2. Handball-Bundesliga

ASV gastiert bei einem Bundesliga-Absteiger

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Stefan Lex (links) könnte trotz seines Sehnenrisses schon am Freitag ins ASV-Team zurückkehren.

Ein Vier-Punkte-Spiel? Diese Formulierung löst bei Kay Rothenpieler, Trainer des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen, Verwunderung aus. Denn in der Auswärtspartie beim TuS Nettelstedt-Lübbecke, wo die Hammer am Freitag (19.30 Uhr) in den Doppelspieltag einsteigen, sieht Rothenpieler sein Team als Außenseiter.

Hamm - Dass es in der Begegnung des Tabellenfünften gegen den punktgleichen Siebten (beide 14:8) vordergründig darum gehe, wer den Anschluss an das seinerseits ebenfalls punktgleiche Top-Trio HSC 2000 Coburg, Tusem Essen und TuS Ferndorf (alle 17:5) hält, lässt der ASV-Coach folglich nicht gelten. Für ihn steht die besondere Qualität des Bundesliga-Absteigers aus Ostwestfalen im Mittelpunkt. „Das ist eine starke Mannschaft, wo alle vor der Saison gesagt haben, das ist die klare Nummer eins“, betont Rothenpieler.

Allerdings fehlt Nettelstedt – ähnlich wie den Hammern – noch die Verlässlichkeit in den eigenen Leistungen. Zuletzt hatte der TuS nach einer Serie von fünf Siegen in Folge überraschend mit 19:22 in Ferndorf verloren. „Das zeigt mir, dass Ferndorf eine sehr stabile Mannschaft ist, die konstant daheim alle Spitzenteams geschlagen hat.“ 

Hammer Niederlage in Ferndorf in einem anderen Licht

Ein Resultat überdies, das nach Rothenpielers Einschätzung auch die ASV-Niederlage bei den erstaunlich souverän auftrumpfenden Wittgensteinern Mitte September (26:31) im Nachhinein in ein anderes Licht rückt. Denn für die, so hat es der Trainer empfunden, „sind wir ein bisschen belächelt worden“. Und noch einen Rückschluss zieht Rothenpieler aus der Nettelstedter Pleite in Ferndorf: „Man sieht daran, dass auch diese Mannschaft schlagbar ist, wenn die Aggressivität da ist.“

2. Handball Bundesliga: ASV Hamm Westfalen - HSG Nordhorn Lingen 22:25

Und an der hatte es bei den Hammern zuletzt ein wenig gehapert – neben einigen anderen Dingen, die beim 22:25 gegen die HSG Nordhorn-Lingen nicht nach Wunsch gelaufen waren. „Wir müssen einfach entschlossener in unsere Aktionen gehen und mit viel mehr Mut Handball spielen. Unser Problem ist, dass wir uns durch zwei, drei Situationen aus dem Rhythmus bringen lassen und dann nicht mehr mit dem gleichen Selbstvertrauen zu Werke gehen“, analysiert Rothenpieler. Das wiederum führe dazu, meint er, dass seine Sieben bisweilen „Fehlervermeidungshandball“ spiele.

Stefan Lex trotz Sehnenriss vor Rückkehr ins ASV-Team

Hilfreich ist in dem Zusammenhang, dass ein langfristiger Ausfall von Stefan Lex vorerst vom Tisch ist. Der Rückraumrechte hatte sich gegen Nordhorn einen Sehnenriss unter dem Fuß zugezogen. „Stefan war bei einem Spezialisten. Es kann sein, dass er nicht operiert wird“, so Rothenpieler. 

Am Donnerstag kehrte Lex zur Mannschaft zurück und unternahm einen Trainingsversuch. Eventuell kann er schon in Nettelstedt und am Sonntag (18 Uhr) gegen den Wilhelmshavener HV in eigener Halle wieder mitwirken.

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