angriff-Wechsel weiter so gering wie möglich halten, zum anderen sei generell der Trend im Handball erkennbar „große Leute auf die ‘Eins’ zu stellen“, erklärte Rothenpieler. „Björn ist vom Körper her eine Erscheinung, das sorgt schon mal für Respekt“, sagte der 40-Jährige. „Er kann als Spitze sehr viel unterbinden und kaputt machen im Angriffsspiel des Gegners.“ Attribute, die Wiegers mit einem Lächeln bestätigte: „Ich versuche, mit meinem ‘massigen Körper’ schon optisch die Räume dicht zu machen.“

Was er heute gegen Essen voraussichtlich nicht beweisen kann. Dennoch: Als Einstimmung auf die Rückrunde soll der akut abstiegsgefährdete ASV heute nach dem Willen Rothenpielers im letzten Test eine gelungene Generalprobe hinlegen. „Wir haben nach dem Spiel in Lemgo noch kurz gesprochen. Denn da hat mit in der ersten Halbzeit die Begeisterung gefehlt, das sah manchmal ein bisschen leblos aus“, monierte Rothenpieler. „Das darf nicht passieren. Wir müssen deutlich machen, dass es bald wieder losgeht. Wir müssen zeigen, dass wir immer mehr investieren als die anderen.“ Auch in einem Test gegen einen Erstligisten wie Essen heute, für den Rothenpieler neben Leidenschaft eine konsequente Deckungsarbeit und eine Minimierung der Fehlerquote fordert. Kurzum: „Wir müssen versuchen, gegen Tusem zu gewinnen.“ - fh

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